LVZ-Podcast

„Die Rückfallzieher“: Die Gesalbten machen die Hundert voll!

Guido Schäfer und Meigl Hoffmann

Guido Schäfer und Meigl Hoffmann

Leipzig. Als Meigl Hoffmann und Guido Schäfer vor zwei Jahren breitbeinig und breitschultrig die Podcast-Bütt der LVZ enterten, riefen viele: „Hosianna, wir wurden erhört. Endlich wächst zusammen, was zusammengehört! Meigl und Guido! Geist und Greis! Old Spice und Molecules. Blickdichtes Haar und Resthaar! Das wird der weltweit beste Podcast in der Welt!“ Noch viel mehr sahen die Nummer diametral anders, blickten besorgt aus der Wäsche: „Zwei selbstverliebte Ich-AGs in einer Bütt? Das Teil muss ja Dimensionen einer Fass-Sauna haben. Waren diese Typen je in irgendeinem Zenit eines wie auch immer gearteten Könnens? Spätestens nach vier Folgen ist Sense!“

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An Meigl und Guido prallten Lob und Kritik ab, wie Wasser von einem Pleißen-Schwan, die Gesalbten machten ihr Ding. Ding bedeutet bei den Rückfallziehern: Keine Vorbereitung, kein roter Faden, keine fixierten Elemente, keine vorbereiteten Witze (bis auf ein zwei flache aus Guidos Flachmann), keine semantische Spurensuche nach abkippenden Sechsern und Box-to-Box-Playern. Ding heißt: Anarchie statt Akribie, von der Lunge auf die Zunge, Flachwissen, Versuch und Irrtum, steil und vertikal gegen die Mühen der Ebene und den Kicker-Almanach. Weil nur der tote Fisch mit dem Strom schwimmt oder so. Und so gingen die Wochen und Monate und Jahre ins Land, wuchs die Zahl der Jüngerinnen und Jünger auf über zwölf, wuchs auch die Prominenz der Hörspiel-Giganten.

Meigl und Guido wurden auf offener Straße erkannt. Mütter zerrten ihre Kinder mit spitzem Schrei auf die andere Straßenseite. Hundebesitzer riefen „Fass, Kunibert!“ oder „Fass, Herbert!“. Väter bläuten ihren Buben ein, dass sie „jaaa was Anständiges lernen“ sollen, um „jaa nicht sooo zu enden“. Und die Polizei fragte mittags beim Duo nach Restalkohol. Meigl: „Gebettelt wird nicht.“ Ab und zu riefen Meigl und Guido während der Sendung wirklich bekannte Menschen an, um diesen dann permanent ins Wort zu fallen. Zu den Opfern gehörten Ansgar Brinkmann, René Adler, Jürgen Zielinski. Wo viel Schatten, blinzelte auch immer mal wieder diffuses Licht. Dass Timo Werner ein Leipzig-Comeback biblischen Ausmaßes feiern wird, wussten die Podcastler vor Timo selbst. Dass Konrad Laimers Beinchen in kurzen Lederhosen wie Spazierstöcke aussehen, hat Konrad Laimer von Meigl und Guido erfahren. Konny bleibt ein Roter Bulle, weil er schön bleiben will.

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Auf dem Weg zum 100. Podcast blickten Meigl und Guido einander ständig gedankenversunken an und fragten sich, wie groß die Füllhörner voller Gold und Geschmeide wohl sein werden zum Hundertsten. Nun, es gab weder noch für die Radiogesichter, dafür liebliche Grußbotschaften. Von LVZ-Chefredakteurin Hanna Suppa, Supermann Timo Werner, dem Darmstädter Fußball-Gott Tom Eilers. Und auch von Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk, der die Rückfallzieher mit einer Verlinkung in seinem legendären Newsletter Fever Pit`Ch adelt. Die Leipziger Volkszeitung schließt sich den Glückwünschen selbstverständlich an: Lieber Meigl, lieber Guido, es war nicht alles schlecht.

Präsentiert wird die „100“ der Auserwählten vom ausgewählten Institut „Aesthetica Loft“ von Professor Frank Siemers und seiner Gattin Elena. Ja, Meigl, es gibt sie, schöne und erfolgreiche und erdverbundene und trinkfeste Menschen. Botschaft aus dem Brühl 54: Schmerzlos noch hübscher und schlanker werden.

Kritik, Lob, Anregungen? Bitte Mail an g.schaefer@lvz.de

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