Handball – Bundesliga

DHfK-Trainer Sigtryggsson: „Wir müssen die Verunsicherung ablegen“

Runar Sigtryggsson hat viel zu tun beim SC DHfK.

Runar Sigtryggsson hat viel zu tun beim SC DHfK.

Leipzig. Am Vormittag nach dem dramatischen 25:24-Erfolg seiner Bundesliga-Mannschaft in Wetzlar und zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Hamm-Westfalen (Sonntag, 18.15 Uhr, Arena) stellte sich der neue DHfK-Trainer Runar Sigtryggsson erstmals den Leipziger Medien. Der 50-Jährige sprach über...

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die dramatische Schlussphase in Wetzlar: "Wir wollten eine Eins-gegen-Eins-Situation, die haben wir bekommen und Matej Klima hat das entscheidende Tor super gemacht. Das Spiel war reine Kopfsache – und der Sieg ein wenig glücklich. Aber Glück brauchen wir momentan auch. Es war ein Kampfspiel mit viel Krampf. Uns fehlte eindeutig die Sicherheit. Wichtig war unsere Torhüterleistung von und dass wir nie aufgegeben haben."

seine ersten Stellschrauben in Wetzlar: "Das waren nicht viele. Meine Spieler kannte ich alle schon, denn die Bundesliga wird auch in Island übertragen. Wir wollten in Wetzlar schneller spielen, das war uns am Anfang nicht gelungen. Wichtig ist, dass Marko Mamic und Simon Ernst die Abwehr zusammengehalten haben."

die Stärken seiner Mannschaft: "Es sind alles gute Handballer, jeder hat was drauf. Jetzt geht es darum, besser zusammen zu finden und unter Druck nicht auseinander zu fallen."

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die Defizite seines Teams: "Das ist vor allem die Unsicherheit. Wenn diese da ist, geht vieles auseinander. Gerade im Positionsangriff muss alles haargenau passen, daran werden wir arbeiten."

die mentale Verfassung seiner Spieler: "Sie wussten nicht, was auf sie zukommt, also waren sie auch mir gegenüber ein wenig unsicher. Das ist momentan auch im Spiel noch zu sehen. Wir brauchen Kreativität, dafür müssen wir die Verunsicherung ablegen."

die nächsten Schritte aus der Krise: "Wir müssen nach dem Sieg in Wetzlar auf dem Boden bleiben und die zwei Punkte am Sonntag veredeln. Wir brauchen mehr Selbstvertrauen und sind hoffentlich jetzt auf dem Weg dahin. Größere Ziele haben wir nicht ausgesprochen, es geht jetzt immer ums nächste Spiel."

das Umfeld bei den DHfK-Handballern: "Mein Sohn hat hier fünf Jahre im Nachwuchs gespielt. Ich bin mit zwei Vereinen gegen Leipzig angetreten, daher kenne ich schon einiges. Dass Physiotherapie, Krafträume und Arbeitsräume für Trainer alle unter einem Dach sind, finde ich sehr professionell und das macht es noch attraktiver, für den SC DHfK zu arbeiten."

den Handball, den er sehen will: "Es ist besser, meine Spielphilosophie an die Mannschaft anzupassen. Zu gewinnen ist zunächst viel wichtiger und macht mehr aus, als schönen Handball zu spielen. Ich würde gern schnell und aggressiv spielen, aber zunächst müssen wir unsere Selbstsicherheit finden."

die Ansprache zwischen den Athleten und dem Coach: "Ich bevorzuge gegenseitig das Du. Wir haben in Island das Sie vor 100 Jahren abgelegt, damit würde ich mich nicht wohlfühlen."

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die zwei Kapitäne Simon Ernst und Lukas Binder: "Das ist ungewöhnlich, aber wir gehen den Weg weiter."

das Spiel an diesem Sonntag: "Alle rechnen mit zwei Punkten gegen Hamm. Aber wir spielen gegen Jungs, die alles reinhauen. Und wenn sie wie gegen Göppingen nah dran sind, dann schlagen sie zu. Wir brauchen also volle Konzentration und Kampfgeist."

seine Woche: "Es war schon sehr stressig. Als ich meinen Namen das erste Mal im Zusammenhang mit Leipzig gelesen hatte, habe ich zu einem Freund gesagt: ,Das glaube ich erst, wenn Karsten Günther mich anruft.' Der Anruf kam letzten Freitag. Es ist schön, dass mein Boss mir die Freigabe gegeben hat. Es ist nun mal die Bundesliga, da wollte ich hin. In Island hatte ich zwei Jobs im Büro und abends beim Handball. Es ist besser, mich auf einen Job zu konzentrieren."

seine Art des Coachens: "Ich bin schon etwas streng, gebe den Spielern aber auch Freiheiten in einem gewissen Rahmen."

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