Motorsport

35.000 feiern Jubiläum des Sachsenring – Altenburger sind mit dabei

Roland Liewald vom Classic Team Altenburg kommt von seinem Lauf zurück ins Fahrerlager. Motorsport zum Anfassen boten die Sachsenring Classic auf dem Weltmeisterschaftskurs in Westsachsen.

Roland Liewald vom Classic Team Altenburg kommt von seinem Lauf zurück ins Fahrerlager. Motorsport zum Anfassen boten die Sachsenring Classic auf dem Weltmeisterschaftskurs in Westsachsen.

Sachsenring/Hohenstein-Ernstthal. Die ADAC Sachsenring Classic – eine dreitägige Motorsportveranstaltung für historische Rennmotorräder, Seitenwagengespanne und Automobile – feierte nach dreijähriger Pause ein überaus erfolgreiches Comeback, das sich auch Aktive wie Fans der zwei-, drei- und vierrädrigen Zunft der ostthüringer Region nicht entgehen ließen. Die mittlerweile sechste Auflage zog gut 35 000 Fans an die legendäre Rennstrecke bei Hohenstein-Ernstthal, die zudem auf ihr 95-jähriges Bestehen zurückblickt.

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Unter den 650 Starterinnen und Startern waren nicht nur Rennfahrerlegenden der internationalen Szene der 50er- bis 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts in den Teilnehmerlisten zu finden, sondern auch Ehemalige, die der Rennsportszene der ehemaligen DDR den gewissen Stempel aufdrückten. Einmal mit den Ex-Meistern bei Präsentationsläufen – umjubelt von Zuschauern – gemeinsam um den 3,7 Kilometer langen Sachsenringkurs zu fahren ist „Gänsehautfeeling“ pur, wie man von durchweg allen Akteure erfahren konnte.

Die Zeit ist nicht stehengeblieben. Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Rennfahrer aller Couleur von einst hängten den Helm für immer an den berühmten Nagel, nicht wenige wiederum betreiben ihre Lieblingssportart weiter im historischen Bereich, bei nationalen und international ausgeschriebenen Klassikveranstaltungen. Gehegt und gepflegt wird die Technik von Enthusiasten in unzähligen Stunden ihrer Freizeit, um auch den jetzigen und folgenden Generationen die Entwicklung der Motorsporttechnik nahe zu bringen. „Der große Vorteil der Sachsenring Classic ist ja auch der, dass man hautnah an Aktive wie Technik herankommt, diese bestaunen kann, wie auch in Gesprächen viel Interessantes erfährt“, meint der Altenburger Bernd Schilling. „Das ist bei allen Classics generell so, wie auch in Zschorlau kürzlich oder in Zschopau, dem Harzring, Riesa-Weida, Köthen und mehr“, meint Roland Liewald vom Motorrad Classic Racing Team Altenburg.

Legende dabei

Liewald nahm bereits 2019 die Gelegenheit wahr, auf dem Sachsenring schnelle Runden zu fahren. Diesmal drehte der auch im ADMV Classic Cup erfolgreiche Liewald mit einer Malanca RS 125, Baujahr 1972, seine Runden. Auch in der aktuellen Saison punktete bislang das Team bei den Gleichmäßigkeitsläufen, wie zuletzt auf dem Harzring. Helmut Pröhl (Yamaha RD 250/Kl. 3.1) wurde Dritter, Wolfgang Kilschautzki (Malanca RE/Bj.1978) Zweiter und Roland Liewald (Klasse 2.2) wurde Klassenbester. Die Punkte von Harald Kunze (Motobi Zanzani/Kl. 2.1/Bj.1961) hinzugerechnet ergibt eine Zwischenbilanz in der Mannschaftswertung ganz vorn.

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Eine Legende im Motorradrennsport in der hiesigen Region schlechthin – und am Sachsenring ebenfalls dabei – ist zweifellos der Name Zöllner aus Göllnitz, Altenburger Land. Dieter Zöllner, zu DDR-Zeiten selbst aktiv und erfolgreich in der so genannten „Schnapsglasklasse“ mit 50 Kubikzentimeter Hubraum, sollte die Eigenbaurennmaschine auf Kreidlerbasis, Baujahr 1974, keineswegs in der Versenkung verschwinden.

Das vor Jahren formierte Team Zöllner Klassik Racing brachte die stets mit der Startnummer 15 und in gelb-grüner Lackierung weithin erkennbare Maschine auf den technisch neuesten Stand und wurde von Jörg Rühling (Dobitschen/Altenburger Land) sogar auf Platz fünf der Europameisterschaft pilotiert. Kürzlich beim Klassik Grand Prix auf dem Schleizer Dreieck, VFV-Meisterschaft für Gleichmäßigkeitsläufe, stand Rühling ganz oben auf dem Treppchen. Mit einer Yamaha Replika, Baujahr 1990, nahm Rühling mit dem Lauf „Motorsport Erinnerungen 90er“ zudem eine weitere Startmöglichkeit auf dem Sachsenring wahr. Die Zöllner-Truppe war 2019 auf dem Sachsenring ebenfalls schon präsent und wird am 17. und 18. September auch beim 59. Internationalen Frohburger Dreieckrennen an den Start gehen.

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