Fußball – Regionalliga Nordost

BSG Chemie gegen Erfurt am Mittwoch: Flutlichtpremiere beim Traditionsduell

Beim 1:0-Sieg im Oktober gegen Carl Zeiss Jena brannte noch das alte Interims-Flutlicht. Gelingt am Mittwoch im neuen Licht der nächste Heimsieg gegen ein Thüringer Spitzenteam?

Beim 1:0-Sieg im Oktober gegen Carl Zeiss Jena brannte noch das alte Interims-Flutlicht. Gelingt am Mittwoch im neuen Licht der nächste Heimsieg gegen ein Thüringer Spitzenteam?

Leipzig. Fast ausverkauftes Haus, Flutlichtpremiere, Spitzenspiel zweier Traditionsvereine: Endlich wieder Fußball in Leutzsch! Am Mittwoch (19 Uhr) wird’s spannend im Alfred-Kunze-Sportpark, wenn der Tabennensechste BSG Chemie Leipzig (27 Punkte aus 14 Spielen) den Tabellenzweiten FC Rot-Weiß Erfurt (29 Punkte aus 15 Spielen) zum Nachholspiel erwartet.

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„Wir wollen, dass es endlich losgeht“, sagt Trainer Miro Jagatic. Alle Planungen waren auf das vergangene Wochenende ausgerichtet, die ungewöhnlich kurze Vorbereitungszeit zielte auf das Match bei Energie Cottbus, doch der Wintereinbruch samt Schneefall vereitelte den Plan, das Spiel fiel zum zweiten Male aus. Aber am Mittwoch soll alles klappen. Platzbegehungen und pausenlose Überwachung des Spielfeldes sowie der Ränge ergaben, dass keine Gefahr für Spieler und Fans droht. Der Schnee ist getaut, der Rasen ist tief, aber bespielbar. „Wir sind gerüstet, sind heiß“, meint der Coach. „Wir hatten gedacht, dass die Pause kürzer wird und waren nun in der Warteschleife.“ Trotz einiger Grippefälle ist das Team fast komplett, alle Spieler fiebern auf ihren Einsatz hin.

Gespannt darf man sein, wer am Ende aufläuft. Waren zuletzt in der Innenverteidigung beispielsweise Philipp Harant, Ben Keßler und Paul Horschig gesetzt, drängt nun Mateo Andacic nach. Der ehemalige Offenbacher hat die Vorbereitung voll durchgezogen und gezeigt, was in ihm steckt. Er könnte aber auch als Sechser eingesetzt werden. Im Angriff fehlt noch bis Anfang März „Reisekader“ Florian Kirstein, der noch in Neuseeland und Australien unterwegs ist. In Frage kommen hier Janik Mäder, Denis Jäpel und Manassé Eshele. Aber auch der junge Maximilian Jagatic zeigte im Training, was er so draufhat.

Höchste Trainer-Lizenz winkt: Mit welchen Größen sitzt Jagatic auf der Schulbank?

Wie auch immer: Dem Favoriten aus der Blumenstadt, der bisher eine sensationelle Saison als Aufsteiger hinlegt, soll Paroli geboten werden. Chemie spielte eine nicht minder beachtenswerte Halbserie, die ja noch immer nicht beendet ist und theoretisch noch als Tabellenführer enden könnte. So weit hinaus aber schaut in Leutzsch keiner. „Wir bleiben auf dem Teppich. Wir wissen, was wir können, wollen die Großen ärgern und uns weiter entwickeln“, sagt Miro Jagatic.

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Dabei geht er mit gutem Beispiel voran. Gemeinsam mit Leonhard Haas (RB Salzburg), Oliver Kirch (Hamburger SV), Eugen Polanski (Borussia Mönchengladbach), Stefan Reisinger (TSV 1860 München) und Moritz Volz (Galatasaray Istanbul) drücket er aktuell die Schulbank bei der 69. Pro-Lizenz-Ausbildung für die höchste Trainer-Lizenz im deutschen Fußball. Es ist der erste Jahrgang, der die Infrastruktur des DFB-Campus in Frankfurt am Main von Kursbeginn an für die Arbeit in kleinen Gruppen nutzt. Jagatic wird dabei in den nächsten Monaten in unregelmäßigen Abständen den Weg nach Frankfurt suchen, um dort wichtige Lehrstunden abzuleisten. Dabei wird die Arbeit mit der Regionalliga-Mannschaft nicht sonderlich in Mitleidenschaft gezogen. So müssen die Präsenztage – auf Grund der Doppelbelastung beinahe aller Kursteilnehmer – nur aller paar Wochen abgeleistet werden.

Miro Jagatic: „Ich bin stolz, in diesem strengen Auswahlverfahren diese Möglichkeit zu bekommen und mit vielen ehrgeizigen Trainerkollegen verschiedene Ideen zu diskutieren und Inspirationen aus dem Profibereich mitzunehmen. Diese Ausbildung für die Pro-Lizenz beim DFB wird mich persönlich, aber vor allem auch unser Team und den Nachwuchs im Verein weiterentwickeln. Der gesamte Verein wächst in vielen Formen und das ist mein Anteil daran, den Verein weiterzubringen.“

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Zunächst aber steht Erfurt vor der Tür. Die Rot-Weißen haben mit 36 erzielten Treffern den zweibesten Sturm der Liga (BSG Chemie 26 Tore) und kassierten nur 13 Gegentreffer (ebenfalls zweitbester Wert, Chemie schluckte 19 Gegentore). Auf die gefährliche Offensive müssen die Grün-Weißen besonders aufpassen. Mit Kay Seidemann (8), Artur Mergel (8) und Romario Hajrulla (6) verfügen die Gäste über kreuzgefährliche Angreifer.

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Erstmals werden auch die neuen Flutlichter eingeschaltet. Der Abtransport des provisorischen Lichtes ist abgeschlossen, nun werden die rund 500.000 Euro teuren und durch jahrelanges Engagement finanzierten Masten zum ersten Mal ihren Dienst tun. „Da sind wir schon unheimlich stolz, dass wir das geschafft haben“, freut sich Vorstandsvorsitzender Frank Kühne. „Das war absolut keine Selbstverständlichkeit, dass vor allem maßgeblich unsere Fans sich engagierten und den Bau des Flutlichtes ermöglichten“. Restkarten gibt es an den Abendkassen, der Gästeblock ist mit 700 Fans gut gefüllt.

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