Fußball-Regionalliga

Erster Punkt in Luckenwalde: Chemie Leipzig dreht nach 0:2-Rückstand auf

Umkämpfte Partie: Der FSV Luckenwalde und die BSG Chemie Leipzig schenkten sich nichts.

Umkämpfte Partie: Der FSV Luckenwalde und die BSG Chemie Leipzig schenkten sich nichts.

Luckenwalde. Freitagabend in Luckenwalde – es gibt sicherlich Angenehmeres in der Regionalliga Nordost. Die weite Anreise im Feierabendverkehr über baustellen-gespickte und überfüllte Autobahnen, die Hatz von der Arbeitsstelle oder der Universität zum Treffpunkt. Und dann waren da noch die Erinnerungen an die letzten Spiele im Seelenbinder-Stadion zu Luckenwalde, bei der die BSG Chemie nicht so glücklich aussah.

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Schock für Jagatic-Elf

Das Spiel begann zehn Minuten später, da ein langer Stau auf der A9 die chemische Fangemeinde in Zeitbedrängnis brachte. Eine faire Geste der Gastgeber. Neben dem verletzten Tarik Reinhard fehlten auch Benny Schmidt (arbeitsbedingt) und Tom Müller. Immerhin war Florian Kirstein wieder im Kader und saß auf der Bank. In der Startelf lief Alex Bury für Anton Kanther auf, ansonsten spielte die gleiche Elf wie zuletzt.

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Entgegen den Erwartungen war der Luckenwalder Becker doch dabei, er war gerade noch rechtzeitig wieder fit für die Startelf geworden. Sicher hatte man da auch ein wenig gepokert, um die Chemiker zu überraschen. Das funktionierte, denn nach zwei guten Gelegenheiten für die Gastgeber, welche Torwart Benny Bellot jeweils mit einer Hand entschärfte, schlug die Stunde des Lucklenwalder Goalgetters. Ansatzlos ballerte er aus 20 Metern auf das Chemie-Tor, Bellot bewegte sich kaum, schien überrascht, und es stand 1:0 (15.). Zehn Minuten später verschätzte sich Philipp Harant bei einem langen Ball am langen Eck, der Luckenwalder Plumpe stand frei und verwandelte den Ball zum 2:0 (25.). Ein Schock, das stellte alle Pläne der Jagatic-Elf auf den Kopf. Vor der Halbzeit hätte es noch schlimmer kommen können, aber Becker vergab das sichere 3:0 und schoß über das Tor. Chemie viel zu harmlos, spielte seine Angriffe allesamt zu unkonzentriert aus und erzielte somit kaum ernsthafte Torgefahr.

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Nach der Pause alles ganz anders. Im stärker werdenden Regen übernahm nun Chemie die Initiative. Und mit der ersten ernsthaften Chance traf Manassé Eshele! Eine Direktabnahme bugsierte er zum dritten Tor im dritten Spiel ins gegnerische Netz (56.). Becker prüfte Bellot, dann reagaierte Janik Mäder am schnellsten, dribbelte zwei Meter und verwandelte zum 2:2 – der Ausgleich (63.). Chemie jetzt wie entfesselt, der eingewechselte Flo Kirstein auf Eshele, aber der verpasste. Alex Bury erzielt fast das 2:3 per Kopf, dann sieht er die gelb-rote Karte. Chemie ab der 72. Minute nur noch zu zehnt. Wieder verpasste Becker hauchzart (74.), die Zweikämpfe wurden immer ruppiger. Viele Fouls und Diskussionen prägten die Endphase. Auch Trainer Miro Jagatic war nun in engagierte Gespräche mit dem Schieri verwickelt.

Am Ende noch Rot für den Luckenwalder Flath, der Kirstein nach Ansicht des Schiedsrichters unfair stoppte, die letzten Sekunden also zehn gegen zehn. Am Ende reichte es nicht für den Lucky Punch, aber ein verdienter Punkt nach einem wilden Spiel.

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