Fußball-Regionalliga

Chemie Leipzig startet Vorbereitung – Jagatic hält nichts von Quälerei

Trainingsauftakt der BSG Chemie am Dienstag, von links: Christian Sobottka (Co-Trainer), Maximilian Jagatic, Till Jagodzik, Philipp Harant, Manassé Eshele, Janik Mäder, Stefan Karau (Co-Trainer) und Coach Miroslav Jagatic.

Trainingsauftakt der BSG Chemie am Dienstag, von links: Christian Sobottka (Co-Trainer), Maximilian Jagatic, Till Jagodzik, Philipp Harant, Manassé Eshele, Janik Mäder, Stefan Karau (Co-Trainer) und Coach Miroslav Jagatic.

Leipzig. Zehn Tage am Meer haben Miroslav Jagatic nach eigener Aussage gereicht, um abzuschalten und Kraft für die neue Regionalliga-Saison zu tanken. "Wir waren wie immer mit der Familie in Kroatien. Auch dort war ich abrufbereit, denn die letzten wichtigen Transfers waren ja noch nicht in trockenen Tüchern." Dieses Thema habe der Trainer der BSG Chemie Leipzig bei seinem "Quadriga"-Kollegen Uwe Thomas in guten Händen gewusst, der mit viel Überzeugungskraft den Wechsel von Philipp Harant (1. FC Magdeburg) und Manassé Eshele (Union Fürstenwalde) perfekt machte.

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Die beiden Top-Zugänge waren am Dienstag (17 Uhr) bestens gelaunt beim Fototermin zum Trainingsstart im Alfred-Kunze-Sportpark dabei. Jagatic zeigte sich erleichtert: „Wir standen schon lange mit beiden im Kontakt. Aber wir sind kein Verein, der mit einem Koffer voller Geld um sich wirft. Daher galt es dranzubleiben.“

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Fast sieben Wochen Zeit haben Jagatic und sein Team nun bis zum Punktspielstart am ersten August-Wochenende. Das klingt viel, doch der Coach bekräftigt: „Wir haben einen sauberen Fahrplan, die Belastung Schritt für Schritt zu steigern. Das ist wesentlich besser, als von null auf hundert Prozent zu schalten und in fünf Wochen fit werden zu müssen. Uns nützen keine Hauruck-Aktionen, bei denen die Muskeln übersäuern und sich die Jungs verletzen.“ Zudem seien Mannschaft und Staff bei Chemie gern zusammen. Schon am Donnerstag geht es ins Trainingslager in die Oberpfalz samt erstem Test gegen den 1. FC Nürnberg II. Jagatic unterstreicht, dass die Vorbereitung nicht zur Quälerei ausarten soll. „Von dem Begriff halte ich nichts. Das Training kann zwar mal schmerzhaft sein, aber das ist individuell immer unterschiedlich.“

„Es ist schön, dass er wieder zu Hause ist“

Beim Auftakt waren auch zwei A-Jugendliche der BSG dabei: Zum einen der von der SG Olympia stammende Till Jagodzik (18) – das 2,02 Meter große Torwarttalent hat gerade sein Abi in der Tasche und plant ein Studium. Und Maximilian Jagatic, dessen Standbein neben der fußballerischen Ausbildung eine Bürokaufmann-Ausbildung ist. Seinen Vater spricht der 17-Jährige auf dem Rasen mit „Trainer“ an – und dies rutsche ihm manchmal auch daheim raus. „Dann haben wir etwas zu schmunzeln“, sagt Miro Jagatic, der seinen Filius nicht als Trainersohn sieht, sondern als Talent, das aufgrund seiner Leistung und seines Ehrgeizes zu Recht mit dem Regionalliga-Team trainiert. Es gebe genügend Beispiele, dass die Konstellation als Vater und Trainer häufig funktioniere.

„Leider hat sich Maximilian in der vergangenen U19-Saison das Knie verdreht. Wir hatten schon das Schlimmste befürchtet. Doch alles ist gut, er hat sich Zeit gelassen bei der Reha und sich um die Ausbildung gekümmert“, so der 45-Jährige. Vier Jahre lang war der älteste Sohn von der Familie getrennt, als er bei Energie Cottbus trainierte. „Es ist schön, dass er wieder zu Hause ist“, sagt der Vater.

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