Newsletter „Direktabnahme“

Das war die Woche mit RB Leipzig: Ereignisloser Deadline Day voraus

Ein herzliches Hallo aus der Sportredaktion,

am kommenden Dienstag ist es wieder soweit: Deadline Day. Dann, um genau 18 Uhr, schließt das Wintertransferfenster. Wie (an)gespannt haben wir in den vergangenen Jahren an diesem Tag im Büro gesessen, im Minutentakt die RB-Homepage, den Twitter-Feed und diverse Webseiten aktualisiert, nebenbei die Deadline-Day-Dauerbeschallung via Sky verfolgt, immer wieder bei den zuständigen Reportern nachgefragt: „Tut sich da noch was? Wann? Wer? Wie schreibt der sich? Sollen wir schonmal was vorbereiten?“ All das wird in der kommenden Woche nicht nötig sein. Für mich und meine Kollegen wird es (nach jetzigem Stand) der entspannteste letzte Tag einer Transferphase seit Jahren. Denn von RB ist in diesem Jahr schlicht nichts zu erwarten. Mehrfach haben die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen und Monaten betont, es gebe aktuell keinen Handlungsbedarf. Die Serie von 15 Pflichtspielen ohne Niederlage in Folge untermauert diese Feststellung auf ihre ganz eigene Weise. Also kein Nägelknabbern am 31. Januar 2023. Fast ein bisschen schade. Immerhin: Auf das Winter- folgt das Sommertransferfenster. Die nächste Chance kommt also nicht nur bestimmt, sondern sicher.

Bis dahin vergehen noch ein paar Monate. Genug Gelegenheit also, sich auf sportlich Wesentliches zu konzentrieren. In Englischen Wochen wie der laufenden kommt man nicht nur als Profifußballer ohnehin zu wenig anderem. Nach dem Abpfiff ist vor dem Anpfiff. Vergangenheitsbewältigung ist da nur begrenzt drin. Glück für RB und seine Fans: Aktuell gibt es meist wenig zu bewältigen. Weder das 1:1 gegen den FC Bayern (ein Sieg wäre durchaus drin gewesen) noch das 6:1 auf Schalke (hätte ich so nie erwartet) gaben Anlass zu exorbitant ausufernden Rückschauen. Sportlich passt es ganz gut am Cottaweg im Moment, neben dem Rasen ist es ruhig. Und wenn dann doch mal handfestere Gerüchte aufkommen (Marco Reus, Rouven Schröder, Konrad Laimer, Marcel Sabitzer, Amadou Haidara), verleiht genau das den handelnden Personen eine fast schon herzerwärmende Gelassenheit. Ein Gerücht? Ach? Naja, nö. Es gibt (zumindest in diesen Tagen) deutlich schlechtere Jobs als den des Trainers oder Geschäftsführers Sport bei RB. Das sieht man sowohl Marco Rose als auch Max Eberl (dessen glückliches Strahlen bei der Vorab-Schalte auf Schalke trotz aller Nachfragen zu Personalspekulationen nicht abbrach) bei ihren Auftritten deutlich an. Jeder RB-Fan wird beiden (und sich selbst) wünschen, dass das noch ein bisschen so bleibt.

Ich wünsche Euch einen entspannten Rückrundenauftakt und viel Spaß bei der Suche nach einem kleinen Zeitvertreib für den freien Dienstagabend in der kommenden Woche.

