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Fußball

Berühmte Spione beim „Klassenkampf“ des FC Eilenburg gegen Hertha BSC II

Der Einsatz des so wichtigen Anton Rücker (l.) ist fraglich.

Der Einsatz des so wichtigen Anton Rücker (l.) ist fraglich.

Eilenburg.Die erste Regionalliga-Saison des FC Eilenburg geht am Sonntag (13 Uhr) zu Ende. Zum Abschluss kommt mit Hertha BSC II eine der besten Rückrunden-Mannschaften der Liga. „Das ist eine junge dynamische Truppe. Die Jungs haben das Nachwuchsleistungszentrum der Hertha durchlaufen und wollen den Sprung zu den Profis schaffen. Die meisten spielen nur zwei, drei Jahre in diesem Team“, weiß Eilenburgs Trainer Nico Knaubel.

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Beobachter Timo Röttger und Olaf Marschall

Da ist es fast schon logisch, dass der Motor zu Beginn stotterte, in den letzten Monaten drehten die Berliner aber auf und dribbelten sich auf so manchen Zettel eines Scouts. Morgen werden die Berliner Jünglinge unter anderem von Timo Röttger (Hallescher FC) und Olaf Marschall ins Visier genommen. Der gebürtige Torgauer kommt als Chefscout des 1. FC Kaiserslautern ins Ilburg-Stadion und freut sich auf den Besuch in seiner alten Heimat. „Ich komme vorrangig wegen den Hertha-Spielern, aber wenn sich ein Eilenburger empfiehlt, warum nicht“, lachte der 56-Jährige, der einst als kleiner Nachwuchskicker mit Torgau noch auf dem alten Eilenburger Platz am Chemiewerk spielte und es zum Torjäger von Lok Leipzig, Dynamo Dresden und dem 1. FC Kaiserslautern schaffte. Seit 1994 ist er beim FCK, der in der Relegation um den Zweitliga-Aufstieg ausgerechnet auf Dynamo Dresden trifft. Doch das nur als Randnotiz.

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Während es für den FCK auf den Sprung auf die große Zweitliga-Bildfläche gehen soll, kämpft Eilenburg um ein weiteres Jahr in der vierten Liga. Die Jungs von Knaubel und Kapitän Andi Naumann haben nach vielen Problemen im ersten Drittel, das ohne Sieg und mit nur vier Punkten abgeschlossen wurde, mit viel Herzblut, Leidenschaft und Können eine bemerkenswerte Aufholjagd gestartet und sich bis auf den 16. Platz gekämpft. Im Ilburg- Stadion war der FCE zwischenzeitlich sieben Monate ungeschlagen. „Wir haben den klassischen „Feierabendfußball“ mit dem geringsten Etat aller Regionalligisten dank einer verschworenen Truppe so perfektioniert, dass wir ein Jahr lang zu den besten 25 Teams des Fußball-Ostens gehörten“, sagte Präsident Steffen Tänzer im Vorfeld. Seit letzter Woche steht fest, dass der rettende 15. Platz nicht mehr drin ist, aber auch der 16. Platz könnte reichen.

Lockerheit gefragt

Was Feierabend-Fußball bedeutet, wurde in der finalen Woche klar. Cheftrainer Knaubel weilt seit Donnerstag mit der sächsischen U16-Auswahl zum Länderpokal in Duisburg. Ob er am Sonntag überhaupt dabei sein kann, entscheidet sich kurzfristig. Andernfalls schwingen Sebastian Heidel und Marcus Urban wieder das Zepter. Das Wichtigste, so Knaubel, sei, die Lockerheit zu behalten.

Locker bleiben muss der Coach auch in Sachen Aufstellung. Defensiv gibt es doch einige Fragezeichen. Der Einsatz von Anton Rücker (nach Corona-Erkrankung zurück im Training) und Raimison dos Santos (Lauftraining nach Oberschenkelverzerrung) entscheidet sich kurzfristig. Tzonatan Moutsa fehlte nach der zehnten Gelben Karte gesperrt. „Zumindest haben wir in der Offensive alle Mann dabei“, flachste Knaubel, der vor allem einem Spieler noch einmal eine große Bühne bescheren möchte.

Eilenburgs Eigengewächs Christoph Bartlog hatte sich früh in der Saison das Kreuzband gerissen, ackerte hart für sein Ziel, zumindest noch einige Minuten auf dem Rasen stehen zu können. Im Training ist er zurück, natürlich noch nicht der Alte. Im besten aller Fälle führt Eilenburg morgen nach 80 Minuten 3:0 und Bartlog feiert vor hunderten Fans – die kostenlos ins Stadion dürfen – sein Comeback. Nicht nur der 30-jährige Bartlog wäre glücklich, aber er wäre wohl der Glücklichste von allen.

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Von Susan Stephan

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