Handball-Bundesliga

22:32-Pleite: SC DHfK Leipzig gegen Kiel nur eine Halbzeit ebenbürtig

Kiels Nikola Bilyk (mi.) gewinnt mit seinem Team gegen Leipzigs Mika Sajenev (li.) und Marino Maric (re.).

Kiels Nikola Bilyk (mi.) gewinnt mit seinem Team gegen Leipzigs Mika Sajenev (li.) und Marino Maric (re.).

Leipzig. Die neutralen Zuschauer staunten ein wenig, als André Haber als Chef-Motivator seinen Männern beim Stand von 18:23 zurief: "Kopf hoch! Das Spiel ist noch nicht weg! Hier ist noch nichts vorbei!" Doch was blieb dem Trainer der DHfK-Handballer in dieser Situation anderes übrig? Am Ende war sicher eine Portion Zweckoptmismus dabei, denn ein THW Kiel lässt sich bei einer Fünf-Tore-Führung in den letzten 16 Minuten nur selten die Butter vom Brot nehmen. Am Ende baute der Pokalsieger und Supercup-Gewinner seinen Vorsprung sogar noch aus. Der Leipziger Bundesligist verlor den Heimauftakt gegen den Favoriten am Ende deutlich 22:32.

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Das Spiel entgleitet

Die Leipziger starteten vor 3808 Zuschauern in der Arena Leipzig deutlich druckvoller als vor einer Woche in Hannover, als man quasi die gesamte erste Hälfte verpennt hatte und den Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Mit dem frisch genesenen Luca Witzke in der DHfK-Start-Sieben und einem starken Mohamed El-Tayar im Tor gelang es, bis zur elften Minute den Spielstand ausgeglichen zu gestalten (5:5). Allerdings stand auf der anderen Seite mit Niklas Landin ein Weltklassemann zwischen den Pfosten, der in der ersten Hälfte wieder einmal ein paar Unhaltbare hielt. So zogen die Kieler bis zur 17. Minute bis auf drei Tore davon (10:7).

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Als der SC DHfK in der 24. Minute nach einem Foul von Marino Maric und dem folgenden Reklamieren von Sime Ivic in doppelter Unterzahl spielen musste und zudem einen Siebenmeter gegen sich erhielt, schien die erste Hälfte für die Leipziger gelaufen. Doch der eingewechselte Kristian Saeveraas hielt den Strafwurf und die Hausherren zu fünft wacker dagegen. Kurz vor der Pause wäre sogar der Ausgleich drin gewesen, aber Maciej Gebala ließ sich beim letzten Angriff zu viel Zeit und so ging es mit einem 13:14 in die Halbzeit.

Zur zweiten Hälfte kam Neu-Kapitän Lukas Binder in die Partie und zeigte beim 16:17 und der folgenden Rettungstat gleich seine ganze Klasse (35.). Beim Stand von 17:20 nahm DHfK-Coach André Haber seine zweite Auszeit, durch einige ungewohnten Abstimmungsprobleme im Kieler Angriff blieben seine Jungs trotz eigener Abschlussschwächen danach noch im Spiel.

„Die erste Halbzeit war gut“

Allerdings zahlte sich in der Folge das Herausnehmen des Schlussmanns in Unterzahl bei den Leipzigern nicht aus, Kiel traf zweimal ins leere Tor und erhöhte auf 23:18 (42.). Insgesamt kassierten die Gastgeber zu viele Zeitstrafen, dazu hatte Marko Mamic einen seiner schwächeren Tage. Das 26:19 fütr Kiel in der 50. Minute durch Sven Ehrig war dann schon eine Vorentscheidung.

In der Schlussphase zogen die Norddeutschen immer weiter davon. Mamic-Ersatz Oskar Sunnefeldt bäumte sich noch auf und kam am Ende als bester Leipziger Werfer (zusammen mit Maciej Gebala) auf vier Tore. Letztlich waren die Grün-Weißen aber gegen den Rekordmeister chancenlos. Sunnefeldt sagte bei Sky: „Die erste Halbzeit war gut, in der zweiten Hälfte hatten wir große Probleme mit der offensiven THW-Deckung. Nun müssen wir im Video genau schauen, was wir besser machen können.“ Nächste Woche Donnerstag folgt das nächste extrem schwere Spiel bei den Rhein-Neckar Löwen.

Marino Maric sagte nach seinem ersten DHfK-Heimspiel: „Es war eine Mega-Stimmung heute und hat wirklich Spaß gemacht, vor der vollen Halle zu spielen. In der ersten Halbzeit waren wir da und haben ein gutes Spiel gemacht, in der zweiten Halbzeit kamen leider ein paar technische Fehler dazu. Am Ende macht Kiel plus vier, plus fünf - da war es dann schon fast vorbei für uns. Wir hatten keine Kraft mehr, um zurückzukommen. Über für unsere Fans kann ich nur Gutes sagen und hoffe, das bleibt auch so. Die fünfzehn Minuten für mich heute waren schon das Maximum. Dass wir die ersten beiden Spiele verloren haben, ist nicht optimal. Aber das entscheidet nicht die ganze Saison. Wir müssen das akzeptieren und nach vorn schauen.“

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Die Statistik der Gastgeber

DHfK-Tore: Sunnefeldt 4, Gebala 4, Maric 3, Binder 3, Kristjansson 3, Wiesmach 2, Witzke 2, Ivic 1. Siebenmeter: Leipzig 0, Kiel 5/4. Strafminuten: 8:4.

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