Eure Antje Henselin-Rudolph

Leiterin Sport Desk

 

Lese-Empfehlungen:

  • Dass Ella und Drilona zwei spielstarke Fußballerinnen sind und gleichaltrigen männlichen Gegenspielern das Leben auf dem Platz schwer machen, hat sich von Torgau inzwischen bis an den Cottaweg herumgesprochen. Nun erhielt das Duo des SC Hartenfels eine Einladung zum Vorspielen in Leipzig. Thomas Manthey weiß, was daraus geworden ist.
  • Wolfgang Viertler betreute einst viele angehende Weltklasse-Sprinterinnen wie Olympiasiegerin Bärbel Wöckel. Seit Jahren schlägt sein Herz für die RB-Fußballer. An diesem Freitag wird der Leipziger 90 Jahre alt. Zum Text.
  • Während der Partie zwischen Schalke 04 und RB Leipzig ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans beider Lager gekommen. Ein Twitter-Video dokumentiert Schläge mit einer Fahnenstange durch einen RB-Anhänger. Die Polizei ermittelt. Die Hintergründe gibt es hier.
  • Licht aus, Spot an: Die Roten Bullen legen bei FC Schalke 04 eine tolle Darbietung hin – die Analyse zum 6:1-Sieg beim Hinrunden-Abschluss in der Bundesliga. Was war gut und was war weniger gut? Benjamin Post liefert die Analyse.
  • Der Wettstreit unter den Sportartikel-Herstellern läuft: Wer wird künftiger Ausrüster von RB Leipzig? Schmückt Puma bald die Trikots? Entschieden ist noch nichts, doch es geht um sehr viel Geld und einen speziellen Deal mit Nike. Guido Schäfer weiß mehr.
 

Podcast der Woche:

Meigl Hoffmann, tiefgründig-intellektueller Part der Rückfallzieher, erlebt seinen x-ten Frühling, kann neuerdings fließend Englisch, beschreibt sich als „a class of ist own“. Der Klasse-Mann traf Julian Nagelsmann vorm Hit zum Selfie der besonderen Art („Du willst es doch auch, Julian“), sagte das 1:1 der Bayern voraus und wartet stündlich auf die ausgelobte Paketsendung in Form der Nagelsmannschen Trainingsjacke. Damit nicht genug. Er wohnte einer sensationellen Welt-Sensation bei. Meigl in LVZ-Podcast 121 mit tränenerstickter Stimme: „Es werde Licht und es ward Licht.“ Die Rede ist nicht von Guidos Haar, sondern von Meigls samtweichen Worten zur Premiere der fest installierten Flutlicht-Anlage im Kunze-Sportpark. Weitere Themen: Manuel Gräfes juristischer Sieg gegen den DFB in Sachen Schiri-Altersdiskriminierung, das rauschhafte 6:1 der Roten Bullen auf Schalke, die monströse Züge annehmende Serie im Namen des Rose, der freitägliche Rückrundenauftakt gegen die vom schönen Bruno betreuten Stuttgarter und die bajuwarische Krise. Nicht zu vergessen: Guidos zweistündige Audienz bei Uli Hoeneß an der Säbener Straße. Das von seeehr langer und schwieliger Hand geplante Interview mit der lebenden Legende wird alsbald das Licht der Welt erblicken. Hört rein!

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Rund um das Spiel gegen den VfB:

 

Spruch der Woche:

Ich würde mich vielleicht doch nochmal heute Abend melden via Twitter, Instagram oder TikTok, um die Aufstellung für morgen mitzuteilen, damit es einfach wird für euch.

Marco Rose auf der Pressekonferenz am Montag zur Frage, warum er seine Aufstellung wie zuletzt sein Kölner Kollege Steffen Baumgart nicht schon vorher bekannt gibt

Foto der Woche:

Yussuf Poulsen, auf Schalke in der 77. Minute eingewechselt, zieht in dieser Szene ab und trifft zum 6:1 für RB. Es war der erste Bundesliga-Treffer des Dänen seit dem 23. April 2022, als er das Leipziger Tor bei der 1:2-Heimniederlage gegen Union Berlin machte.

Yussuf Poulsen, auf Schalke in der 77. Minute eingewechselt, zieht in dieser Szene ab und trifft zum 6:1 für RB. Es war der erste Bundesliga-Treffer des Dänen seit dem 23. April 2022, als er das Leipziger Tor bei der 1:2-Heimniederlage gegen Union Berlin machte.

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