Regionalliga Nordost

4:2 gegen Herthas U23! BSG Chemie Leipzig ist zurück in der Spur

Chemie Leipzigs Denis Jäpel (Mitte) erzielte beim 4:2-Erfolg seines Teams gegen die U23 von Hertha BSC zwei Treffer.

Chemie Leipzigs Denis Jäpel (Mitte) erzielte beim 4:2-Erfolg seines Teams gegen die U23 von Hertha BSC zwei Treffer.

Leipzig. Nach der schmerzlichen Derbyniederlage am vergangenen Sonntag ist Chemie Leipzig wieder in der Erfolgsspur. Gegen die Zweite von Hertha BSC setzte sich die BSG nach einer lange Zeit zähen Partie 4:2 (1:1) durch. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ging Berlin früh durch Mustafa Abdullatif in Führung, Denis Jäpel glich wenige Minuten später aus. Im zweiten Durchgang krönte sich Jäpel zum Doppelpacker, bevor der eingewechselte Florian Kirstein auf 3:1 stellte. Berlin verkürzte noch einmal per Foulelfmeter, doch der eingewechselte Manuel Wajer machte in der 89. Minute alles klar.

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Emotional wurde es kurz vor Spielbeginn. Mit einer Choreographie gedachte der BSG-Anhang seiner verstorbenen Legende Dieter „Schere“ Scherbarth: Sein Konterfei auf einem Transparent, dazu hunderte grün-weiße Schals. Der uralte Hit „Oh mein Schere, schieß doch ein“ schallte minutenlang durch den Alfred-Kunze-Sportpark.

Coach Jagatic fehlt – Sobottka spring ein

Auf der Leutzscher Bank kam sechs Tage nach dem 0:3 im Derby beim 1. FC Lok Bewegung rein: Cheftrainer Miro Jagatic fiel nach einem kleinen operativen Eingriff aus, ihn vertrat Christian Sobottka. Für Alexander Bury reichte es nach überstandener Grippe erneut nicht für den Kader, von der Tribüne unterstütze er sein Team. Auch Janik Mäder fiel krank aus, für ihn rückte Timo Mauer in die Startelf.

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Die komplett in Rot auflaufenden Berliner tauchten gleich zu Beginn mehrfach gefährlich vor Benjamin Bellots Tor auf. Nach neun Minuten setzte sich Mustafa Abdullatif auf der linken Seite robust durch, zog in den Strafraum und traf ins lange Eck. Die Proteste der Chemie-Kicker wegen eines mutmaßlichen Foulspiels waren vergebens. Doch Chemie brauchte nicht lange, um den Schock aus den Beinen zu schütteln. Drei Minuten später nahm Denis Jäpel eine Hereingabe von Mauer mit der Brust im Berliner Sechzehner an, und vollstreckte ebenfalls ins lange Eck zum Ausgleich.

Es entwickelte sich ein Hin und Her, aus dem Benjamin Bellot fast als Unglückrabe hervorging. Der Leipziger Keeper legte sich den Ball zurecht und ließ sich zu viel Zeit, seinen Abschlag blockte Derry Lionel. Der Ball trudelte durch den BSG-Strafraum, doch zum Glück für die Gastgeber traf Nader El-Jindaoui am Fünfmeterraum nicht richtig und scheiterte bei seiner hundertprozentigen Chance am linken Pfosten.

Jäpel immer wieder mit gefährlichen Aktionen

Nach 20 Minuten ebbte die Angriffslust beider Teams etwas ab. Chemie tat sich wie oft in dieser Saison schwer beim Erspielen weiterer aussichtreicher Chancen. Auf dem tiefen Leutzscher Grün überwogen Abspielfehler. Plötzlich hatte Jäpel aber doch den Führungstreffer auf dem Fuß: Links spritzte erneut Mauer bis zur Grundlinie und hatte das Auge für seinen Mitspieler, der am Elfmeterpunkt lauerte. In höchster Not blockte Florian Haxha zur Ecke.

Co-Trainer Sobottka verzichtete in der Pause auf personelle Veränderungen. Nachdem Manassé Eshele kurz nach Wiederanpfiff nach Mauer-Flanke am höchsten stieg, aber zu wenig Druck hinter den Ball brachte, übernahm Hertha die Regie. Chemie stand tief und die technisch beschlagenen Berliner ließen im Mittelfeld den Ball durch die Reihen kreisen. Sobottka reagierte, brachte mit Kirstein und Kanther für Mauer und Eshele frische Beine für die Offensive.

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Nach Hereingabe machte sich der größte Leipziger ganz klein. Innenverteidiger Philipp Harant kam artistisch zum Kopfball, der jedoch knapp rechts vorbeiflog. Wenig später dann die Leipziger Führung: Florian Brügmann brachte den Ball hinter die Berliner Kette, Jäpel machte sich ganz lang und schnürte seinen Doppelpack. Plötzlich offenbarte die Hertha-Defensive Lücken. Kirstein wurde steil geschickt, er hatte viel Wiese vor sich, ließ Gäste-Torwart Leon Cuk ausstiegen und netzte zum 3:1 ein.

Wajer macht den Deckel drauf

Doch Berlin machte es nochmal spannend. Maza Ibrahim ging gegen Brügmann zu Boden, Schiedsrichter Tobias Hagemann zeigte auf den Punkt. Den Strafstoß verwandelte Scherhant (81.), ehe Wajer die 3616 Zuschauer erlöste.

Die nächste Chance auf drei Punkte haben die Grün-Weißen in genau einer Woche. Am 29. Oktober (13 Uhr) treten sie bei Viktoria Berlin an – dann sicher wieder mit Alexander Bury, der zuletzt schmerzlich vermisst wurde.

Chemie: Bellot – B. Keßler, Harant, Wendt – Brügmann (85. Müller), Horschig, Mast, Surek – Mauer (65. Kanther), Eshele (65. Kirstein), Jäpel (83. Wajer)

Von Leon Heyde

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