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Das war die Woche mit RB Leipzig: Zwischen WM-Gedanken und erfolgreichem Testkick

Ein herzliches Hallo aus der Sportredaktion,

die WM läuft. Nach den ersten sechs Tagen in Katar gibt es aus Sicht von RB Leipzig positive Nachrichten aus Katar: Dani Olmo legte mit seinen spanischen Team-Kollegen gegen Costa Rica einen fast schon fabelhaften Auftritt hin. Und: Kein weiterer der Weltmeisterschaft eingesetzten Akteure aus dem Kader des Bundesligisten verletzte sich. Zwar war für Abdou Diallo bei der Auftaktpartie des Senegal bereits nach 61. Minuten Schluss. Doch offensichtlich hatte beim 26-Jährigen nur der Muskel zugemacht. In der Partie gegen Gastgeber Katar am heutigen Nachmittag stand er wieder auf dem Platz.

Just als diese Begegnung angepfiffen wurde, rollte auch der Ball am Cottaweg. Zu Gast: Radomiak Radom. Der Club ist in der Ekstraklasa zu Hause, der höchsten Liga Polens, rangiert dort nach Abschluss der Hinrunde auf Platz zehn. In Leipzig gab es für das von Mariusz Lewandowski trainierte Team allerdings nichts zu bestellen. 6:0 gewann RB die von Schiri Alexander Sather gepfiffene Partie. Dominik Szoboszlai (2), Konrad Laimer sowie die Nachwuchsspieler Ohene Köhl, Simon Schierack und Alexander Gajgier (je 1) trafen (alle Infos zum Spiel hier).

Mohamed Simakan jubelt mit Rückkehrer Konrad Laimer über das 1:0 im Test gegen Radom.

Mohamed Simakan jubelt mit Rückkehrer Konrad Laimer über das 1:0 im Test gegen Radom.

Neue Fahrt nahm unterdessen in dieser Woche die Diskussion zum Verkehrskonzept rund um die Red Bull Arena auf. Während der ADAC die Stadt Leipzig dazu aufgefordert hat, ihre Zusagen auch gegenüber RB Leipzig hinsichtlich der Zur-Verfügung-Stellung von Parkplätzen einzuhalten, wenden sich die Grünen im Stadtrat gegen weitere Abstellmöglichkeiten für Pkw. Mein Kollege Andreas Tappert hat den Meinungsaustausch in dieser Woche verfolgt und eine eigene Position zum Thema. Er sagt: „Wer will, dass das Auto am Stadtrand stehen bleibt, muss exzellente Alternativen anbieten – wie die Olympiastadien in München und Berlin mit ihren vorzüglichen S- und U-Bahn-Anbindungen. Doch davon ist Leipzig – mit Verlaub – noch Galaxien entfernt.“

Apropos in Fahrt kommen: Unsere tapferen Podcastler Guido und Meigl gaben sich in dieser Woche in trauter Zweisamkeit den WM-Knaller Deutschland - Japan. Anlass genug für die Beiden, sich währenddessen auseinanderzusetzen mit der WM-Geschichte im Allgemeinen und im Besonderen, Anekdoten rauszukramen und ja, auch um den Finger in die klaffende Wunde des fehlerbehafteten Spiels der DFB-Kicker zu legen. Bei dem RB-Verteidiger Lukas Klostermann übrigens nicht zum Einsatz kam.

Habt ein entspanntes erstes Adventswochenende!

Eure Antje Henselin-Rudolph

Leiterin Sport Desk

 

Lese-Empfehlungen:

  • „Wieder das tun, was ich liebe“: Bayern, Premier League oder bleibt er doch länger bei den Roten Bullen? RB Leipzigs Konrad Laimer ist zurück auf dem Rasen und hat mit Guido Schäfer nicht nur über seine persönliche Planung, sondern auch über die deutschen WM-Chancen gesprochen. Hier gibt‘s das Interview.
  • „Glück ist Ausprägung von Qualität und harter Arbeit“: Marco Rose schwimmt mit RB Leipzig auf einer Welle des Erfolges. Im Interview zeigt er klare Kante in Sachen RB-Beliebtheit, BVB, Katar, Ronaldo und Rangnick. Alle Aussagen findet Ihr hier.
  • Wohin nur mit den Autos? - Teil I: Der ADAC Sachsen hält das Parkchaos bei Großveranstaltungen rund um die Red Bull Arena, die Quarterback-Immobilien-Arena und den Cottaweg für hausgemacht. Der Automobilclub fordert, dass RB die ursprünglich vorgesehenen Stellplätze erhält. Andreas Tappert hat mehr Infos.
  • Wohin nur mit den Autos? - Teil II: Die Grünen im Leipziger Stadtrat halten daran fest, dass künftig nicht noch mehr Fußballfans im Pkw zur Red Bull Arena fahren. Der individuelle Autoverkehr müsse „bestmöglichst außerhalb des Stadionumfeldes“ gehalten werden. Hier geht es zum Artikel.
  • Wohin nur mit den Autos? - Teil III: Wer glaubt, dass ein Fußballfan aus Hoffenheim nach fünf Stunden Fahrt an Leipzigs Stadtgrenze sein Auto abstellt, sich auf ein Leihfahrrad setzt und bis zum Stadion radelt, ist reichlich naiv. Andeas Tappert kommentiert die aktuelle Verkehrsdiskussion.
 

