Neuer Podcast mit Laura Larsson

Machen sich vier junge Leute auf, Europa zu entdecken – ohne Handy, mit 12 Euro pro Tag

Aus Fremden wurden Freunde: Alex, Leo, Grete und Jannis (von links) auf ihrer Interrail-Reise.

Aus Fremden wurden Freunde: Alex, Leo, Grete und Jannis (von links) auf ihrer Interrail-Reise.

In den Zug setzen und einfach losfahren, ohne ein Ziel, mit unbekannten Mitreisenden, ohne Handy und mit nur 12 Euro am Tag. Klingt nach einer Herausforderung? Das soll es auch sein. Moderatorin Laura Larsson vom ausgezeichneten Podcast „Herrengedeck“ begleitet in ihrer neuen Produktion „Raus“ vier junge Menschen auf einer Interrail-Reise durch Europa. „Das ist kein Urlaub, das ist ein richtiger Trip, mit Herausforderungen – ein richtiges Abenteuer“, sagt Larsson im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Nicht nur, dass Jannis (19), Grete (21), Alex (18) und Leo (21) nicht wissen, welche Länder und Orte sie ansteuern werden, sie sind dabei weitestgehend auf sich alleine gestellt. Im ersten Reality-Podcast Deutschlands, der ab Montag, 22. August, auf Audio Now zu streamen ist, sind Zuhörerinnen und Zuhörer dabei, wenn sich die vier kennenlernen, wenn sie versuchen, den Weg ins Hotel zu finden oder andere Aufgaben meistern müssen, die Laura Larsson ihnen stellt. Die ist nämlich aus der Ferne mit dabei. Über die Produktionsfirma hielt sie während der dreiwöchigen Tour durch sieben Länder Kontakt mit dem Quartett und verteilte Aufgaben.

Laura Larsson ist im neuen Podcast „Raus“ eine Art große Schwester der jungen Protagonistinnen und Protagonisten.

Laura Larsson ist im neuen Podcast „Raus“ eine Art große Schwester der jungen Protagonistinnen und Protagonisten.

Vier junge Leute auf Reisen außerhalb ihrer Komfortzone

„Es gab Aufgaben, wie etwa: sich von Einheimischen einen Platz im Ort zeigen zu lassen, der nicht touristisch ist. Oder mit Einheimischen zusammen ein Gericht zu kochen, das dem Land oder der Stadt entspricht“, erzählt Larsson. „Wir mussten sie aus der Komfortzone holen, sie mussten in einer anderen Sprache mit fremden Leuten sprechen, Kontakt aufnehmen“, so die 33-Jährige.

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Um die Erfahrungen noch intensiver zu machen, sind Handys tabu – nur die Produktionsfirma vor Ort hatte welche dabei, und stellte so auch immer wieder den Kontakt von den vier Reisenden zu Larsson her. „Ich glaube, du hast eine ganz andere Dynamik im Kennenlernen, eine andere Art, miteinander umzugehen, wenn die Leute nicht ständig aufs Handy starren“, sagt Larsson, „es kommen dann einfach Gespräche zustande.“ Drei Wochen lang im Mai und Juni waren die vier jungen Leute unterwegs, besuchten Berlin, Prag, Wien, Zagreb, Venedig, Rimini, Piacenza, Mailand und Paris.

Im Podcast "Raus" bekommen junge Reisende Aufgaben in fremden Ländern gestellt.

Im Podcast "Raus" bekommen junge Reisende Aufgaben in fremden Ländern gestellt.

Eine Reise ohne Smartphone wird zur Herausforderung

Das Handyverbot war auch gleichzeitig eine der größten Herausforderungen: „Du bist von der Familie abgeschnitten. Wenn es einem einmal nicht gut ging oder irgendjemand Heimweh hatte, konnte man nicht eben zu Hause anrufen und sich ausheulen. Das mussten sie alles miteinander, mit den neuen Freunden und Freundinnen, teilen“, so die Podcasterin. Besonders hart war das für den 19-jährigen Jannis: Der ist Tiktoker mit 70.000 Followerinnen und Followern und hängt durchschnittlich 11,5 Stunden am Handy – täglich.

