Handball-Oberliga

Concordia Delitzsch fährt Kantersieg ein – Emotionaler Höhepunkt abseits des Parketts

Benedikt Schmidt (Mitte, Archiv) verwandelte drei Strafwürfe und erzielte insgesamt neun Tore für sein Team.

Benedikt Schmidt (Mitte, Archiv) verwandelte drei Strafwürfe und erzielte insgesamt neun Tore für sein Team.

Delitzsch. Jan Jungandreas winkte vor wenigen Tagen noch ab. Nein, die im Spiel gegen das Schlusslicht der Mitteldeutschen Handball-Oberliga ZHC Grubenlampe gezeigte mangelhafte Chancenverwertung am vergangenen Spieltag wolle er nicht thematisieren, sagte der Coach des Handball-Oberligisten NHV Concordia Delitzsch vor der Partie gegen den HBV Jena. Seine Strategie ging auf. Die Nordsachsen fegten am Samstag den Gast aus Thüringen mit 35:24 (15:12) aus der Mehrzweckhalle und weisen nunmehr 14:6 Punkte auf, halten also Kontakt zur Tabellenspitze.

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Thüringern fehlt am Ende auch die Kraft

„Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir unsere Tormöglichkeiten zu nahezu hundert Prozent verwertet“, freute sich der Delitzscher Trainer. Und fügte hin zu: Wenn sein Team eine derart starke Angriffsleistung zeige und gewohnt souverän in der Defensive agiere, „dann sind wir kaum zu schlagen“. Gäste-Trainer Sergio Ruiz Casanova sprach angesichts der höchsten Saisonniederlage seines Vereins von einem „verdienten Sieg des NHV“, der eine „gestandene und eingespielte Mannschaft“ habe.

Luke Stricker, mit neun Treffer erfolgreichster Schütze der Thüringer, führte den doppelten Punktverlust auf ein schlechtes Ausnutzen der Chancen zurück. Zudem „hat am Ende die Kraft gefehlt“ – kein Wunder, da mehrere Stammspieler verletzt oder erkrankt waren und somit nicht dabei sein konnten.

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Delitzscher spenden für Jenaer Torhüter

Zufriedenheit herrschte dagegen auf Seiten der Concorden. „Unsere Abwehr stand solide, die Torhüter haben gut gehalten“, kommentierte Benedikt Schmidt. Der Rechtsaußen war nie zu stoppen, verwandelte alle drei Strafwürfe und erzielte neun Tore. „In der zweiten Halbzeit haben wir konzentriert gespielt“, meinte Georg Eulitz, „da haben wir uns belohnt.“ Der Routinier wurde erst später eingewechselt und brachte im weiten Abschnitt sechs Würfe im gegnerischen Tor unter.

Delitzsch sei der bislang beste Gegner des HBV gewesen, lobte Casanova. Mit leeren Händen kehrte der HBV-Trainer gleichwohl nicht zurück. Er nahm den Inhalt einer Spendenbox mit nach Hause. Diese hatten die Delitzscher für Rafal Grzybowski aufgestellt.

Der Jenaer Torhüter hatte sich in der Vorbereitung verletzt, die Netzhaut des linken Auges löste sich, die erste Operation schlug fehl. Damit die Familie des Keepers finanziell einigermaßen über die Runden kommt, wird Geld gesammelt. Exakt 424,70 Euro kamen zusammen. „Wir wissen nicht, ob er wieder spielen kann“, sagte Casanova. Die Hilfe der Concorden sei „eine tolle Sache“.

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