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Leichtathletik

Eilenburger Mazdalauf: Zukunft auch nach dem Jubiläum weiter ungewiss

580 Läufer und Walker gingen beim 25. Eilenburger Mazdalauf in der Eilenburger Innenstadt an den Start.

580 Läufer und Walker gingen beim 25. Eilenburger Mazdalauf in der Eilenburger Innenstadt an den Start.

Eilenburg. Ja, Nein, Vielleicht. Die Macher des Eilenburger Mazdalaufes sind sich noch uneinig darüber, ob es für die beliebte Laufveranstaltung in den nächsten Jahren eine Fortsetzung gibt. Auch Cheforganisator und stellvertretender Vorsitzender des VfL Eilenburg, Andreas Quietzsch, machte sich am Lauftag des 25. Eilenburger Mazdalaufes so seine Gedanken über die Zukunft des beliebten Rennens.

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„Stimmt! Wir entscheiden in den kommenden Wochen, ob wir im nächsten Jahr wieder starten. Es hat sich seit Corona vieles verändert. Eilenburg war Teil des Lichtenauer Sachsencups. Den gibt des nicht mehr. Aber der Verband sucht nach neuen Laufserien. Positiv ist, dass wir ein eingespieltes Team sind und die Sponsoren am Ball geblieben sind. Auch der Maitermin ist nicht so ideal. Da gibt es schon einiges. Wenn, dann werden wir wieder auf den März zurückgehen“, blickte Quietzsch voraus. Doch viele Teilnehmer wollen, das der Mazdalauf erhalten bleibt. „Es würde in der Stadt extrem was fehlen, wenn es den Lauf nicht mehr gibt. Für uns ist das ein schöner Einstieg in die Saison, wenn er dann wieder im März stattfindet“, sagte Rayk Bremme-Jung vom Ruderclub Eilenburg. Auch Christian Knöchel vom VfB Eilenburg findet, das die Tradition erhalten werden muss. Favorisiert aber den Lauftermin im Mai. „So ein tolles Wetter heute und so schön warm. Ich finde, er sollte immer im Mai steigen“, hofft der VfB-Mann.

Viele Spaß und mit großem Elan gingen traditionell auch die Bambinis auf ihre kurze Strecke am Markt.

Viele Spaß und mit großem Elan gingen traditionell auch die Bambinis auf ihre kurze Strecke am Markt.

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Auch für Oberbürgermeister Ralf Scheler muss der Lauf auf jeden Fall nächstes Jahr wieder stattfinden. „Wir werden unsere Unterstützung für das Event aufrecht erhalten“, kündigte das Stadtoberhaupt an. Zaungäste waren auch die Präsidentin vom Kreissportbundes Nordsachsen Elke Müller und Geschäftsführer Sven Kaminski. „Nach Corona wäre es kein gutes Zeichen, diesen Lauf zu streichen. Gerade jetzt muss es doch weitergehen“, motiviert Müller zum Weitermachen.

Willi Kanitz (links) aus Klitzschen und Wolfgang Nadler aus Delitzsch gehörten mit ihren 79 und 70 Jahren zu den ältesten Teilnehmern.

Willi Kanitz (links) aus Klitzschen und Wolfgang Nadler aus Delitzsch gehörten mit ihren 79 und 70 Jahren zu den ältesten Teilnehmern.

Insgesamt zog es am Sonntag 580 kleine und große Läufer sowie Walker an den Start. Egal ob Bambinis, Frühstücksläufer, Nordic-Walker und Läufer über fünf und zehn Kilometer. Alle legten sich ordentlich ins Zeug und kämpften um Minuten und Sekunden. Anders ist das bei den alteingesessenen Hasen. Willi Kanitz vom SV Klitzschen und Wolfgang Nadler aus Delitzsch kommen gemeinsam auf 149 Lebensjahre und sind noch mitten drin im Laufgeschäft. „Ich starte Sonnabend bei meinem 47. Rennsteiglauf über 72 Kilometer. Deswegen gehe ich in Eilenburg gleich über fünf und zehn Kilometer an den Start. Das ist nochmal gutes Training“, sagte der Delitzscher. Willi Kanitz geht derweil straff auf seinen 80. Geburtstag zu und startet beim Rennsteiglauf-Marathon. „Nächstes Jahr bin ich dann 80. Da würde ich gern noch einmal beim Berlin-Marathon starten. Das wär ein tolles Erlebnis“, plant der rüstige Senior. Beim Fünf-Kilometerlauf zeigte Kanitz dann, dass er das wirklich ernst meint. In 27:48 Minuten spulte er die Strecke ab, schwang sich anschließend auf sein Rennrad und radelte gemütlich noch 35 Kilometer bis nach Hause.

Die Männerspitze mit Paul Kretschmer (links) vom LC Taucha und Marc Werner vom OFV Oberholz nach der zweiten Runde. Später zog der Taucher davon und gewann.

Die Männerspitze mit Paul Kretschmer (links) vom LC Taucha und Marc Werner vom OFV Oberholz nach der zweiten Runde. Später zog der Taucher davon und gewann.

Die Besten über die Strecke waren knapp neun Minuten schneller als Rentner Willi. Sieger wurde Wieland Stötzner (Leipzig) in 18:10 min. vor Marc Schneider (Leipzig) mit 18:42 min und Peter Weiler aus Taucha mit 19:19 Minuten.

Altmeisterin Bärbel Hempel (ESV Lok Döbeln) lief über 10 Kilometer auf Platz drei in 43:12 min.

Altmeisterin Bärbel Hempel (ESV Lok Döbeln) lief über 10 Kilometer auf Platz drei in 43:12 min.

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Bei den Frauen sicherten sich die ersten drei Plätze Kira Koal (Athletico Leipzig) mit 23:13 min vor Lea Geserick von TriStars Markkleeberg in 23:14 min und Sina Koal (Athletico Leipzig) in 23:48 Minuten. Das Zehn-Kilometerrennen gewinnt Paul Kretschmer vom LC Taucha in 34:27 min vor Marc Werner mit 34:41 min und Jan Gutscher mit 35:10 Minuten. Bei den Frauen siegte Paulina Kayser vom SC DHfK Leipzig in 36:42 min. vor Paula Gredig (SC DHfK Leipzig) mit 40:27 min. und Bärbel Hempel vom ESV Lok Döbeln in 43:12 Minuten.

Bei den Frauen über 10 Kilometer siegte Paulina Kayser (SC DHfK Leipzig) in 36:42 min.

Bei den Frauen über 10 Kilometer siegte Paulina Kayser (SC DHfK Leipzig) in 36:42 min.

„Das lief heute alles recht glatt. Wir hatten rund 40 Helfer aus dem Verein am Start. Zudem unterstützten uns das Deutsche-Rote-Kreuz Eilenburg mit Tee und Erste Hilfe sowie die Motoren-Touren-Begleitstaffel, die als Führungsfahrzeuge fungierten und die Strecke absicherten“, bedankte sich Jens Küster vom VfL Eilenburg. Jetzt zieht erst einmal wieder Ruhe ein, bis sich in ein paar Wochen die Führungsriege des Vereins erneut trifft und dann beratschlagt, ob es eine Zukunft für den Lauf gibt und es im nächsten Jahr heißt, der 26. Mazdalauf ruft wieder nach Eilenburg.

Alle Ergebnisse unter www.berlin-timing.de/Mazdalauf

Von Steffen Brost

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