Podcast der Woche:

Die Podcast-Giganten Meigl und Guido erleben Deutschland gegen Japan in trauter Zweisamkeit. Im China White. Mit grünem Tee, Sommerrollen und Blicken über den Tellerrand der Nummer 25 (Ente süß-sauer, Gemüse, Reis). In der neuen Podcast-Folge halten sie einen Strauß an Themen in ihren schwieligen Subbotnik-Händen, sprechen über Druschba-Trasse, Armleuchter, Armbinden, Erdgas, Entrechtung, Entbierung, Hiebe für Liebe. Und über Fußballer, die gerade Pässe spielen und schrägen Gastgebern heimleuchten sollen. Irgendwann fällt den Rückfallziehern auf, dass der Ball rollt und högschde Hingabe angesagt ist. Die stellt sich beim nah am Wasser gebauten Duo nicht ein. „Die WM hat ihre Unschuld verloren“, weint Meigl in ein grün-weißes Handtuch. Guido erinnert an die letzte WM, die bar jeder Korruption stattfand. Einer WM mit ohne Fifa-Despoten mit ohne Haaren. Ans Championat in Uruguay anno 1930. „Bei der Schiffspassage nach Südamerika hat der französische Torwart 18 Kilo zugenommen. Da standen Sport, Nächstenliebe und Kalorien noch im Vordergrund.“ Danach wurde aus dem Spiel ein Geschäft, wuchs das Anforderungsprofil der Fifa um die Themen Bestechungsgeld und, ja, noch mehr davon. Das Menschliche ging über Bord, eine Ausladung der indischen Nationalmannschaft für die WM 1950 in Brasilien markierte einen Meilenstein vulgo Mühlenstein. Die Inder wollten barfuß kicken. Löste bei Adidas und Puma Schnappatmung aus. Als Meigl und Guido gerade über die 74er WM richten und Jack Whites „Fußball ist unser Leben“ als tödlichen Cocktail aus rheumatischem Wiegeschritt und Meuchelei an Text und Botschaft outen, fällt das japanische 2:1. Podcast 114 taucht tief in die Geschichte des Fußballes ein, spannt den Bogen von Rindskernleder mit Schweinsblase zu Schweinereien ohne Gewissen.

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Foto der Woche:

RB Leipzigs Dani Olmo jubelt auch bei der WM. In der Partie gegen Costa Rica eröffnete der 24-Jährige in der 11. Spielminute den Torreigen für La Furja Roja. Später legte Olmo noch einen Treffer für Alvaro Morata auf. Am Ende feierten die Spanier einen 7:0-Erfolg gegen einen völlig überforderten Gegner. Nun wartet das DFB-Team.

RB Leipzigs Dani Olmo jubelt auch bei der WM. In der Partie gegen Costa Rica eröffnete der 24-Jährige in der 11. Spielminute den Torreigen für La Furja Roja. Später legte Olmo noch einen Treffer für Alvaro Morata auf. Am Ende feierten die Spanier einen 7:0-Erfolg gegen einen völlig überforderten Gegner. Nun wartet das DFB-Team.

 

Und sonst so?

Womit vertreiben sich die RB-Fans die Bundesliga-Winterpause? Offenbar nicht zwingend und ausschließlich mit Fußball. Unter dem Motto „Einmal Leipzig, immer Leipzig“ riefen die Sebastian und Stefan vom OFC Red Campus zu gemeinsamen Besuch des Handball-Bundesliga-Duells zwischen dem SC DHfK Leipzig und der MT Melsungen am Donnerstagabend auf. Der Ruf wurde gehört. Rund 50 Fans bezogen auf der Tribüne hinter dem Tor Stellung, gesellten sich dort zum DHfK-Fanclub „Stehplatzbande“ sowie einigen Spielern der A- und B-Junioren - und machten vor allem in der Schlussviertelstunde der Partie ordentlich Lärm. Das verlieh den Hausherren offensichtlich Flüge. Die Grün-Weißen feierten einen überzeugenden 40:33-Erfolg, und zwar auch aufgrund einer rasanten Schlussphase.

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