Regionalliga Nordost

Bange machen gilt nicht: Chemie Leipzig will ersten Sieg in Luckenwalde

Chemie-Coach Miroslav Jagatic arbeitet mit seinen Jungs an der Feinjustierung.

Chemie-Coach Miroslav Jagatic arbeitet mit seinen Jungs an der Feinjustierung.

Leipzig. Angstgegner oder Mutmacher? So betitelt die BSG Chemie ihren Vorbericht auf der Homepage. Zwei Spiele, null Punkte – und jetzt geht's nach Luckenwalde. Dort sah Chemie noch nie besonders gut aus, zweimal setzte es deftige Niederlagen. Das soll am Freitag (Anpfiff 19 Uhr) im Werner-Seelenbinder-Stadion anders werden. Denn trotz der null Punkte gab es schon viele gute Ansätze bei der Chemie-Elf.

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Die Feinmotorik muss nachjustiert werden, da waren sich alle einig bei den Leutzschern. Nach vorn sah schon ganz gut aus, was die Offensiven zustandebrachten, vor allem in Babelsberg. Gegen eine Spitzenmannschaft wie Altglienicke bekommt man nicht viele Gelegenheiten, auch das war klar. Wenn die Stabilität in der Defensive verbessert werden kann, steigen die Chancen für Punktgewinne an – diese Binse muss man nicht eigens herausholen.

„Es ist ja nichts passiert“

Für dieses Unterfangen steht der defensive Sechser im BSG-Mittelfeld, Tarik Reinhard, leider noch nicht zur Verfügung. Nach Außenbandanriss im Knie befindet sich der im vergangenen Jahr gesetzte Stammspieler derzeit noch im Aufbautraining. Seit dem Hannover-Testspiel, in dem er sich die Verletzung zuzog, geht es langsam wieder bergauf. Zumindest wieder im Mannschaftstraining ist der schnelle Stürmer Florian Kirstein. Er litt an einem Knochenmarksödem am Patellasehnenansatz, was wohl der Belastung zuzuschreiben war.

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Obwohl Chemie keinen Mangel an schnellen Offensivspielern hat, täte eine weitere Alternative gut. Doch was Denis Jäpel, Timo Mauer, Janik Mäder und Manassé Eshele bisher leisteten, kann sich sehen lassen. Auch die spielstarken Lucas Surek, Denis Mast, Florian Brügmann und Alex Bury sorgen für starke Offensivaktionen. Es ist die Kunst der Trainer, das Gebilde auszutarieren, die Waage zu finden zwischen Sturm und Verteidigung.

Fakt ist: Chemie ist wesentlich variabler geworden. Umzuschalten auf Offensive, wenn es nottut, funktioniert jetzt besser als noch vor einem Jahr. An den Feinheiten wird derzeit gearbeitet. „Es ist ja nichts passiert, wir bleiben ganz ruhig“, sagt der neue Abwehrchef Philipp Harant. „Wir wissen, was wir können, und haben ne coole Truppe“, weiß Denis Mast.

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In Luckenwalde soll sich das schon auszahlen. In der jüngeren Vergangenheit sahen die Grün-Weißen dort nicht gut aus, einmal unterlagen sie 0:5, zuletzt in einem wilden Spiel mit den Zwischenständen 0:4 und 3:4 am Ende noch mit 3:5. Man ist gewarnt und wird die Defensive erst einmal stärken. Ob es sich positiv auswirkt, dass die Gastgeber auf drei Säulen ihres Teams verzichten müssen, wird sich zeigen. Torwart-Veteran André Thoms (40) hat sich verletzt, ebenso wie Offensivmotor und Führungsspieler Daniel Becker. Innenverteidiger Stefan Rankic sah gegen Cottbus Gelb-Rot und fällt deshalb aus. Luckenwalde startete mit einem 1:1 gegen Erfurt (in letzter Minute kassierte man den Ausgleich) und einem 0:3 gegen Cottbus. Beide Teams wollen also mit Macht den ersten Sieg.

Angstgegner oder Mutmacher - das Flutlichtspiel in Luckenwalde wird es zeigen.

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