DFB-Pokal

„Es war ein tolles Erlebnis“: Stimmen zu RB Leipzigs 8:0-Erfolg gegen Ottensen

Voller Spielfreude präsentierte sich RB Leipzigs Offensivkünstler Emil Forsberg beim klaren 8:0 gegen Ottensen.

Voller Spielfreude präsentierte sich RB Leipzigs Offensivkünstler Emil Forsberg beim klaren 8:0 gegen Ottensen.

Leipzig. Die Hürde Ottensen war dann doch nicht allzu hoch. RB Leipzig ist dank eines lockeren 8:0-Erfolges (4:0) gegen den FC Teutonia 05 in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Timo Werner (3), André Silva (2), Emil Forsberg, Christopher Nkunku und Dani Olmo sorgten für die Leipziger Tore. Dabei hätten bei ihrer ersten Station der „Mission Titelverteidigung“ noch deutlich mehr Treffer für die Sachsen fallen können. Die Hamburger, deren bester Mann Keeper Yannick Zummack war, hatten dem Druck des Erstligisten nichts entgegenzusetzen.

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Das sind die ersten Reaktionen von Spielern und Trainern:

Liborio Mazzagatti (Sportlicher Leiter, Teutonia Ottensen) in der Halbzeit:

Zum Sportlichen: „Trotz des Ergebnisses genießen wir das hier natürlich. Ich finde, wir haben uns in den ersten 20 Minuten auch ziemlich gut verkauft, aber dann hat RB unsere Fehler bestraft. So kurz nach dem 1:0 das zweite Tor zu kassieren, tut schon weh. Wir haben uns dennoch wieder gefangen, aber vor der Halbzeit dann doch noch weitere Tore kassiert.“

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Zum Rasen-Anschlag in Dessau: „Der fade Beigeschmack ist groß, die letzten Wochen haben keinen Spaß gemacht. Nach den Geschehnissen haben wir uns kurz geschüttelt. Für dumme Menschen und Idioten kann aber keiner etwas. Ich muss mich bei RB Leipzig bedanken, die sehr hilfsbereit waren, sehr lösungsorientiert und uns in jeder Situation unterstützt haben.“

Zur Stadion-Suche in Hamburg bei St. Pauli: „Hilfsbereitschaft sieht anders aus. Wenn ich das sage, was ich denke, würden sie mich nie wieder einladen.“

Yannick Zummack (Teutonia Ottensen): "Es war ein tolles Erlebnis, auch wenn es nicht das war, was wir uns vorgestellt haben. Persönlich bin ich schon etwas enttäuscht: es gibt keinen Torwart, der nach acht Gegentoren zufrieden ist. Trotzdem bin ich einfach allen Beteiligten dankbar, die das hier möglich gemacht haben. Ich konnte mich noch mit ein paar Paraden auszeichnen, das gibt mir Selbstvertrauen für die Liga, auch wenn ich mir noch mehr gewünscht hätte. Es wird jetzt ein bisschen Reggaeton in der Kabine gespielt und wir versuchen, die Köpfe hochzuhalten."

RB Leipzigs Timo Werner wurde zum „Man of the Match“ gewählt.

RB Leipzigs Timo Werner wurde zum „Man of the Match“ gewählt.

Timo Werner (RB Leipzig): Zu 100 Prozent kann man sich nie sicher sein, dass man gewinnt. Das sind uangenehme Spiele, weil man der klare Favorit ist und gewinnen muss. Dann gewinnt man 8:0 und bekommt dafür nicht mal so richtig ein Kompliment, weil es einfach buisnes as usual ist, weil das halt erwartet wird. Das Spiel kam nach dem Wolfsburg-Spiel genau richtig, um uns vor dem Tor das richtige Selbstvertrauen zu geben. Der Max Eberl ist ein großartiger Mensch, der diesen Job hier sicherlich ausfüllen könnte. Er wäre eine Bereicherung für die Bundesliga, egal in welchem Verein. Ob das hier in Leipzig klappt, wo und wie man sich einigen muss, kann ich nicht sagen.

