Radsport

EM-Platz vier für die Kollegin: Teamplayerin Romy Kasper hat alles gegeben

Romy Kasper (Zweite von rechts) bei der Team-Präsentation vor dem EM-Start.

Romy Kasper (Zweite von rechts) bei der Team-Präsentation vor dem EM-Start.

München. Sie hat schon viele wichtige „Schlachten“ geschlagen auf den Straßen der Radsport-Welt. Doch das EM-Rennen am Sonntag durch Bayern mit Ziel in München war für Romy Kasper besonders emotional. Mit ihren 34 Jahren denkt die Wahl-Leipzigerin noch nicht an Aufhören, doch der gleichaltrigen Lisa Brennauer wollte sie gern im letzten Karriere-Rennen zu einer Medaille verhelfen. „Wir kennen uns seit 18 Jahren, sind gemeinsam den Schritt aus der Jugend zu den Erwachsenen gegangen. Und unsere Eltern sind befreundet. Ich hätte Lisa die Medaille zum Abschluss sehr gegönnt.“ Doch mit dem vierten Platz im Endspurt könne sie leben. Denn eine echte Super-Sprinterin war im deutschen Team diesmal nicht dabei.

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„Das Rennen war sehr schnell, sehr hart, teilweise hektisch. Am Ende waren wir leider nur noch zu viert, was den Endkampf erschwert hat“, sagte die Profirennerin vom SC DHfK. Sie selbst habe wie immer alles gegeben und Lisa Brennauer auf der letzten Runde – das sind immerhin 13 Kilometer – fast permanent am Hinterrad gehabt. „Zum Glück habe ich mich heute sehr gut gefühlt. Vor ein paar Tagen war das nicht der Fall, da hatte ich ein mulmiges Gefühl, ob die Kräfte nach der Tour de France reichen würden. Die Begeisterung der Massen hat heute über schwere Phasen hinweg geholfen.“

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Nun ist Romy Kasper auch für den Saisonendspurt optimistisch. Nach einer Rundfahrt in Holland liebäugelt sie mit einer Nominierung für die Straßen-WM in Australien. „Ich denke, dafür habe ich heute eine gute Bewerbung abgegeben.“ Schade findet sie, dass für die Derny-EM auf der Bahn noch kein Ausrichter gefunden wurde und dass die Frauen bei der Derny-DM erst im kommenden Jahr dabei sein dürfen. Dennoch: Beim Derny- und Steherrennen in Erfurt will sie im Herbst unbedingt ihre Klasse unter Beweis stellen. Und vielleicht findet sich ja noch ein EM-Ausrichter.

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