Schwimm-EM in Rom

Der „fliegende Timo Sorgius“ unterbietet Freistil-Schallmauer

Timo Sorgius stellte sich in Rom bei seiner ersten Elite-EM der besonderen Herausforderung des deutschen Staffel-Schlussschwimmers.

Timo Sorgius stellte sich in Rom bei seiner ersten Elite-EM der besonderen Herausforderung des deutschen Staffel-Schlussschwimmers.

Rom/Leipzig. Das Olympia-Schwimmstadion in Rom ist für Timo Sorgius schon fast so etwas wie eine zweite Heimstätte. Vor einem Jahr bestritt der 19-Jährige von der SSG Leipzig im Olympiabecken von 1960 seine ersten internationalen Titelkämpfe und kam mit einer Staffelplakette von den Junioren-Europameisterschaften zurück. Und trotz einer darauffolgenden Seuchen-Saison mit mehreren Corona-Infektionen und heftigen körperlichen Einschränkungen durch Long Covid schaffte der Kraulspezialist dennoch auf Anhieb den Übergang von den Junioren zu den Männern. Ende Juni kam er wieder in Form, holte sich bei den „Finals“ in Berlin den Titel über 200 m Freistil und das Last-Minute-Ticket für die derzeit parallel zu München stattfindenden European Championships im Foro Italico.

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In der italienischen Hauptstadt muss der Youngster die Leipziger Farben allein vertreten, weil die schon im Frühjahr qualifizierten David Thomasberger und Marek Ulrich die fast schon obligatorischen Covid-Infektionen wenige Wochen vor der EM trotz aller Sorgfalt nicht verhindern konnten.

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Kleiner Wermutstropfen für Timo Sorgius: Trotz seiner Qualifikation mit einer speziellen U21-Norm erhielt der aus Konstanz stammende Wahl-Leipziger für die laufende EM-Woche doch keinen Einzelstart vom Deutschen Schwimm-Verband, der nicht alle möglichen Plätze ausgeschöpft hat. Damit konnte er sich (wohl oder übel) voll auf die beiden Staffeln über 4x200 und 4x100 m Freistil konzentrieren. Mit den Plätzen sieben und zehn ist die EM für den Schützling von Frank Embacher damit bereits zu Ende – er ist lediglich noch Ersatzmann für die Lagenstaffel.

Die Form stimmt

Wie wichtig die EM-Erfahrung für einen jungen Athleten ist, zeigt das Beispiel des Leipzigers. „Ich war unheimlich aufgeregt vor meinem ersten Staffeleinsatz – die Nervosität war noch einmal deutlich größer als vor einem Jahr bei der JEM“, gibt er zu. Vor alle aus diesem Grund habe er in der langen Kraulstaffel seine Bestzeit um fast zwei Sekunden verfehlte. Und mit der Last der Aufgabe als Schlussschwimmer muss man mit 19 Jahren auch erst mal klarkommen.

Umso mehr freute er sich über seine 100-Meter-Staffelzeit. Im Einzel war er noch nie unter der 50-Sekunden-Schallmauer geblieben. In Rom schwamm der „fliegende Sorgius“ mit fliegendem Wechsel 49,02 Sekunden – das entspricht hochgerechnet einer Einzelleistung mit „normaler“ Reaktionszeit aufs Startsignal von 49,4 Sekunden. Die Form hat also gestimmt. Und in der kurzen Staffel war er schon viel weniger nervös.

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