Fußball-Regionalliga

BSG Chemie Leipzig empfängt TeBe Berlin: „So dermaßen Bock“

Alexander Bury ist motiviert: Das Heimspiel gegen TeBe Berlin kann kommen.

Alexander Bury ist motiviert: Das Heimspiel gegen TeBe Berlin kann kommen.

Leipzig. Vorfreude, schönste Freude: Am Sonnabend um 13 Uhr empfängt die BSG Chemie die Veilchen aus der Hauptstadt. Mit Tennis Borussia Berlin kommt nicht nur ein traditionsreicher, sondern auch ein angeschlagener Gegner in den Alfred-Kunze-Sportpark. Erst ein einziger Sieg gelang TeBe in elf Spielen, und das bei einer Torausbeute von 9:36. Damit sind die Gäste mit Abstand die "Schießbude" der Liga.

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Der erste und einzige Sieg liegt drei Wochen zurück, und er gelang gegen ein Team, das noch schlechter in die Saison gestartet ist: Germania Halberstadt. Beim 4:3 führten die Berliner bereits mit 4:1, ehe die Halberstädter noch gefährlich herankamen. Nichtsdestotrotz: Jeder Gegner ist gefährlich in dieser Regionalliga Nordost. „Jeder kann jeden schlagen“, sagt auch Alex Bury in der neuen Folge des Podcasts „LeutzschErleben“. Gefahr, dass man den Gegner unterschätze, sieht der Mittelfeldspieler nicht, im Gegenteil: „Da sind wir gefestigt, da hebt niemand ab, nur weil wir jetzt ein paar Mal gewonnen haben“.

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Für Chemie fühlt es sich „sensationell gut“ an, auf Tabellenplatz sechs zu stehen. Zwischen all den Arrivierten, die man da – außer vielleicht Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt auf Rang drei – erwarten durfte. Von denen man einige bereits schlagen konnte, von denen man aber auch gegen einige verlor. Es ist also das eingetreten, was Trainer Miro Jagatic vor der Saison prognostiziert hatte: Chemie befindet sich in einem Übergangsjahr. Allerdings: In was für einem!

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Momentum soll anhalten

Fans und Umfeld sind schwer begeistert, die Mannschaft hat einen Lauf, das neue 5-2-3-System trägt Früchte. In der Mannschaft sind genau die Spielertypen vorhanden, die man für das System benötigt. Die Abwehr steht nach anfänglichen Wacklern jetzt stabil (16 Gegentore, im Vorjahr 11), die Außenspieler Florian Brügmann und Lucas Surek sorgen für viel Druck nach vorn, Dennis Mast und Alex Bury schalten und walten im Mittelfeld, und vorn verfügt Chemie über sehr viel Tempo. Ob Florian Kirstein, Janik Mäder, Timo Mauer oder Denis Jäpel – sie alle sind schnell und torgefährlich. Zielspieler ist Manassé Eshelle, der seine Wucht im Zentrum einbringt.

Hinzu kommt der „Lauf“, wie der Fußballer sagt. Sogar von der Niederlage im Ortsderby ließen sich die Leutzscher nicht irritieren und siegten danach einfach weiter. Sieben Siege in acht Spielen sprechen für sich. Das Momentum soll nun natürlich anhalten und möglichst lange ausgebaut werden – auch wenn die Aufgaben nicht leichter werden. Denn eine Woche nach TeBe geht es zum starken Aufsteiger nach Greifswald, danach kommt der wiedererstarkende BFC Dynamo. Spannende Partien, in denen alles möglich scheint.

Eine weitere Verstärkung scheint auf einem guten Weg, bald in die Mannschaft springen zu können. Neuzugang Mateo Andacic von den Offenbacher Kickers, der sich nach nur einem Spiel am Knöchel verletzte, geht es besser. Er mischt im Training mit und ist gut drauf. Schlechter sieht es für Tarik Reinhard aus, der nicht trainieren kann und bei dem ein Einsatz in diesem Kalenderjahr mehr als unwahrscheinlich ist. Schade für den Mann, der im letzten Jahr im defensiven Mittelfeld eine Bank war. Aber in der Rückrunde wird jeder Mann gebraucht. Jetzt freuen sich die Grün-Weißen aber erst mal auf Tennis Borussia. „Ich habe so dermaßen Bock auf das Spiel“, sagt Alex Bury. Man glaubt es gern, bei dem Lauf, den Chemie gerade hat.

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