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Emil Forsberg (RB Leipzig): Hier fühlen wir uns wohl, das ist unser Zuhause. Natürlich ist das ein kleiner Vorteil. Ich glaube immer an mich selbst, aber wir haben viele super Spieler. Na klar bin ich unzufrieden, wenn ich nicht spiele, aber wir hatten gute Gespräche. Auf die Frage, ob er noch in diesem Sommer wechseln wird: Wie lange haben wir denn noch? (lacht) Ich fühle mich hier sehr zu Hause, ich bleibe.

Dominik Szoboszlai: Ich finde wir sind richtig gut ins Spiel gegangen und haben auf uns geschaut. Wir unterschätzen keine Mannschaft. 8:0, das zeigt, dass wir bereit sind. Jetzt schauen wir nach vorne, nach Frankfurt. Ich will einfach auf dem Platz sein und der Mannschaft helfen. Ob das jetzt Rechtsaußen, im Mittelfeld oder Stürmer ist: Jeder der auf dem Platz steht muss sich beweisen.

Domenico Tedesco (RB Leipzig): Wir haben es heute sehr gut gemacht. Die Leistung war von Anfang an sehr seriös und top. Wir haben acht Tore geschossen, das ist gut. Für die rechte Seite haben wir mit Dominik Szoboszlai seit heute Abend eine Option mehr. Emil Forsberg und Xaver Schlager haben gut gespielt, wir sind froh, dass wir beide heute spielen gesehen haben. Die Qualitäten beider Spieler sind nicht zu diskutieren. Sanoussy Ba ist ein spannender Spieler, er ist beidfüßig, er kann links wie rechts Flanken, Passen und Spielen. Er freut sich immer bei uns dabei zu sein, wird aber viele Spielminuten in der U 19 haben. Josko Gvardiol vereint vieles, was ein moderner Innenverteidiger braucht. Wir brauchen ihn. Am Samstag spielen wir in Frankfurt, das wird ein extrem schwieriges Spiel.

Ottensens Trainer David Bergner wollte nach Spielschluss trotz der acht Gegentreffer nicht zu hart mit seinem Team ins Gericht gehen.

Ottensens Trainer David Bergner wollte nach Spielschluss trotz der acht Gegentreffer nicht zu hart mit seinem Team ins Gericht gehen.

David Bergner (Teutonia Ottensen): Man hat den Unterschied gesehen, es sind ja nicht nur acht Tore. Die Spielkontrolle, die Passgenauigkeit, die Schärfe, das Tempo – das sind meine Spieler halt nicht gewohnt – wir konnten mit einfachen Mitteln dagegenhalten, die Räume eng machen. Aber wenn es dann zu schnell geht, waren die Räume zu groß und dann kam dieser Doppelschlag und die Partie war entschieden. Wir haben uns trotz des 8:0 ganz gut aus der Affäre gezogen. Die Jungs haben das Spiel genossen, auch wenn es weh tut. Am Ende des Tages sind wir froh, dass wir hier waren und das erleben durften.

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Zur Personalie Timo Werner: Timo Werner ist gegen uns eigentlich Wettbewerbsverzerrung. Die Laufwege, das Tempo – das ist natürlich schwer zu verteidigen.

Zu seiner Ansprache in der Kabine: In der Pause habe ich meinen Jungs gesagt, dass sie erstmal aufs Tor schießen sollen – das hat in der ersten Halbzeit nicht geklappt. Ich hoffe, dass habe sie sich für das Wochenende aufgehoben.

Maik Lukowicz (Teutonia Ottensen): Es ist schwierig, jetzt das alles in Worte zu fassen. Wir wussten, wie schwer das wird, aber mit dem Ergebnis hatten wir auch nocht gerechnet. In so einem Stadion zu spielen, da schlägt das Sportler-Herz höher. Aber es ist sehr schade für die Stadt Dessau, weil sie sich so viel Mühe gegeben haben – und dann machen, und das muss man so sagen, solche Idioten da den Platz kaputt. Dass man sich mit solchen Spielern hier messen darf, ist einfach etwas Besonderes. Davon kann man später vielleicht mal seinen Kindern erzählen.

Von Tilman Kortenhaus / Benjamin Post

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