Fußball

Bunge-Doppelpack: FC Eilenburg schießt sich für Erzgebirge Aue warm

Stürmer Tim Bunge (r.) sorgte mit seinen Treffern für den nächsten Eilenburger Erfolg.

Stürmer Tim Bunge (r.) sorgte mit seinen Treffern für den nächsten Eilenburger Erfolg.

Eilenburg. Die Erfolgsserie des FC Eilenburg setzt sich fort. Die Schützlinge von Sascha Prüfer gewannen das wichtige Heimspiel gegen An der Fahner Höhe vor den heißen Wochen gegen den FC Grimma (nächste Woche Samstag) und dem Pokalkracher gegen Erzgebirge Aue (Sonntag, 25.9., 16 Uhr im Ilburg-Stadion). „Das war wichtig für die Köpfe“, freute sich Prüfer. Wichtig vor allen für einen Kopf: Tim Bunge. Der zuletzt glücklose Stürmer brach den Fluch und erzielte beim 2:0-Sieg beide Eilenburger Tore.

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Schwierige Starts ist man mittlerweile vom FC Eilenburg in dieser Saison gewöhnt, einen derart felsigen wie am Samstag gegen die Elf von An der Fahner Höhe hatte das Team von Sascha Prüfer noch nicht. Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen, die in der Defensive mit Zweikampfstärke punkteten und vorn mit dribbelstarken Technikern. Eilenburg kam selten bis nie – neudeutsch in die Box – sonst Strafraum. Die Gäste hatten deutlich mehr Ballbesitz, gefährlich vor dem Tor von Andi Naumann wurde es aber nur einmal.

Eilenburg wirkte fahrig und fand keine Lösungen. Für diese ist normalerweise Noah Baumann mitverantwortlich. Doch weil die etatmäßigen Außen Philipp Sauer (Hochzeitsreise) und Patrick Aguilar (verletzt) ausfielen, durfte/musste Baumann auf diese Position rutschen. Als „Notlösung“ wollte Trainer Prüfer die Baumann-Position nicht sehen. Der 20-Jährige spielte seinerzeit beim FC Erzgebirge Aue immer als Philipp Lahm auf der defensiven Außenbahn. Seine Stärken kann er im zentralen Mittelfeld aber deutlich besser auf den Platz bringen. So wurschelten sich Benjamin Luis und Bunge lange glücklos durch das Zentrum, blieben hängen und suchten Verzweiflungsabschlüsse.

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Erst schmeichelhaft, dann ungefährdet

Der erste schnelle und erfolgreiche Angriff leitete dann die schmeichelhafte Führung ein. Lennert Möbius, der auf der linken Seite fast vergessen wurde, zündete den Turbo, passte scharf nach innen. Die Gäste klärten mit Mühe zur Ecke. Diese brachte die Führung. Tim Bunge warf sich entschlossen in den Ball und köpfte aus Nahdistanz ein (40.). Es war der helle Moment, der dem FCE die Führung bescherte – und das zu einem perfekten Zeitpunkt. Genau in diese Kategorie gehört auch Tor Nummer zwei. Kurz nach Wiederanpfiff setzte sich Luis energisch durch, passte scharf nach innen, wo Bunge zum 2:0 (54.) abstaubte.

Fortan hatte Eilenburg das Geschehen unter Kontrolle und Chancen für weitere Tore. Besonders bitter: Der Kopfball von Innenverteidiger Adrian Jarosch pfiff knapp über das Tor. „Es wäre die Krönung für ihn gewesen. Adrian war der beste Mann im Spiel“, lobte Prüfer seinen baumlangen Innenverteidiger, an dem kein Vorbeikommen war. So hatten die Gäste noch ein, zwei Aktionen nach vorn, spätestens nach einem Platzverweis gegen die Thüringer zehn Minuten vor dem Ende war der Sieg aber in trockenen Tüchern. Eilenburg bleibt damit auch nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen.

FCE: Naumann, Vogel, Majetschak, Jarosch, Baumann, Kim, Möbius (67. Pa. Sauer), Luis, Schlicht, Fiedler (81. Borck), Bunge (81. Bartlog)

Info zum Pokalkracher-Wochenende in Eilenburg: Fans des sächsischen Fußballs sollten sich den 24. und 25. September dick im Kalender notieren. Dann schlägt die mitteldeutsche Crème de la Crème und Tradition in Eilenburg auf. Am Samstag (16 Uhr) empfängt Frisch Auf Wurzen in der 3. Pokalrunde Dynamo Dresden im Ilburg-Stadion. Genau 24 Stunde später versucht der FC Eilenburg dem Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue ein Bein zu stellen. Zwei Top-Klubs an einem Wochenende in Eilenburg – gab es in der Vergangenheit noch nie, stellt den Verein vor viel Organisationsaufwand, beschert allen Fans und Freunden des runden Leders aber die Chance, Profifußballer vor der Haustür erleben zu dürfen.

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