Fußball-Regionalliga

Dritter Sieg in Folge: ZFC Meuselwitz zeigt bislang beste Saisonleistung

Dominic Bock erreicht den Ball vor Berlins Ensar Aksakal.

Dominic Bock erreicht den Ball vor Berlins Ensar Aksakal.

Meuselwitz. Mit der bisher besten Saisonleistung hat der ZFC Meuselwitz in der Fußball-Regionalliga am Sonntag den dritten Sieg in Folge eingefahren. Wie schon im letzten Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena behielten die Schützlinge von Trainer Heiko Weber, diesmal gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC Berlin, mit 2:1 die Oberhand.

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Rückstand schockt nur kurz

Im Unterschied zum Jena-Match lagen die Zipsendorfer diesmal allerdings zur Pause mit 0:1 zurück. Trotz der vom ZFC schwungvoll vorgetragenen Anfangsphase führten plötzlich die Gäste. Denn in der sechsten Spielminute hatten die Platzherren in der Abwehr nicht so recht gezeigt, wer Herr auf dem heimischen Platz ist. Der starke Nader El-Jindaoui nutzte das, traf aus zentraler Position flach ins Eck, ZFC-Keeper Justin Fitz keine Chance lassend.

Die Müller, Eckardt, Trübenbach und Co. schüttelten sich kurz und griffen weiter mutig an, mussten aber gegen die technisch sehr guten Berliner, deren Konterpässe oft schmerzhaft genau kamen, stets auf der Hut sein. Die größeren Chancenanteile hatten dennoch die Meuselwitzer, die sich in vielen Situationen gegenseitig halfen, in der Abwehr gut doppelten und im Angriff unverändert viel Elan zeigten. Zuvor hatte eine erste Chance von Florian Hansch (3. Minute) nicht zum Ziel geführt. Auch weitere von ihm (15., 25.) sowie von Amer Kadric (27.) blieben ohne Erfolg. Auf der anderen Seite hätten Torschütze El-Jindaoui (38.) und Berkan Alimler (39.) Herthas Vorsprung auch ausbauen können. Das 0:1 entsprach dennoch nicht den Spielanteilen.

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Knapp 70 Minuten bis zum ersten Treffer

Mit ungebrochener Moral kamen die Gastgeber aus der Kabine, legten sofort wieder los wie die Zipsendorfer Feuerwehr, löschten jedoch nicht, sondern legte durch Kadric (46., 48.) und Andy Trübenbach (50., 56.) im Hertha-Strafraum einige Brandherde, die von den Gästen allerdings – noch – gelöscht werden konnten. Am heißesten wurde es, als der Ball nach abgewehrtem Trübenbach-Kopfball im Nachschuss (von wem ließ sich kurzerhand nicht aufklären) am Pfosten landete. Zwischendurch tauchte auch die Hertha wieder einmal gefährlich vorm ZFC-Kasten auf, doch der Heber von Ensar Aksakal landete auf statt im Netz. Dominik Bock hatte mit seinem Dropkick-Fernschuss aufs Berliner Tor ebenfalls kein Glück (68.).

Doch dann war es soweit: Eine präzise Flanke des zuvor mitunter etwas glücklos agierenden Luis Fischer landete wie schon einmal in der ersten Halbzeit auf dem Kopf von Hansch, der diesmal zum 1:1 vollendete (69.). Zu diesem Zeitpunkt bereits hochverdient, weil der ZFC nicht nur unermüdlich kämpfte und verteidigte, sondern eben auch zum Teil sehr sehenswert angriff.

ZFC-Keeper Justin Fietz bei einer Rettungstat.

ZFC-Keeper Justin Fietz bei einer Rettungstat.

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Mit dem Ausgleich gab sich Webers Truppe noch keineswegs zufrieden. Fischer brachte sogar seinen eigentlich schwächeren rechten Fuß ins Spiel, zog damit kurzentschlossen ab, hatte aber kein Schussglück (76.). Mehr Fortune genoss wenig später René Eckardt. Oder sollte man sagen, Hansch hatte das Glück? Denn das 2:1 war eine Gemeinschaftsproduktion von beiden: Der Kapitän zog aus dem Hinterhalt mit rechts ab und der Ausgleichsschütze war noch mit dem Kopf am runden Leder, das zum Siegtreffer im Berliner Kasten landete. Riesenjubel der Zuschauer, lediglich die gut 50 mitgereisten Hertha-Fans unter den 585 Besuchern blieben still, nachdem sie zuvor noch skandiert hatten, „ohne Hertha ist hier gar nichts los“.

Weber: „Sah klasse aus“

Ihre Mannschaft antwortete auf den Rückstand „wütend“ mit drei guten Chancen, vor allem die des eingewechselten Tony Rölke (84.) hätte ins ZFC-Auge gehen können. Doch die Meuselwitzer brachten die Führung letztlich clever ins Ziel.

„Das war von der ersten bis zur letzten Minute sehr gut“, lobte Weber, „meine Jungs haben als Mannschaft enorm gefightet. Wir haben nach der Pause das Augenmerk noch mehr auf die Offensive gelegt, und was die Mannschaft in der zweiten Halbzeit abgeliefert hat, sah klasse aus.“

Sein Hertha-Kollege Ante Covic erkannte die Leistung des ZFC an und sagte: „Es war ein verdienter Sieg für die Meuselwitzer. Im ersten Durchgang waren beide Teams gefährlich. Wir haben aber in der zweiten Halbzeit leider aufgehört, Fußball zu spielen.“

ZFC Meuselwitz: Fietz – Bock, Müller, Rai-thel, Bürger – Eckardt – Hansch, Kadric, Fischer (86. Schätzle) – Jacobi (46. Stenzel), Trübenbach. Tore: 0:1 El-Jindaoui (6.), 1:1, 2:1 Hansch (69., 79.). Z.: 585.

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