Tourismusanalyse: Die meisten Urlaubende zieht es an den Strand

Strandkörbe und Badegäste am Strand vom Seebad Warnemünde. Die Deutschen machen zu 59 Prozent am liebsten Urlaub am Strand. (Archivbild)

Strandkörbe und Badegäste am Strand vom Seebad Warnemünde. Die Deutschen machen zu 59 Prozent am liebsten Urlaub am Strand. (Archivbild)

Hamburg. Auch in Corona-Zeiten hat der Strand-Urlaub nichts an Attraktivität verloren. Laut einer Befragung des BAT-Instituts für Zukunftsfragen im Juni wünschen sich 59 Prozent der Deutschen einen Bade-Urlaub am Meer, gefolgt von Städtereisen (53 Prozent). Vor allem sicher soll das Reiseziel sein, wie die Stiftung am Mittwoch in Hamburg mitteilte.

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Der Wunsch nach einer intakten Natur ist dagegen zurückgegangen. Die Erwartung, angesichts der Corona-Pandemie würden viele Menschen am PC verreisen, hat sich nicht bestätigt: Lediglich drei Prozent setzen auf virtuelle Reisen.

Städtereisen: Sightseeing in kleineren Städten liegt im Trend

Bei den Städtereisen profitierten neben den Metropolen mittlerweile auch kleinere Städte, erklärte Ulrich Reinhardt, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung. Schon heute entfielen nur etwa ein Drittel aller Übernachtungen auf die 80 größeren deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Dabei setzten die kleineren Städte auf Authentizität, Gemütlichkeit und Entschleunigung.

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Fremde Kulturen und Menschen kennenzulernen, steht mit 73 Prozent oben auf der Wunschliste der deutschen Urlauber. 46 Prozent wollen immer neue Reiseziele entdecken, vier Prozentpunkte mehr als bei der Befragung 2007. Vor allem Frauen, Großstädtern und Gebildeten ist die Authentizität am Reiseort wichtig. Aber mehr als die Hälfte der Reisenden (56 Prozent) wollen sich im Urlaub auch um nichts kümmern und einfach entspannen. 43 Prozent wünschen sich vor allem Luxus und Komfort.

Mehrheit wünscht sich Sicherheit am Urlaubsort

Bei 89 Prozent steht der Wunsch nach Sicherheit ganz oben. Dies werde den Inlandstourismus fördern, prognostiziert Reinhardt. „Selbst verlockende Sonderangebote, atemberaubende Natur und hohe Gastfreundschaft werden nicht reichen, solange ein Gefühl der Unsicherheit mitreist.“ Mehr als die Hälfte (57 Prozent) wünscht sich eine intakte Natur. 2007 waren es allerdings noch 64 Prozent. Reinhardt: „Zu attraktiv bleiben Flugreiseziele, zu groß die Sehnsucht nach Sonne, Strand und Meer.“

Nach wie vor reisen die meisten Menschen gerne mit der Familie (77 Prozent). Nur jeder vierte (24 Prozent) reist lieber allein, 2007 waren es allerdings nur halb so viele. Motorradreisen (4 Prozent), Pilgerreisen (7 Prozent) und Backpacker-Urlaub (8 Prozent) spielen derzeit eher eine untergeordnete Rolle. Die Stiftung hat im Juni 2021 über 2.000 Bundesbürger ab 18 Jahren repräsentativ befragt.

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RND/epd

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