Fußball

Derby-Erfolg hat für FSV Krostitz üblen Nachgeschmack: „Ganz bitter“

Justin Morgenstern und der FSV Krostitz sind gegen Schenkenberg obenauf.

Justin Morgenstern und der FSV Krostitz sind gegen Schenkenberg obenauf.

Krostitz. Es war ein herzlich-hartes Derby zwischen dem FSV Krostitz und Concordia Schenkenberg – mit erwartungsgemäßem Ausgang, aber weniger schönen Nebengeräuschen. Landesklasse-Topfavorit und Primus Krostitz siegte 3:1 (2:1), beklagte anschließend weitere Ausfälle.

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„Die nächste Verletzung ist natürlich bitter“, sagte FSV-Trainer Tobias Heede. Und auch der sportliche Aspekt des Nachmittags vermochte ihn nicht zu begeistern. „Wir sind mannschaftlich nicht so gut aufgetreten wie zuletzt. Nach einer von uns guten halben Stunde wurde es ein ziemlich zerfahrenes Spiel. Dann hat uns auch die Kreativität gefehlt.“ Denn noch vor dem Pausenpfiff musste Heede reagieren und Offensiv-Regisseur Nico Geißler vom Platz nehmen. Nach einem Zusammenprall war sein Auge zugeschwollen. Es sollte nicht die einzige Versehrtheit des Tages bleiben.

Ein Hauch von Morgenluft

Zuvor hatte Geißler nach schöner Vorarbeit von Marco Dennhardt für das 1:0 gesorgt (21.). Sekunden später erhöhte Dennhardt nach einem Freistoß von Alexander Marzog auf 2:0 (23.). „Die ersten 25 Minuten waren hoppelig. Nach dem 0:2 hatten wir dann nichts zu verlieren, hätten dann mit ein bisschen Glück auch den Ausgleich schießen können“, erklärte Concordia-Coach Sven Roos und wirkte in seiner Analyse durchaus gespalten. „Wir haben uns gut geschlagen, haben das Beste versucht und sind gegen einen cleveren Gegner gescheitert.“

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Die Gäste überraschten zumindest mit einer Personalie: Paul Schinke, früherer Kapitän von Lok Leipzig, rückte in der Spitze. Das brachte die Krostitzer Defensive aber zunächst nicht aus dem Konzept. Doch als Geißler vom Platz musste, auf der anderen Seite Oliver Werner kam, netzte der urplötzlich zum Anschlusstreffer ein (41.). Schenkenberg witterte zumindest einen Hauch von Morgenluft. Doch die zarten Hoffnungen zerstoben, als Sascha Quasdorf eine Freistoß-Ablage von Danny Müller zum 3:1 verwertete (65.).

Der nächste Ausfall und eine leichte Entwarnung

Unschön: Der Krostitzer Justin Walther bekam einen heftigen Schlag auf den Knöchel und fällt mit einer schweren Prellung etwa drei Wochen aus. Ebenfalls noch ein wenig schonen muss sich Christian Bettfür, der im Spiel gegen Torgau nach einem Zusammenprall auf dem Platz das Bewusstsein verlor. Immerhin wurde er am Donnerstag aus dem Delitzscher Krankenhaus entlassen, braucht wegen seiner schweren Gehirnerschütterung nun noch Ruhe.

Zurück zum Sportlichen: FSV-Verfolger Markkleeberg siegte ebenfalls mit 3:1, tat sich dabei gegen den Bornaer SV einigermaßen schwer. Wohlwollend dürfte man in Krostitz beobachtet haben, dass sich die Verfolger des Verfolgers unentschieden trennten. Tapfer Leipzig und Lipsia Eutritzsch gingen 3:3 auseinander, was die Lücke nach vorn ein ganzes Stückchen anschwellen lässt.

  • FSV Krostitz: Görmann; Luck, Marzog (80. Gruber), Quasdorf, Dennhardt (75. Luis), Geißler (40. Dietrich), Fröhlich, Vetterlein, D. Müller, Thoß (58. Walther), Morgenstern.
  • Concordia Schenkenberg: Gaube; Schönberg, Krohn, Mehner (62. Heerdegen), To. Müller, Schulze (41. Werner), Heinrich, Schinke, Reichel (78. Eschert), Schneemann, Hoffmann.
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