E-Paper
Fußball

Blau-Weiß Wermsdorf stürzt den Spitzenreiter der Nordsachsenliga

Der Wermsdorfer Tim Kuhl (links) trennt Tobias Weber unsanft vom Ball. Mit dem 5:1-Heimsieg über Dahlen stürzten die Blau-Weißen den Nordsachsenliga-Spitzenreiter und sind selbst wieder Tabellenerster.

Der Wermsdorfer Tim Kuhl (links) trennt Tobias Weber unsanft vom Ball. Mit dem 5:1-Heimsieg über Dahlen stürzten die Blau-Weißen den Nordsachsenliga-Spitzenreiter und sind selbst wieder Tabellenerster.

Wermsdorf. Gerade erst hatte der FSV Wacker Dahlen den Wermsdorfern die Tabellenspitze der Fußball-Nordsachsenliga abgenommen, da war der Platz an der Sonne auch schon wieder weg. Am Samstag verlor Dahlen vor beachtlichen 420 Zuschauern sein Auswärtsspiel bei den Hubertusburgern klar mit 1:5 (1:3). Wermsdorf ist nun mit 61 Zählern wieder punktgleich, hat aber das deutlich bessere Torverhältnis (+68 zu +49).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Dahlener Trainer Thomas Patommel war mit dem Spiel seiner Männer gar nicht zufrieden.

Der Dahlener Trainer Thomas Patommel war mit dem Spiel seiner Männer gar nicht zufrieden.

„Das war für uns ein sehr gebrauchter Tag“, befand Wacker-Cheftrainer Thomas Patommel nach der klaren Niederlage. „Meine ganze Mannschaft hat versagt, kein Selbstvertrauen und keinen Mut gehabt. Wermsdorf hat sich den Sieg verdient.“ Das Szenario war ähnlich wie im Hinspiel, als Dahlen Ende November im Heidestadion vor 429 Fans mit 2:6 (2:2) unterging.

„Damals sind unsere individuellen Fehler bestraft worden“, sagte Patommel schon vor dem Samstagspiel. Dabei zeigte Wacker-Keeper Anton Erdmann schon in der Anfangsphase des aktuellen Spieltags eine Glanzparade, als er einen Schuss der Wermsdorfer noch am rechten Winkel seines Tores vorbei lenkte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Dahlener Torwart Anton Erdmann kassierte trotz guter Paraden fünf Gegentore.

Der Dahlener Torwart Anton Erdmann kassierte trotz guter Paraden fünf Gegentore.

Doch Wermsdorf blieb am Drücker und Blau-Weiß-Kapitän Justus Keller brachte die Hausherren nach 21 Minuten dann doch mit 1:0 in Führung. Nur wenig später unterlief Tony Müller ein Eigentor zum 2:0 für die Gastgeber (31.). Und mit dem 3:0 durch Louis Hoffmann nur vier Minuten später war die Partie schon fast gelaufen.

„Versäumt, Tore zu machen“

„Unsere Mannschaft hat eine ganz starke Leistung abgeliefert“, befand André Kamm, der Pressechef der Wermsdorfer, nach dem überzeugenden Auftritt der Schützlinge von Dierk Kupfer. Der Chefcoach der Blau-Weißen hatte seine Kicker trotz einiger Ausfälle bestens auf diese Partie vorbereitet. Von Beginn an stand Dahlen unter Druck und fand in der ersten Halbzeit nie zu seinem Spiel.

Der Wermsdorfer Torschütze und Kapitän Justus Keller (links, 1:0/21. Minute) freut sich mit Max Thomas (Nr. 22) über seinen Treffer. Dahinter läuft Tim Kuhl und ganz links Demba Mbye, der kurz vor Schluss noch einen Foulelfmeter zum 5:1 verwandelte.

Der Wermsdorfer Torschütze und Kapitän Justus Keller (links, 1:0/21. Minute) freut sich mit Max Thomas (Nr. 22) über seinen Treffer. Dahinter läuft Tim Kuhl und ganz links Demba Mbye, der kurz vor Schluss noch einen Foulelfmeter zum 5:1 verwandelte.

Tony Müller konnte zwar noch vor der Halbzeitpause seinen Fehler wieder gutmachen, als er einen Handelfmeter zum 1:3 im Tor von Blau-Weiß-Keeper Robyn Staude unterbrachte (39.) – doch das war bis zum Schlusspfiff dann auch der einzige Treffer der Dahlener. Patommel: „Wir hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit auch mal die Kontrolle über das Spiel, haben es aber versäumt, Tore zu machen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Eine völlig unnötige Aktion“

Erst in der 78. Minute konnten die zahlreichen Fans der Hubertusburger den vierten Treffer ihrer Mannschaft bejubeln, als Timo Radeck Keeper Erdmann überwinden konnte. Nur 120 Sekunden später war das Spiel endgültig gelaufen, als Demba Mbye einen Foulelfmeter im Dahlener Tor unterbrachte.

„Eine völlig unnötige Aktion“, ärgerte sich der Wacker-Trainer, der seine Männer nun bis Mittwoch wieder auf Siegkurs bringen muss. Dann steht um 19 Uhr das Nachholspiel beim SV Naundorf auf dem Programm – und erneut winkt die Tabellenspitze.

Ebenfalls am Samstag besiegte der FV Bad Düben das Schlusslicht Spröda mit 3:2 (2:0), während die unter chronischem Spielermangel leidenden Rackwitzer zum Heimspiel gegen den SV Süptitz gar nicht erst antraten.

LVZ

Mehr aus Sport in Sachsen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken