Fußball

0:3! Bornaer SV unterliegt Rotation Leipzig deutlich

BSVler Marik Mäder spielt seinen Mitspieler Lenny Müller an. Gegen Rotation hatten Bornaer keine Chance.

BSVler Marik Mäder spielt seinen Mitspieler Lenny Müller an. Gegen Rotation hatten Bornaer keine Chance.

Borna. Der Start der von Trainer Marco Gruhne ausgerufenen „kleinen Serie, um da hinten rauszukommen“, muss beim Bornaer SV verschoben werden. Zumindest am vergangenen Samstag zum sechsten Spieltag der Landesklasse Nord im Spiel gegen die SG Rotation Leipzig hatten die Schwarz- Gelben keine Möglichkeiten, diese Serie zu starten.

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Zu deutlich war der Leistungsunterschied in der ersten halben Stunde, als Borna zu seiner ersten Chance kam, waren fast dreißig Minuten gespielt und es stand zu dem Zeitpunkt schon 0:2 für die Leipziger. Keine Minute später stand es dann 0:3. Aber der Reihe nach: Rotation war von Anpfiff weg viel griffiger, giftiger, aggressiver, nötigte den Bornaer SV sofort zur Abwehrarbeit. Und der hatte ausreichend damit zu tun. Dass bedingt durch das Fehlen wichtiger Spieler natürlich die nötige Feinabstimmung nicht passen konnte, war klar, aber in den ersten Minuten reichte der Einsatz noch aus, damit die Null stand. Dass das Glück momentan kein Schwarz- Gelber ist, zeigte sich dann in Minute elf. Ein Eckball der Gäste in den Strafraum, der Ball fiel aus dem Gewühl heraus Ronny Jähn genau vor die Füße und der netzte zur Führung ein.

Ungeandetes Handspiel beschert Gästen den dritten Treffer

Und Rotation war auch weiter die bessere Mannschaft, der BSV kam einfach nicht in die Gänge. Schirrmeister setzte sich gleich mal gegen zwei Abwehrspieler im Bornaer Strafraum durch, Rückpass zum einlaufenden Jähn, dessen Schuss auf das leere Tor verfehlte dieses nicht nur um Zentimeter. Da war noch keine Viertelstunde gespielt. Und die Messestädter drückten weiter auf das Gaspedal, attackierten die Hausherren frühzeitig. So kam, was kommen musste, die Hausherren wollten von hinten aufbauen, Ballverlust im eigenen Strafraum und David Bernhardt schob zum 0:2 ein (24.).

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Nun endlich kam auch Borna langsam in die Partie. Der eingangs erwähnten Torchance ging ein feiner Spielzug voraus, Tom Haase bediente fein Max Salomon, der mit perfekter Flanke zu Etienne Wangermann, dessen Abschluss konnte Tim Kubald mit dem Fuß noch an die Querlatte lenken. Die anschließende Ecke, Yannik Richter mit einem Kopfball, wieder war Kubald zur Stelle. Dann ging es nur viel zu schnell für die Hausherren, Kubald eröffnete zu Oelsner, dessen Handspiel konnte der gut agierende Schiedsrichter Dominique Bachmann einfach nicht sehen. Und so konnte Oelsner zu Bernhardt passen, der in der weit geöffneten Abwehr des BSV kaum Gegenwehr fand und zum 0:3 vollendete.

BSV kämpft – glücklos

Lobenswert muss erwähnt werden, dass Borna sich nun nicht aufgab, sondern weiter kämpfte. Kurze Zeit später, klatschte ein Kopfball des agilen Wangermann unglücklich an die Querlatte. Wenn man in der Tabelle hinten drin steht, geht so etwas eben auch nicht rein. Trotzdem versuchten die Hausherren nun das Ergebnis zu korrigieren, kämpften und kamen immer mal wieder gefährlich in den Leipziger Strafraum. Sicherlich auch, weil Rotation dies nun zuließ, einen Gang raus nahm. Nach dem Seitenwechsel hätten die Gäste mit der ersten Möglichkeit die Partie endgültig entscheiden können. An einem Eckball sprangen alle vorbei, am langen Pfosten stand Engelhardt, dessen Kopfball Lenny Müller noch von der Linie kratzen und an die Querlatte lenken konnte.

Umdenken muss einsetzen

Ansonsten versuchte der BSV auch weiterhin alles, was er zur Verfügung hatte, um zum Erfolg zu kommen. So ein sehenswerter Heber von Wangermann über den zu weit vor seinem Tor stehenden Kubald. In besseren Zeiten wäre der rein gegangen, jetzt eben daneben. Oder Justin Günther, der alleinstehend vor dem Tor das Leder drüber haute. Den Willen will man dem Tabellenletzten ja gar nicht absprechen, aber allein der reicht nicht. Momentan sind die Defizite zu groß, die Interessen von einigen Akteuren wichtiger. Wenn nicht alle verstehen, wie die Lage momentan ist und Veränderungen wollen, wird es nicht gelingen. Noch ist nichts zu spät, der Abstand nach vorn nicht zu groß. Die Partie gewann Rotation am Ende locker und verdient mit 3:0.

Von Ingo Dießner

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