Fußball-Regionalliga

Erneut keine Punkte bei Lichtenberg: Angstgegner schlägt Lok Leipzig 4:2

Tobias Dombrowa bleibt frustriert auf dem Rasen sitzen: Beim SV Lichtenberg gibt es für Lok einfach nichts zu holen.

Tobias Dombrowa bleibt frustriert auf dem Rasen sitzen: Beim SV Lichtenberg gibt es für Lok einfach nichts zu holen.

Berlin. Nach zuletzt drei Siegen am Stück gastierte der 1. FC Lok Leipzig am Sonntag beim SV Lichtenberg 47 und wollte den goldenen Oktober kurzerhand noch etwas verlängern. Die blau-gelbe Formkurve erhielt gegen den lästigen Angstgegner jedoch eine unschöne Delle. Die Loksche konnte den Patzer des Tabellenführers BAK (2:4 gegen den CFC) nicht dazu nutzen, den Spitzenteams weiter im Getriebe zu hängen.

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Die Aufgabe in Berlin wurde bereits im Vorfeld als extrem schwierig bezeichnet, unter der Regie Almedin Civas gab es in drei Partien gegen die Lichtenberger nicht mehr als warme Worte und einen kitschigen Wimpel kurz vor Anpfiff zu holen. Auch am Sonntag sah es lange Zeit danach aus, als hätte man die Berliner stillschweigend als Angstgegner akzeptiert. Die von Murat Tik betreuten Gastgeber hatten zuletzt, was die Ergebnisse anbetrifft, die Seuche am Fuß, immerhin zeigte man vergangene Woche beim torlosen Remis in Jena, dass man durchaus mit den Großen der Liga mithalten kann.

Almedin Civa musste erneut auf Farid Abderrahmane und David Urban verzichten, Ersterer wurde positionsgetreu von Riccardo Grym ersetzt, der letzte Woche gegen Luckenwalde sein Startelf-Debüt feierte. Auf der rechten Schiene hat sich Mike Eglseder nach zuletzt starken Darbietungen festgespielt, erhielt den Vorzug vor Linus Zimmer.

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Der Beginn des Spiels im Berliner Stadion mit dem wunderschönen Namen HOWOGE-Arena Hans Zoschke lief mal so gar nicht nach dem Gusto der Leipziger – eine zerfahrene Partie ohne große offensive Akzente. Dann die erste echte Chance für die Berliner und die Leipziger Abwehr präsentierte sich wackeliger auf den Beinen als das zuckersüße Elefantenkalb des Leipziger Zoos – Efraim Gakpeto bestrafte die Schlafmützigkeit eiskalt und traf nach 18 Minuten zum 1:0.

Einmal kalt abgeduscht war sich der 1.FC Lok urplötzlich der Tatsache gewahr, dass hier und heute keine halbseidene Leistung für Zählbares reichen würde und erhöhte die Schlagzahl. Einige Chancen für Tobias Dombrowa und Osman Atilgan waren Lohn der Arbeit, doch so richtig überzeugend war das alles nicht. Die Lichtenberger wurden ihrerseits mehrmalig gefährlich, nach einer halben Stunde konnte Leon Heynke einen Gakpeto-Schuss in letzter Sekunde von der Linie schrubben. Wie so oft in blau-gelben Notlagen musste der dunkle Ritter per Scheinwerfer-Strahl angefordert werden – und Djamal Ziane antwortete. Nach einer Hereingabe von Mike Eglseder von der rechten Seite überwand der Torjäger den Berliner Keeper Niklas Wollert und setzte die Anzeigentafel wieder zurück auf Werkseinstellung.

Turbulente Schlussphase

Doch das Hochgefühl hielt nicht lange an, Die Hausherren zeigten nach dem Ausgleich weiterhin Nehmerqualitäten. Die zweite Hälfte war keine zehn Minuten alt, als die Lichtenberger eine Umschaltsituation konsequent über links ausspielten und den Kopf Gakpetos fanden, der aus Nahdistanz nur noch einnicken musste – 2:1! In der Folge häuften sich die Leipziger Fehler und Ballverluste, nur mit Glück und den Händen Isa Dogans konnte ein höherer Rückstand zunächst verhindert werden.

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Es folgte eine turbulente Schlussphase, in der beide Teams wilde Schwinger austauschten. In der 81. Minute schien das Leipziger Glück vollends aufgebraucht, wieder Ballverlust – Niklas Kaus erhöhte auf 3:1. Unmittelbar danach stand Djamal Ziane nach einer Voufack-Flanke goldrichtig und verkürzte per Kopf noch einmal auf 3:2. Vergebliche Liebesmüh, Lichtenberg verteidigte weiter eisenhart und verpasste der Partie nach einem Konter in der Nachspielzeit mit dem 4:2-Endstand durch Graf humorlos den Deckel.

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Perfektes Wetter – gebrauchter Tag für die Loksche. Die schwarze Serie gegen Lichtenberg hält nach dem uninspirierten Auftritt weiter an. Diese Leistung wird genügend Stoff für Civas schonungslose Videoanalysen liefern.

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