Handball

Bei Amazonen gefordert: HSG-Frauen zum Spitzenspiel in Leipzig

Die Döbelnerin Judith Claassen kommt hier im Heimspiel gegen die SG Klotzsche zum Torwurf. Ihr gelangen beim 32:24-Sieg zwei Treffer.

Die Döbelnerin Judith Claassen kommt hier im Heimspiel gegen die SG Klotzsche zum Torwurf. Ihr gelangen beim 32:24-Sieg zwei Treffer.

Leipzig/Döbeln. Das Spitzenspiel in der Handball-Sachsenliga der Frauen steigt am Samstag in der Halle der Sportoberschule Leipzig. Um 15.30 Uhr erwarten die AAC Amazonen die HSG Neudorf/Döbeln. Die Partie findet gleich unter mehreren besonderen Vorzeichen statt. HSG-Trainer Marco Horschig, der im Sommer in Döbeln die Nachfolge von Daniel Reddiger antrat, führte die Amazonen in der Saison 2021/22 als Chefcoach zum Meistertitel in der Verbandsliga West und damit auch in die Sachsenliga.

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Nach den ersten Saisonspielen ist der AAC mit 6:2 Punkten Tabellenzweiter direkt vor den Döbelnerinnen (5:1 Pkt.), die noch ein Nachholspiel zu absolvieren haben. Und auch die Anreise in die Oberschul-Halle könnte beschwerlich werden, wie Marco Horschig aus eigener Erfahrung weiß. „Am Samstag hat RB Leipzig um 18.30 Uhr ein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga. Da werden schon ein paar Stunden vor dem Anpfiff einige Straßen rund ums Stadion gesperrt“, erzählt der HSG-Coach.

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Und die Handballhalle liegt nur wenige hundert Meter entfernt von der Red Bull Arena. Horschig: „Für die Amazonen ist das kein Problem. Die kommen alle mit dem Fahrrad. Aber wir reisen mit mehreren PKW nach Leipzig.“ Bleibt also zu hoffen, dass das HSG-Team gut durchkommt in der Messestadt.

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Und wie sieht es mit der Taktik gegen das ehemalige Horschig-Team aus? „Sicher habe ich mir da was zurechtgelegt“, erzählt der Döbelner Coach. „Die Amazonen sind eine gut ausgebildete Truppe und die Mannschaft ist nach dem Aufstieg wohl auch zusammengeblieben.“

„ Schritt nach vorne gemacht“

Gefährlichste AAC-Spielerin ist aktuell Kreisläuferin Sabrina Sellaoui, die mit 25 Treffern Platz sechs der Sachsenliga-Torjägerinnenliste belegt und in der letzten Verbandsliga-Saison – gemeinsam mit Janina Luicks vom Leipziger SV Südwest – mit 55 Toren in acht Spielen die erfolgreichste Werferin war. „Sie ist sehr schnell, klein, wendig und wiegt nur um die 45 Kilogramm“, weiß Horschig. „Und sie hat schon in der 2. Bundesliga für Magdeburg gespielt.“

Auf Sellaoui muss die HSG-Abwehr also besonders aufpassen am Samstag. „Da haben wir auf jeden Fall schon einen großen Schritt nach vorne gemacht“, berichtet der Döbelner Trainer. „Nur im Angriff fehlt es noch etwas an Kreativität. Manchmal wird einfach die freie Mitspielerin nicht gesehen. Das ist ein längerer Prozess, aber ich denke, im Januar oder Februar sind wir auch hier soweit, dass alles gut klappt.“

Immerhin hat Neudorf/Döbeln in den bisherigen drei Spielen einen Durchschnitt von 27,3 Toren erreicht. Die Amazonen sind mit 28,5 Treffern nur wenig besser. „Ich fahre auf jeden Fall nicht nach Leipzig, um die Punkte da zu lassen“, sagt Horschig, dem am Samstag auch ein großer Kader zur Verfügung steht. „Die zweite Halbzeit im Heimspiel gegen Klotzsche war echt gut. Wenn wir unsere Leistung bringen, dann ist auch in Leipzig alles möglich. Schließlich fängt jedes Spiel bei null an.“

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Männer spielen am Sonntag

Das Ziel von Horschig und seinem Team ist am Saisonende „mindestens Platz fünf“, wie der Coach erklärt, der auch im Sachsenpokal möglichst weit kommen möchte. Am besten bis ins Endspiel, denn das wird traditionell in der heimischen Stadtsporthalle ausgetragen. Hier muss die HSG in der ersten Pokalrunde am 29. Oktober um 16 Uhr bei der SG Klotzsche antreten, die ja erst am 2. Oktober in Döbeln mit 32:24 versenkt wurde.

Die Döbelner Männermannschaft ist erst am Sonntag ab 14 Uhr gefordert. Dann erwartet die Reserve vom SV Plauen-Oberlosa das HSG-Team von Trainer Stefan Preuß. Aktuell belegen seine Männer mit 4:4 Punkten den siebenten Tabellenplatz, während Plauen-Oberlosa mit 3:5 Zählern Neunter ist.

Die Gastgeber sind in der letzten Saison als Vorletzter und mit 3:19 Punkten aus der Sachsenliga abgestiegen und sicher nicht zu unterschätzen. Aber Döbeln reist nach dem 29:28-Auswärtssieg bei Rotation Weißenborn am letzten Samstag mit Rückenwind in die Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.

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