Handball

Drei Leipziger U18-Talente kämpfen um einen Platz im EM-Kader

Nils Greilich vom SC DHfK ist im Einsatz bei der Handball-Nationalmannschaft der U18.

Nils Greilich vom SC DHfK ist im Einsatz bei der Handball-Nationalmannschaft der U18.

Leipzig. Am 4. August, beginnt im montenegrinischen Podgorica für Deutschlands U18-Handballer die Europameisterschaft mit den drei Vorrundenbegegnungen gegen die Mannschaften aus Ungarn, Polen und Island. Derzeit bereitet sich das Team bei einem Lehrgang in Offenburg auf das Turnier vor.

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Unter den 19 Spielern, die Bundestrainer Erik Wudtke nominiert hat, befinden sich drei Talente des SC DHfK Leipzig: Nils Greilich, Vinzent Bertl und Matteo Menges, den es zur neuen Saison in den hohen Norden zieht. Der 18-Jährige schließt sich dem THW Kiel an. Die Trainingseindrücke und zwei Länderspiele gegen die starken Franzosen werden im Wesentlichen zu Wudtkes Entscheidung beitragen, welche 16 Spieler auf dem Balkan das deutsche Trikot überstreifen dürfen.

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Die Motivation ist bei allen groß, schließlich ist die U18-EM das erste richtig große internationale Turnier im Nachwuchshandball. Es bleibt spannend, wie stark der SC DHfK bei der EM vertreten sein wird. Einen Freibrief hat niemand. Wudtke hielt sich bis zum Meldeschluss alle Optionen offen und traf erst spät eine finale Entscheidung. „Wir haben keine überragenden Einzelspieler, sondern leben vom Kollektiv“, beschreibt er.

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Und genau das macht den Konkurrenzkampf so spannend. Der Leipziger Spielmacher Menges kam in den beiden Vergleichen mit Frankreich – einen gewann die DHB-Auswahl 39:31, den zweiten verlor sie 27:30 – nicht zum Einsatz. Er verfolgte das Spiel seines Teams von den Stühlen hinter der Ersatzbank aus. „Matteo ist Moment etwas hintendran“, betont Wudtke. Und tatsächlich: Bei der gestrigen Nominierung seines 16er Kaders war Matteo Menges nicht dabei – er ist wie Vinzent Bertl Ersatzmann für Podgorica.

Berufliche Zukunft beim Wechsel nach Kiel im Blick

Der aus Mittelhessen stammende Menges habe eine Sonderrolle im Nationalteam. Aufgrund der Allrounder-Fähigkeiten sieht der Bundestrainer den 18-Jährigen als Rechtshänder-Variante auf Halbrechts. Dort soll er seine Stärke im Eins-gegen-Eins ausspielen. „Ich kann die Position spielen und stelle mich natürlich immer in den Dienst der Mannschaft“, sagt Menges, der seine Zelte in Leipzig zur neuen Saison abbaut. „In Kiel verspreche ich mir noch bessere Möglichkeiten für meine Entwicklung.“ Auch der Hintergrund der beruflichen Zukunft spielt beim Wechsel eine Rolle: Menges will nach der Schulzeit zur Polizei gehen und hat in Kiel eine bessere räumliche Anbindung.

Vinzent Bertl zeigte im Rahmen des Lehrgangs, dass er sich nach seiner überstandenen Corona-Infektion gut erholt hat. Zunächst war der Rückraumlinke körperlich noch platt, überzeugte dann aber mit starken Auftritten. Wudtke attestiert Bertl, der in Mannschaftskreisen ob seiner häufigen Pfostentreffer liebevoll „Alu“ genannt wird, eine gute Spielfähigkeit im Angriff und sieht einen Zweikampf zwischen ihm und dem Kieler Connar Battermann im Kampf um ein EM-Ticket. Am Ende entschied dich Abwehrleistung knapp für das Talent aus Kiel – Bertl ist Ersatz.

Abwehrleistung gibt für Greilich den Ausschlag

Mit Nils Greilich erhielt ein weiterer Leipziger seine Chance. Er nutzte sie. „Nils hat auf Linksaußen den Konkurrenzkampf neu entfacht“, erklärt Wudtke. In Sachen Angriffseffektivität haben zwar der Berliner Marvin Siemer und David Móré, der in der abgelaufenen Saison bei den Rhein-Neckar Löwen schon in der Männer-Bundesliga auf sich aufmerksam machte, die Nase vorn, aber Greilich sei der beste Abwehrspieler aus diesem Trio – dies gab bei der endgültigen Nominierung auch den Ausschlag.

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„Gegen Frankreich war ich mit meiner Leistung persönlich zufrieden. Ich denke, ich konnte der Mannschaft helfen“, resümierte Greilich, der sehr glücklich ist, durch die Nachnominierung die Chance bekam, sich zu empfehlen. „Ich denke, das ist mir gelungen.“ Nun hofft er auf eine erfolgreiche EM in Montenegro.

Von René Weiss

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