Kommentar

Männer-Pokal parallel zum Frauen-EM-Finale: Der DFB sollte sich schämen

Das EM-Finale gegen England rückt für Alexandra Popp und Co. immer näher – die volle Aufmerksamkeit werden sie wohl wieder nicht bekommen.

Das EM-Finale gegen England rückt für Alexandra Popp und Co. immer näher – die volle Aufmerksamkeit werden sie wohl wieder nicht bekommen.

Leipzig. Der Einzug der deutschen Nationalmannschaft in das Finale der Fußball-Europameisterschaft verdient Respekt. Das Team um Kapitänin Alexandra Popp hat mit viel Leidenschaft einen Sieg nach dem anderen geholt, eine starke Abwehrleistung gezeigt und erst im Halbfinale (!) ein Gegentor kassiert. Am Sonntag um 18 Uhr trifft dieses Team im Wembley Stadion vor 90.000 Fans auf die Gastgeberinnen aus England – und parallel dazu werden drei Spiele der ersten Runde des DFB-Pokals der Männer ausgetragen.

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Volle Aufmerksamkeit fürs Finale

Eine mehr als fragwürdige Terminierung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), denn die Pokalpartien finden an diesem Wochenende bereits zu zehn unterschiedlichen Spielzeiten statt. Von Freitagabend (18 Uhr) bis Montagabend (20.45 Uhr) können Fans des Männer-Fußballs fast durchgängig vor den TV-Geräten sitzen. Es wäre in der Planung also ein Leichtes gewesen, die drei Partien (BTSV – Hertha, Aue – Mainz 05, SV Waldhof – Holstein) auf eine der anderen Uhrzeiten zu verlegen.

Nicht, weil es zufällig die deutschen Frauen sind, die im Finale stehen – auch wenn im Endspiel Island auf Nordirland treffen würde, sollte dieser Partie die volle Aufmerksamkeit gelten.

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Der DFB zeigt mit diesem Zeitplan einmal mehr, worauf er seine Prioritäten legt. Es geht zuerst um Quoten und TV-Gelder. Und erst sehr viel später um sportliche Leistungen. Und im Fall des EM-Finales hat das nicht nur etwas mit Fingerspitzengefühl bei der Gestaltung von Spielplänen zu tun. Es geht hier um Wertschätzung. Die bringt der Verband wieder einmal nur in Form von leeren Versprechungen über die Lippen, lässt aber keine Taten folgen. Schämen Sie sich.

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