Eine weitere Challenge: Unterkünfte, Interrail-Pass und Aktivitäten im Rahmen der Aufgaben wurden von der Produktion gestellt. Für alles andere, inklusive drei Mahlzeiten, Getränken und Aktivitäten außerhalb, hatte jeder Reisende 12 Euro pro Tag.

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Wie ist das Reisen nach zweieinhalb Jahren Corona?

Die Idee zum Reality-Podcast kommt von Studio Jot, Studio Bummens und Audio Now und stammt aus der Corona-Zeit. Man hatte sich überlegt, wie es den jungen Leuten so erging, die der Generation angehören, die nach dem Abitur nicht ins Ausland gehen konnte – weil die Corona-Pandemie für Reiserestriktionen sorgte. 7000 Menschen hatten sich beworben, um Teil der Reise zu werden – vier wurden schließlich ausgewählt, die für drei Wochen durch Europa reisten.

Als das Konzept bereits stand und die Teilnehmenden gefunden waren, kam Laura Larsson dazu. Sie moderiert sonst unter anderem auch bei „1 Live“ im Radio. Sie sollte eine Art große Schwester sein, eine, die die Reise begleitet, die auch mal schimpft, aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger unterwegs ist, sagt sie. „Ich bin eine gute Schnittstelle zwischen den jungen Leuten dieser Generation und denen, die gerne in Erinnerungen schwelgen“, sagt die 33-Jährige. Die Reisegruppe sei im Alter ihrer Schwester, „das ist eine ganz andere Generation“, sagt sie.

Leo, Alex, Grete und Jannis (von links) reisten in drei Wochen durch sieben Länder.

Leo, Alex, Grete und Jannis (von links) reisten in drei Wochen durch sieben Länder.

Laura Larsson: Moderatorin mit viel Heimweh auf Reisen

Die große Weltenbummlerin ist Larsson selbst allerdings nicht, wie sie sagt. Sie habe spät angefangen mit dem Reisen, hat zwar Familienurlaube in Italien und Ungarn verbracht, aber keine Auslandserfahrung nach dem Abitur. „Das habe ich ein bisschen versäumt“, sagt sie, „das beschränkt sich bei mir immer auf den Zwei-Wochen-Urlaub.“ Nun reist sie gerne, aber: „Ich merke oft, dass ich gar nicht für die großen Reisen gemacht bin.“ Sie denke öfter, sie müsse die Welt erkunden, Länder und Menschen kennenlernen, komme vor Ort aber auch an Grenzen.

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„Ich war vor Kurzem mit meinem Partner in Kanada und es sind 1000 Dinge schiefgelaufen. Das hat mich so genervt, dass ich direkt nach Hause wollte“, sagt sie. „Ich bin ein Mensch, der immer wieder auf Reisen geht, aber der auch schnell eine Art Heimweh bekommt.“ Da sie das Gefühl schon habe, wenn ihr Partner an ihrer Seite sei, wolle sie gar nicht wissen, wie extrem es mit völlig Fremden wäre.

Laura Larsson, die übrigens großer Fan von Schweden und Astrid Lindgren ist, glaubt deshalb auch, dass sie im Alter von Leo, Grete, Alex und Jannis nicht bei einem solchen Format mitgemacht hätte – schon für die Bewerbung hätte ihr der Mut gefehlt. Dennoch – sie hat den Eindruck, dass sie schon ein Stück weit bei der Reise dabei war. „Ich habe sie vorher einzeln getroffen, habe sie zum Bahnhof gebracht und am Ende auch wieder abgeholt. Sie nach drei Wochen wiederzusehen und zu sehen, wie sie sich miteinander verändert haben, war krass emotional.“

Der Podcast „Raus – ab durch Europa“ ist ab Montag, 22. August, auf der Plattform Audio Now zu hören. Ab dem 25. August wird er auch auf weiteren Podcast-Plattformen zu streamen sein. Neue Folgen der zehnteiligen Serie gibt es immer montags und donnerstags.

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