Nach Fagradalsfjall-Ausbruch

Island: Hat der Vulkanausbruch Auswirkungen auf den Urlaub?

Keflavik: Ein Mann macht am Vulkan Fagradalsfjall Aufnahmen von ausgetretener Lava mit seinem Smartphone. Auf Island hat ein erneuter Vulkanausbruch begonnen.

Rund 30 Kilometer entfernt von Reykjavik spuckt der Vulkan in der Nähe des Bergs Fagradalsfjall Lava in die Luft. Was für spektakuläre Bilder sorgt, hat in der Vergangenheit schon den Flugverkehr über halb Europa lahmgelegt: Im Jahr 2010 mussten wegen des Ausbruchs des isländischen Vulkans Eyjafjallajökulls und der riesigen Rauchwolke, die über ihm hing, acht Tage lang Flugzeuge umgeleitet oder Flüge abgesagt werden. Doch hat der Ausbruch des Fagradalsfjalls ähnlich drastische Auswirkungen auf den Flugverkehr und den Urlaub auf Island?

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bislang sieht es nicht danach aus. Der isländischen Wetterbehörde IMO zufolge steigt keine Aschewolke aus dem etwa 300 Meter langen Erdriss auf. Alle Flüge können daher wie geplant stattfinden, gab Icelandair am Mittwoch bekannt.

Urlaub auf Island: Das sind die Folgen des Vulkanausbruchs

Auch beim Urlaub auf Island müssen Reisende keine Einschränkungen befürchten. Zwar sind aktuell einige Straßen für den Autoverkehr rund um den Vulkan gesperrt. Freizeitaktivitäten können Urlauberinnen und Urlauber in der Region um Reykjavik aber wie geplant durchführen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch Wanderungen am Fagradalsfjall finden weiterhin statt. Besonders spannend: „Es gibt auch geführte Wandertouren, die Reisende an den Lavafeldern vorbeiführen“, sagt eine Mitarbeiterin von Island Tours, einem auf Island spezialisierten Reiseanbieter. An der Ausbruchsstelle selbst könnten Gase austreten, die bei der richtigen Windrichtung vom Erdriss wegwehen. „Daher ist an solchen Tagen sogar die Wanderung zur Ausbruchsstelle möglich“, sagt die Mitarbeiterin. An weiteren Orten müsse man keine Bedenken haben vor giftigen Gasen, so die Expertin.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Auch das isländische Außenministerium beruhigt Reisende: Das Risiko für besiedelte Regionen in der Nähe des Vulkans werde als sehr niedrig eingeschätzt.

Lava sprudelt aus 300 Meter langem Erdriss

Den Ausbruch des Vulkans in der Nähe des Bergs Fagradalsfjall begann nach einer Erdbebenserie. Glutrote Lava hatte sich am frühen Mittwochnachmittag (Ortszeit) ihren Weg aus einer etwa 300 Meter langen Felsspalte gesucht und sprudelte an die Erde. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiteten in der Folge an einem Modell, um den Weg der Lavaströme vorherzusagen. Demnach sei es unwahrscheinlich, dass wichtige Infrastruktur gefährdet sei. Völlig unklar ist hingegen, wie lange der Ausbruch andauern wird.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ein vorheriger Ausbruch des unterirdischen vulkanischen Systems der Reykjanes-Halbinsel hatte im vergangenen Jahr von Mitte März bis in den September hinein angehalten, ehe er nach drei Monaten Stillstand im Dezember offiziell für beendet erklärt worden war. Er gilt als die längste Eruption, die auf Island bislang aufgezeichnet wurde.

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue RND-App für Android und iOS herunter

RND/vh/dpa

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen