Fußball

Ex-Kicker von RB Leipzig führt FC Grimma zum Sieg in Wernigerode

Zur Not auch im Sitzen: Die Grimmaer um Stefan Ronneburg verteidigen leidenschaftlich und fahren so den Sieg in Wernigerode ein.

Zur Not auch im Sitzen: Die Grimmaer um Stefan Ronneburg verteidigen leidenschaftlich und fahren so den Sieg in Wernigerode ein.

Wernigerode. Im Vorjahr fast abgestiegen, in dieser Saison perfekt gestartet: Der FC Grimma hat auch sein zweites Oberligaspiel 22/23 gewonnen. Nach dem 1:0 beim FC Wernigerode am Sonnabend rangiert die Mannschaft von Trainer Steffen Ziffert auf Rang zwei und Tabellenführer Bischofswerda im Nacken. Zum Mann des Tages avancierte ein Ex-Kicker von RB Leipzig.

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„Auf dem sehr schmalen Platz war es kaum möglich, fußballerische Akzente zu setzen“, resümierte Trainer Ziffert die 90 Minuten. „Hier waren andere Tugenden wie Zweikampf-Intensität, Hingabe, Leidenschaft und einfacher Fußball gefragt. Und genau in diesen Bereichen hat die Mannschaft alles abgerufen. Demzufolge denke ich, dass unser Sieg deshalb auch in Ordnung geht.“

Grimma mit dominantem Beginn

Das Tor war ein Gemeinschaftswerk der beiden wohl auffälligsten Grimmaer Offensivspieler an diesem Tag. Rückkehrer Christoph Jackisch bediente Felix Beiersdorf, der die Kugel ins rechte obere Eck schlenzte. Der 24-Jährige scheint nach seinem Wechsel gen Grimma im Winter immer besser in Form zu kommen. Beiersdorf durchlief sämtliche Nachwuchsmannschaften von RB Leipzig, schaffte dann aber im Männerbereich weder bei Chemie Leipzig noch beim ZFC Meuselwitz den Durchbruch. Über den Umweg Leipziger SV Südwest ist er nun wieder angekommen im höherklassigen Fußball.

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Zurück zur Partie in Wernigerode: Der FCG begann dominant. Bereits nach vier Minuten lag die Führung der Gäste in der Luft, doch lenkte Einheit-Schlussmann Kevin Wellhausen einen Kopfball von Nikita Bondarenko mit letztem Einsatz an die Querlatte (4.). Zwei Minuten später zog Beiersdorf einen Freistoß in Richtung Gastgeber-Gehäuse, doch abermals zeigte sich Wellhausen auf der Höhe (6.). Danach steigerten sich die Hausherren. Zweimal musste Keeper Pascal Birkigt retten.

Zielstrebigkeit geht kurzzeitig verloren

So verloren die Muldestädter Mitte der ersten Hälfte langsam ihre Zielstrebigkeit, auch weil sie sich dem Hau-Ruck-Fußball der Wernigeröder anschloss. So erlangten die Gastgeber eine leichte Feldüberlegenheit und versuchten mit ihren langen Bällen immer wieder für Gefahr vor dem FC-Tor zu sorgen. Grimma kam in dieser Phase nur zu wenig Entlastung, dafür stand die Defensive sehr gut. Kurz vor der Pause erwachten Zifferts Schützlinge wieder, ein Jackisch-Freistoß zischte über den Querbalken.

Nach dem Wechsel ließ Grimma mehr etwas zu – und sorgte nun auch wieder im Angriff wieder für mehr Gefahr. Nachdem erneut Jackisch gescheitert war (64.), folgte die Führung. In der Schlussphase hätten die Gäste das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können. Zunächst wurde der völlig frei stehende Jackisch in einer Überzahl-Situation vom etwas zu eigensinnig agierenden Jakob Funken übersehen (abgeblockt, 90.+3), anschließend verfehlte Torschütze Beiersdorf aus vielversprechender Position knapp das lange Eck (90.+4). Zum Sieg reichte es trotzdem.

Und Coach Steffen Ziffert fand anschließend noch mehr Worte des Lobes: „Hier werden noch einige Mannschaften große Probleme bekommen. Demzufolge muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Wie sie vor allem die zweite Halbzeit gestaltet hat, verdient absoluten Respekt.“ Am kommenden Sonnabend empfängt Grimma Neugersdorf.

FC Grimma: Birkigt; Bartsch, Ronneburg, T. Ziffert, Spreitzer (76. Markus), Schwarz, Wolf (69. Funken), Jackisch, Beiersdorf, Griesbach (83. Walter), Bondarenko.

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