Fußball

Erster Heimsieg! ZFC Meuselwitz besiegt Luckenwalde

Der ZFC Meuselwitz feiert das 3:1 durch Andy Trübenbach (Nr. 9) und damit den ersten Heimsieg.

Der ZFC Meuselwitz feiert das 3:1 durch Andy Trübenbach (Nr. 9) und damit den ersten Heimsieg.

Meuselwitz. Es sah lange Zeit nicht danach aus, doch am Ende feierte der ZFC Meuselwitz mit einem 3:1 (0:1) über den FSV Luckenwalde den ersten Heimsieg der laufenden Saison in der Fußball-Regionalliga. Damit zogen die Gastgeber am Konkurrenten aus Brandenburg in der Tabelle vorbei auf Rang 15.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Aber der Erfolg war eine ausgesprochen schwere Geburt. „Die Luckenwalder zeigten sich spielerisch sehr stark. Und was wir nach solidem Beginn ab etwa der zwölften Minute abgezogen haben, war nicht tauglich. Wir waren von da bis zur Pause klar auf der Verliererstraße“, kommentierte ZFC-Trainer Heiko Weber die erste Halbzeit seiner Truppe. FSV-Coach Michael Braune befand: „Am Ende war der Sieg für den ZFC verdient, auch wenn wir zu Pause verdient geführt haben. Dann aber haben wir es nullkommanull geschafft, daran anzuknüpfen. Das dritte Gegentor war am bittersten für Sportler, weil wir da nicht einmal mitgelaufen sind.“

ZFC läuft 60 Minuten hinterher

Das sah aber eben fast eine Stunde lang anders aus: Die Gäste wirkten flinker, auch gedanklich, und in den Zweikämpfen nicht selten giftiger, energischer. Zudem technisch besser, wodurch sie sich in Halbzeit eins auch ein Chancenplus erarbeiteten. Ungeachtet der ersten Tormöglichkeit des Spiels, als Johan Martynets nach wenigen Sekunden einen Kopfball auf die Latte des FSV-Tores gesetzt hatte. Dann wechselten sich die Teams mit Torchancen ab, ehe ZFC-Torwart Jean-Marie Plath deutlich mehr zu tun bekam – und dies stets sicher meisterte. So wie in der 22. Minute gegen Dennis Rothenstein und gegen Lucas Vierling (26.) sowie in weiteren Szenen. Nur in der 44. Minute war Plath machtlos: Vierling köpfte nach Superflanke von FSV-Kapitän Daniel Becker ein – 0:1. Dagegen hatte der ZFC bei seinen Chancen durch René Eckardt (33., 37. und 42.) nicht das Glück der Tüchtigen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Apropos tüchtig: Emsiger war bis dahin insgesamt eben Braunes Elf, während sich die Platzherren zum Unmut der 381 Zuschauer oft schon bei der Angriffseröffnung schwertaten. Was einerseits an mangelnder Bewegung, andererseits am frühen und konsequenten Stören durch die Luckenwalder lag. So trabten die Rot-Weißen ziemlich ratlos in die Halbzeitpause.

Coach Weber und sein kleines Geheimnis

Was Weber mit seinen Jungs in der Kabine gemacht hat, dass ihnen der Kampfgeist nicht ausging, wollte er nicht verraten. Sichtbar wurde nur, dass er gleich drei neue Akteure auflaufen ließ (siehe Aufstellung). „Aber das kann man nicht immer machen, das ist irgendwie auch ein enormer Kraftverlust“, betonte der Coach. Doch es schien zu helfen. Gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff parierte Plath einmal mehr sicher und setzte mit einem genialen Abschlag Andy Trübenbach in Szene. Der Stürmer profitierte bei dem langen Ball zudem vom falschen Taxieren eines FSV-Verteidigers, der am Ball vorbei irrte. So hatte „Trübe“ freie Bahn und lupfte mit etwas Glück an Gäste-Keeper Nikolas Tix vorbei. Vom Innenpfosten sprang das Leder hinter die Linie, der Schiri-Assistent signalisierte dies sofort, obwohl Tix im Rettungsversuch das Streitobjekt noch vorm Tornetz erwischte.

„Es war eine Art Wendepunkt, damit kam neuer Schwung in unser Spiel“, hatte Luis Fischer noch von der Bank aus beobachtet, ehe er selbst ins Spiel kam und fürs 2:1 sorgte: Er traf mit links gekonnt ins lange Eck. Damit schien der Kuchen keineswegs ganz gegessen, doch nun ahndete Referee Tim Kohnert einige hinterhältige Fouls der Gäste endlich konsequent, wodurch diese die Schlussphase nach Ampelkarten nur zu neunt erlebten. Das nutzte Trübenbach schließlich zum 3:1. Nach einem Schuss von Amer Kadric setzte er zweimal energisch nach. „Da hatten wir den FSV mit viel Herz niedergekämpft“, freute sich Weber. Spät, aber nicht zu spät war sein Team aufgewacht.

Meuselwitz: Plath – Bock (46. Hansch), Müller, Miatke, Raithel – Gildenberg (39. Kadric) – Eckardt, Bürger (46. Pistol) – Trübenbach, Schätzle (70. Fischer), Martynets (70. Zarumba). Tore: 0:1 Vierling (44.), 1:1 Trübenbach (56.), 2:1 Fischer (75.), 3:1 Trübenbach (86.). Gelb-Rote Karten: Plumpe (L., 78./Unsportl. u. Foul), Francisco (L., 85./wiederh. Foul). Z.: 381.

Mehr aus Sport in Sachsen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken