Internationaler Blindenfußballcup

Adarve Madrid zaubert: Europäische Spitzenteams zu Gast bei Lok Leipzig

Beim Internationalen Sächsischen Blindenfußballcup traf das Team von Lok Leipzig (blau-gelb) in der Sporthalle am Rabet auf Konkurrenz aus fünf Nationen.

Beim Internationalen Sächsischen Blindenfußballcup traf das Team von Lok Leipzig (blau-gelb) in der Sporthalle am Rabet auf Konkurrenz aus fünf Nationen.

Leipzig. Wenn Kicker aus Belgien, Spanien oder Österreich in den vergangenen Jahren zu Gast in der Messestadt waren, dann handelte es sich meist um die Champions League und packende Duelle in der Red-Bull-Arena. Doch nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause kehrte an diesem Wochenende der Internationale Sächsische Blindenfußballcup zurück in die Sporthalle am Rabet und damit die europäische Konkurrenz zurück zum 1. FC Lok Leipzig. Unter Organisation der Porbstheidaer trafen sieben Blindenfußballmannschaften aus fünf Nationen am Samstag und Sonntag aufeinander – bereits zur neunten Auflage. Kurzfazit: Die favorisierten Gäste aus Madrid holten verdient den Titel, für die Leipziger steht ein Neuaufbau an.

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Lok ohne Chance

Gespielt wird auf einem von Banden umgebenen Handballfeld. Alle Spieler bekommen beim Blindenfußball die Augen abgeklebt, sodass die individuelle Sehstärke der einzelnen Spieler keine Rolle spielt. Der Spielball beinhaltet eine Rassel, damit er von allen Spielern verortbar ist. Lediglich der Torwart hat keine verpflichtende Seheinschränkung, kann also sein Team von hinten anleiten. Hinter dem Tor des Gegners steht zudem eine weitere Person, die die Spieler dirigiert. Gespielt wird 25 Minuten inklusive einer einminütigen Timeout-Option je Team.

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Für die Gastgeber des 1. FC Lok gab es am Wochenende nichts zu gewinnen. Von den sieben teilnehmenden Mannschaften wurde das Team von Trainer Frank Kayser letzter und blieb ohne Torerfolg in den bestrittenen Partien. Die Gründe hierfür waren vielseitig. So spielten die Blau-Gelben gegen starke Teams, denen jeweils mehrere Auswechselspieler zur Verfügung standen. Bei den Leipzigern, die ohnehin nur durch ihre Zusammenarbeit mit dem Bundesligisten SG Fortuna Düsseldorf eine Mannschaft stellen konnten, saß nur ein Akteur auf der Ersatzbank.

Adolfo Rodriguez wird bester Spieler

Als sich in der letzten Partie gegen Wien auch noch zwei Spieler der Leipziger in kürzester Zeit verletzten, spielten die Gastgeber gut 15 Minuten mit drei statt vier Feldspielern und kassierten in dieser Zeit das letztlich entscheidende 0:1.

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Bereits seit Anfang der Pandemie bestehe ein Abgang von Spielern, der nicht durch Neuzugänge kompensiert werden konnte, verweist Trainer Kayser auf die schwierige personelle Situation. Ziel bleibe es „mittelfristig ein eigenes Ligateam aufzubauen”. Der gelernte Fußballlehrer leitet seit nun sieben Jahren die Blindenfußballstaffel von Lok Leipzig.

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Der spanische Meister Adarve Madrid gewann das Turnier und stellte mit Adolfo Rodriguez den besten Spieler und Toptorschützen (14 Treffer) des Turniers. Auf dem zweiten Platz stand der Gewinner der französischen Staffel Nord Cécifoot Anderlecht, welche aufgrund fehlender Mannschaften in Belgien in Frankreich mitspielt. Cécifoot Charleroi, ebenfalls aus Belgien, belegte den dritten Rang. Platz vier erspielte sich der ANVR Bucuresti aus der rumänischen Hauptstadt. Das Bundesligaaufgebot der Hertha BSC aus Berlin holte Platz fünf. Der VSC ASVÖ Wien beendete das Turnier auf Tabellenplatz sechs.

Von Jonathan Rossbach

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