Fußball-Kreispokal

Der FSV Blau-Weiß Wermsdorf feiert dritten Kreispokalsieg in Folge

Das 1:0 für Wermsdorf durch Denny Beckedahl. Sein Freistoß dreht sich um die Mauer ins kurze Eck.

Das 1:0 für Wermsdorf durch Denny Beckedahl. Sein Freistoß dreht sich um die Mauer ins kurze Eck.

Torgau. Am Mittwochabend stand im Hafenstadion Torgau dasselbe Endergebnis im Pokalfinale an der Anzeigetafel wie Ende Juni 2021. Vor über 1000 Zuschauern holte der FSV Blau-Weiß Wermsdorf zum dritten Mal hintereinander den nordsächsischen Kreispokal. Diesmal bezwangen die Hubertusburger den SV Süptitz mit 2:1 – allerdings ohne Verlängerung oder Elfmeterschießen wie in den beiden Jahren zuvor, als Beilrode (2021/2:1 n.V.) und Hartenfels Torgau (2020/5:4 i.E.) an gleicher Stelle bezwungen wurden.

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„Die Letzen sind wohl so gegen 7.30 Uhr von unserer Siegesfeier nach Hause gegangen“, meinte der Wermsdorfer Torschütze Denny Beckedahl, der sein Team schon in der siebten Spielminute in Führung gebracht hatte. Mit einem verwandelten Freistoß aus 25 Metern – wie auch sonst. „Wir wollten unbedingt solche Standardsituationen vermeiden“, erklärte der Süptitzer Trainer Markus Kessel wenige Stunden nach dem Abpfiff. „Wir wussten ja von den Stärken und Schwächen der Wermsdorfer.“

„Wir haben uns einfach noch mal gepuscht“

Und eine Stärke sind bekanntermaßen seit Jahren die Freistöße von Beckedahl, der den Ball um die Süptitzer Mauer herum neben den rechten Innenpfosten ins Tor von SV-Keeper Paul Weber zirkelte. "Wir haben danach bis zur 30. Minute auf das 2:0 gedrückt und sind dann erstmal eingebrochen", bilanzierte Denny Beckedahl nach der Siegesfeier. Was Kessel bestätigte: "Die Spielanteile waren dann gleich und wir hatten einige gute Aktionen, als wir uns nach dem Rückstand wieder aufgerichtet hatten."

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In der Halbzeitpause sammelten sich die Süptitzer dann wieder in der Kabine und kamen mit frischem Mut zurück auf den Platz im Hafenstadion. „Wir haben uns einfach noch mal gepuscht“, erklärte Kessel. Mit Erfolg, denn nach nur fünf Minuten der zweiten Hälfte stand es in Torgau wieder 1:1. Tom Schwarzenberg hatte eine Eingabe von links direkt per Fuß im Wermsdorfer Tor untergebracht, nachdem ein FSV-Abwehrspieler über den Ball geschlagen hatte.

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„Danach waren wir am Drücker“, sagte Kessel, der 18 Jahre nach dem Süptitzer Pokalsieg 2004 auf einen neuerlichen Erfolg seiner Mannschaft hoffte. Bis zur 85. Minute, nachdem die Wermsdorfer weitere Chancen durch den eingewechselten Ben Dechert und Beckedahl nicht nutzen konnten. Dann segelte ein Eckball in den Süptitzer Fünfmeterraum. Pascal Weidner lenkte das Leder per Kopf weiter in Richtung Tor. Dort stand Matti Geissler auf der Linie, kam aber nicht mehr an den Ball heran, der zum 2:1-Siegtreffer für Blau-Weiß einschlug.

Siegesfeier bis zum frühen Morgen

„Ein Eigentor war das auf keinen Fall“, sagte Denny Beckedahl, der die Szene genau verfolgt hatte. „Geissler ist einfach nicht mehr herangekommen.“ Der Süptitzer Coach war trotzdem bedient. „Das war schon sehr ärgerlich. Wir hatten noch die Chance zum Ausgleich, aber es hat nicht mehr geklappt.“ So reisten die Wermsdorfer am späten Mittwochabend beschwingt auf ihren heimischen Platz an der Sachsendorfer Straße, wo der dritte Pokaltriumph hintereinander bis in den frühen Morgen entsprechend gefeiert wurde.

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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Denn der nächste Vergleich der beiden Mannschaften und damit die Chance für eine Süptitzer Revanche lässt nämlich nicht lange auf sich warten. Schon am Sonntag um 15 Uhr erwartet der Nordsachsenliga-Zweite Wermsdorf den Tabellendritten Süptitz zum Punktspiel im Schatten der Hubertusburg.

FSV Blau-Weiß Wermsdorf: Robyn Staude; Kupfer (90. Scharfschwerdt), D. Weidner, Ziegler, Thomas (53. Dechert), Keller, Münch, Hoffmann, P. Weidner, Robby Staude und Beckedahl.

SV Süptitz: Weber; Kunath, Horn, Grieser, Vogel, T. Melichar (57. Smolla), Schwarzenberg (62. A. Melichar), Mühlbach (68. Rzeppa), Werner (88. Gomell), Melzer und Geissler.

Von Christian Kluge

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