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Fußball

Endspurt in der Oberliga Süd: Wochen der Wahrheit für den FC Grimma

Der FC Grimma (hier im Spiel gegen FC Carl Zeiss Jena II) steht nach fünf ungeschlagenen Begegnungen in Folge mit 28 Punkten derzeit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Der FC Grimma (hier im Spiel gegen FC Carl Zeiss Jena II) steht nach fünf ungeschlagenen Begegnungen in Folge mit 28 Punkten derzeit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Grimma. Endspurt in der Oberliga Süd – bei noch vier ausstehenden Spieltagen befinden sich alle Mannschaften so langsam auf der Zielgeraden. Während die Frage nach dem Regionalliga-Aufsteiger mit dem FC Rot-Weiß Erfurt bereits seit Wochen geklärt ist, gibt es im Abstiegskampf weiterhin ein Hauen und Stechen.

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In diesem Pulk von mehreren beteiligten Mannschaften befindet sich auch der FC Grimma, der nun vor den Wochen der Wahrheit steht. Nach fünf ungeschlagenen Begegnungen in Folge stehen die Muldestädter mit 28 Punkten derzeit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, doch mit Wacker Nordhausen (26) und dem FC International Leipzig (25) ist die Konkurrenz in unmittelbarer Schlagdistanz.

Ziffert-Elf braucht dringend Zähler

Demzufolge ist die Elf von Trainer Steffen Ziffert auch in den kommenden Wochen dringend auf weitere Zähler angewiesen, zumal man am letzten Spieltag zum Zuschauen verdammt ist. Die erstbeste Möglichkeit bietet sich den Grimmaern daher schon am Wochenende, wenn man beim FC An der Fahner Höhe antritt. Der Anstoß in der Dachwiger GeAT-Arena erfolgt am Sonntag um 14 Uhr.

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Nachdem sich im Juli 2016 der FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt mit dem SV Fortuna Gräfentonna zum FC An der Fahner Höhe zusammenschloss, gelang dem jungen Verein vier Jahre später bereits der große Wurf. Trotz des Handicaps, dass dem Club drei Punkte aufgrund fehlenden Schiedsrichter-Solls abgezogen wurden, blieb man ungeschlagen und durfte nach dem Coronabedingten Saisonabbruch als Tabellenerster in die Oberliga aufsteigen.

Dort angekommen fand sich der FC An der Fahner Höhe recht schnell zurecht – mit 13 Punkten aus zehn Begegnungen schloss man die Saison 2020/21 als Tabellenzehnter ab, da die Corona-Pandemie mehr Pflichtspiele nicht zuließ. Demzufolge gingen die Thüringer im letzten Sommer in ihre zweite Oberliga-Spielserie, in welche sie mit zehn Zählern aus den ersten vier Begegnungen phänomenal starteten.

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Zwar konnten die Dachwiger in der Folgezeit dieses hohe Niveau nicht halten, doch pegelte man sich konstant im gesicherten Mittelfeld ein. Highlights in der Saison waren zweifelsohne die Heimsiege über die Top-Teams aus Sandersdorf (1:0) und Plauen (3:2) – doch steht ein Erfolg über allem. Regionalliga-Aufsteiger FC Rot-Weiß Erfurt erlitt ausgerechnet im Derby in Dachwig die bisher einzige Saisonniederlage, als der ehemalige Drittliga-Dino mit 0:1 unterlag.

Allerdings erlebten die Thüringer in den letzten Wochen eine kleine Durststrecke. „Personell hatten wir da schon einige Probleme“, begründet Trainer Tobias Busse diese kleine Ergebnis-Delle. Aus den vergangenen fünf Begegnungen holte man nur drei Punkte (3:2-Sieg über Plauen), die anderen vier Partien gingen verloren. Dadurch sind die Thüringer mit ihren 33 Zählern noch nicht ganz gerettet, so dass auch Fahner Höhe in ihren letzten vier Begegnungen noch Zähler einfahren muss.

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„Die Tabelle spiegelt den aktuellen Leistungsstand ganz gut wider“, meint Trainer Busse. „Wir sind noch nicht durch, doch haben wir natürlich den Anspruch, dieses Heimspiel erfolgreich zu gestalten. Grundsätzlich erwarte ich eine Begegnung, wo beide Teams leistungsmäßig nicht weit auseinander liegen.“

Zuversicht vor Fahrt nach Dachwig

Mit neun Punkten aus den letzten fünf Begegnungen (zwei Siege, drei Unentschieden) fahren die Grimmaer ihrerseits recht zuversichtlich nach Dachwig. Durch diese Ergebnisse in den vergangenen Wochen haben sich die Muldestädter in eine ordentliche Ausgangsposition gebracht, welche man natürlich in den letzten drei Spielen verteidigen möchte.

„Es wird bis zum letzten Spieltag spannend bleiben“, glaubt Trainer Steffen Ziffert. „Da wir gerade dort spielfrei haben, müssen wir in den drei verbleibenden Spielen möglichst viele Punkte sammeln. Ziel es ist, nach unserer letzten Partie in Arnstadt gerettet zu sein – ohne dass wir am letzten Spieltag von der Couch aus noch zittern müssen.“

Hinsichtlich der Auswärtsaufgabe gegen Fahner Höhe hat der Grimmaer Coach ganz klare Vorstellungen. „Ich erwarte ein umkämpftes Spiel, wo beide Teams sicherlich auf Augenhöhe agieren werden“, erklärt Ziffert. „Für beide Mannschaften ist diese Begegnung schon von großer Bedeutung, Fahner Höhe könnte mit einer Niederlage noch einmal richtig mit in den Abstiegskampf reinrutschen. Doch vieles liegt an uns – wir müssen eine ähnliche Leistung abrufen wie in den letzten Wochen.“

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Da kommt es dem Übungsleiter der Muldestädter ganz gelegen, dass mit Robin Brand und Stefan Tröger zwei Routiniers in den Kader zurückkehren werden. Beide Leistungsträger standen nach ihren Verletzungen seit Wochen wieder im Mannschaftstraining und haben die Einheiten problemlos absolviert, sodass beide Akteure nun wieder auflaufen können.

Erfahrung – das ist genau das, was die Grimmaer in der nach wie vor schwierigen Tabellensituation dringend gebrauchen können. „Für uns wird es auch am Sonntag entscheidend sein, defensiv wiederum stabil zu stehen“, sagt Trainer Steffen Ziffert. Mit nur zwei Gegentoren aus den letzten fünf Begegnungen ist dort eine deutliche Tendenz erkennbar. „Doch auch offensiv haben speziell die Heimspiele gegen Nordhausen und Jena II gezeigt, dass wir torgefährlich agieren können. Ziel muss es sein, dass wir diese Möglichkeiten noch resoluter nutzen.“

Von Tom Rietzschel

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