Champions League

David Raum über großen Druck bei RB Leipzig: „Preisschild im Nacken“

David Raum muss seit seinem Wechsel zu RB Leipzig mit großem Druck umgehen.

David Raum muss seit seinem Wechsel zu RB Leipzig mit großem Druck umgehen.

Leipzig. Seit dieser Saison steht Nationalspieler David Raum bei Bundesligist RB Leipzig unter Vertrag. Der Ex-Hoffenheimer hat hier erste Minuten in der Champions League gesammelt, bereits einen Trainerwechsel erlebt und muss mit deutlich mehr Leistungsdruck umgehen als zuletzt. Mit dem Streaming-Dienst DAZN sprach er über die ersten Monate am Cottaweg.

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Über seinen Fünfjahresvertrag bei RB Leipzig: "Das hat sich sehr gut und sehr schön angefühlt. Zu einem Top-Klub zu gehen, der um Titel mitspielt, war wie ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Alles drumherum hat gestimmt. In den ersten Wochen hat sich bestätigt, dass dieser Schritt der richtige war."

Seine Kollegen in Leipzig:

„Es ist vergleichbar, wie in eine neue Klasse zu kommen früher. Benjamin Henrichs und Lukas Klostermann kannte ich vorher schon, aber ansonsten überlegt man sich: Wie sind die Leute drauf, wie nehmen die einen auf. Da ist man aufgeregt wie ein Schulkind. Aber im Fußball geht das dann immer ganz schnell. Sobald man auf dem Platz steht und zusammen trainiert, lernt man sich besser kennen.“

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Den RB-Kader: "Meine Erwartungen an die Mannschaft waren leistungstechnisch groß. Wenn man sich den Kader anschaut, ist das klar. Und darüber wird auch oft genug berichtet. ,Einer der besten Kader jemals.' Langsam hört man das schon ein bisschen zu oft."

Den Druck, direkt funktionieren zu müssen: "Bei mir kamen da viele Sachen zusammen. Einerseits habe ich für 26 Millionen Euro den Verein gewechselt und habe ein kleines Preisschild im Nacken hängen. So ist das leider im Fußball, das gehört aber natürlich dazu. Andererseits mache ich mir selber immer sehr viel Druck und erwarte viel von mir. Vom Verein oder den Verantwortlichen kam überhaupt kein Druck."

Kritiker: "Ich bin den Schritt zu RB Leipzig gegangen, auch wenn es viele Kritiker gab, die dachten, sie könnten einen schlaueren Schritt machen an meiner Stelle. Aber ich entscheide über meine Karriere. Diese ganzen Medien, Berichte und Artikel, vor allem, wenn es mal nicht so gut läuft, versucht man zu meiden. Wenn man gut spielt, berichten die Medien gut. Aber die gleichen Medien machen einen auch eine Woche später manchmal genauso fertig, wie sie einen vorher hochgejubelt haben. Deswegen muss man alles immer mit Bedacht sehen."

Fußball im Privatleben:

„In den letzten zweieinhalb Jahren lief es für mich sensationell, es ging nur bergauf. Jetzt der Anfang bei RB Leipzig und die letzten Spiele von mir waren nicht das, was ich von mir erwarte. Privat versuche ich, den Fußball von mir fernzuhalten. Mein ganzes Umfeld weiß: Der private David redet nicht gerne über Fußball. Ich frage meinen Freund auch nicht nach seinem Tag an der Uni oder auf der Arbeit. Der will dann auch mal über was anderes quatschen. Klar wird über dessen Arbeit nicht in den Nachrichten berichtet oder ständig medial angezeigt. Aber neben dem Platz muss man abschalten, es gibt auch ein Leben neben dem Fußball. Das ist unser Job. Das Umfeld ist dann wichtig, um abzuschalten und dir ein gutes Gefühl zu geben, vor allem in Phasen, in denen es nicht so gut läuft.“

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Das Angelino-Zitat, die TSG habe den besseren Deal gemacht: "Es war schwer, drumherum zu kommen. Teamkollegen haben mich drauf angesprochen und aus Hoffenheim wurde es mir geschickt. Ich habe Angelino die ersten paar Tage gesehen, aber nicht lange kennengelernt. Teamkollegen in Leipzig haben mir dann erklärt, dass er ein emotionaler Typ ist, der gerne mal einen Spruch raushaut. Deswegen hatte ich schon im Kopf, dass irgendwann mal was kommen könnte. Bei mir kam es lustig an. Er braucht sich keine Sorgen machen, ich werde nicht zurückschießen oder jammern."

Die Inkonstanz der RB-Saison: "Das ist so eine schlaue Reporter-Frage. Woran hat es gelegen? Wir saßen selbst manchmal in der Kabine, haben uns angeschaut und uns gefragt, wie wir verlieren konnten. Manchmal ist Fußball unerklärlich. Mit Marco Rose kam neuer Schwung rein und vielleicht haben wir jetzt den richtigen Ansatz, indem wir uns noch enger als Team sehen und zusammenwachsen."

Von Dominik Bethke

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