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0:14 gegen Hamburg Sea Devils: Leipzig Kings bleiben der Endzone fern

Auch die Field Goal Unit, hier im Auftaktspiel in Wroclaw, konnte keine Punkte auf die Anzeigetafel bringen.

Auch die Field Goal Unit, hier im Auftaktspiel in Wroclaw, konnte keine Punkte auf die Anzeigetafel bringen.

Halle. Am bisher heißesten Tag des Jahres wollten die Leipzig Kings ihre unglückliche Dürreperiode an Siegen gegen die Seeteufel aus Hamburg beenden. Austragungsort war das Leuna-Chemiestadion in Halle, doch obwohl offiziell als Heimmannschaft geführt, mussten die Kings vor 2400 Zuschauenden von Beginn an einen klaren Nachteil wegstecken. Da die Kamerapositionen im Stadion für die Liveübertragung auf „RAN“ nicht veränderbar waren und laut Liga immer auf die Heimmannschaft gerichtet sein müssen, mussten die Kings-Spieler und ihre treuen Anheizer von „Sacksony“ in der Abendhitze schmoren.

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Eine Entscheidung, die seitens der Liga durchaus fragwürdig erscheint und für reichlich Unmut auf Seiten des Heimteams sorgte. Doch auch von der Haupttribüne erhallte stets der lautstarke Ruf der Leipziger Fangemeinde um wie im Football üblich ihre Defense anzufeuern. Mit Erfolg, denn bis zur Halbzeit erzielten die norddeutschen Gäste nicht einen einzigen Punkt. Allerdings ließ auch die Offensive der Kings um Quarterback Jordan Barlow zahlreiche Gelegenheiten liegen, um die Führung zu erzielen.

„Haben heute einige gute Plays gemacht“

Das Bild einer Defensivschlacht setzte sich fort, doch es waren die Gäste die zuerst einen Ballverlust zu ihren Gunsten ausnutzen konnten. Nach einer weiteren Interception fanden sich die Hamburger zum ersten Mal innerhalb der letzten 20 Yards, der sogenannten Red Zone wieder, und machten das was sie in dieser Saison bisher auszeichnet – den Ball über ihre Nummer 7 Glen Toonga zu laufen – dieses Mal erfolgreich zur 7:0-Führung.

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Die Antwort der Kings blieb offensiv weiter aus und die fehlende Harmonie zwischen Barlow und seinen Passempfängern war deutlich erkennbar. Trotz der gleißenden Hitze hielten Fans weiter lautstark zu ihrer Defense um Anführer AJ Wentland, die keinesfalls wankte.

„Wir haben heute einige gute Plays gemacht, aber ich fange immer bei mir selbst an und ein paar habe ich auch verpasst. Es war heiß, das stimmt, aber da mussten beide Teams durch und das darf keine Ausrede sein“, so der auch im dritten Spiel wieder überragend auftretende Wentland.

Von der Offensive muss mehr kommen

Doch es half nichts, denn die Kings, mit dem Rücken zur Wand stehend, verzockten sich im Schlussviertel ihren vierten Versuch gegen eine ebenfalls giftige Gästedefensive auszuspielen und wurden im Anschluss mit dem zweiten Touchdown des Gegners bestraft.

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0:14 war gleichzeitig der Endstand, nicht annähernd so ernüchternd wie die Heimspielpleite im Vorjahr, aber trotzdem eine klare Niederlage. Angesichts der dritten Niederlage im dritten Spiel aber, muss insbesondere in der Offensive bis zum nächsten Spiel am kommenden Sonntag in Berlin etwas passieren, um wieder in die Spur zu finden und die bisher ausgezeichneten Defensivleistungen endlich mal zu belohnen.

Kings-Coach Fred Armstrong sagte nach der Partie: „Es war ein hartes Spiel, bei dem wir im letzten Viertel den Kürzeren gezogen haben. Hamburg hatte mehr erfolgreiche Spielzüge und somit verdient gewonnen. Aber: Wir werden sie im Rückspiel in Hamburg wiedersehen.“

Nach zwei Heimspielen, die nicht in Leipzig stattgefunden haben, fand der Coach auch Worte des Danks an die Fans: „Ganz wichtig: Ich möchte mich bei unseren treuen Fans bedanken, die uns in den letzten zwei Wochen in den Stadien in Dessau und Halle begleitet und angefeuert haben. Unsere Mannschaft wird weiter hart arbeiten und gegen Berlin den ersten Sieg einfahren.“

Von Matthias Müller

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