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Fußball-Oberliga

In Bischofswerda: Zweiter Matchball für den FC Eilenburg - und eine Horror-Verletzung

Zwischen Vorfreude und Personalsorgen: Eilenburgs Cheftrainer Sascha Prüfer.

Zwischen Vorfreude und Personalsorgen: Eilenburgs Cheftrainer Sascha Prüfer.

Eilenburg. Zwei Wochen hatte der Oberliga-Spitzenreiter FC Eilenburg Zeit, um die heftige 0:4-Klatsche gegen Budissa Bautzen zu verdauen. Beim Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr) in Bischofswerda soll nun der zweite Matchball verwandelt werden. Ein Punkt fehlt den Schützlingen von Sascha Prüfer noch zum Ziel und der Regionalliga Nordost. Klingt bei möglichen sechs Zählern simpel, kann aber verdammt schwer werden.

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Wie schwer, das hat Borussia Dortmund im Meisterschaftskampf in der Bundesliga zu spüren bekommen, Gut, die Eilenburger Ausgangslage vor dem vorletzten Spieltag ist deutlich besser und Verfolger Krieschow nicht der FC Bayern München. Trotzdem wird es kein Selbstläufer. Bischofswerda hat sich nach einem verkorksten Start ins Jahr 2023 gefangen und will noch auf das Podest. Derzeit ist das Team von Frank Rietschel einen Punkt hinter dem VFC Plauen Vierter. Das letzte Heimspiel für den BFV ist nicht irgendein Spiel. Ganz „nebenbei“ findet ein Familienfest und eine Halbzeitshow statt. Rietschel wird seine Jungs nicht motivieren müssen.

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Bischofswerda hat eine Rechnung offen

Prüfer übrigens auch nicht. „Wir freuen uns auf die nächste Chance und darauf, etwas Großartiges erreichen zu können“, sagte Eilenburgs Cheftrainer am Donnerstag. Das Bautzen-Dilemma wurde ausgiebig ausgewertet, schmerzte auch im Nachgang, war „aber sehr wertvoll“. Fazit: Bautzen hatte einen Sahnetag, Eilenburg zu viele Fehlerketten. Wiederholung in Bischofswerda ausgeschlossen. Prüfer erwartet ein „Spitzenspiel von zwei Teams mit guten Spielanlagen“. „Bischofswerda wird uns nichts gönnen und im letzten Heimspiel noch einmal alles geben“, ist der Coach sich sicher. Zumal der BFV noch eine Rechnung offen hat. Ende März verloren die Schiebocker im Ilburg-Stadion mit 0:2. Gelingt dem BFV wieder kein eigener Treffer, steht der FCE als Aufsteiger fest. Mauert sich der FCE in die Regionalliga? „Ich glaube nicht, würde aber auch ein 0:0 nehmen“, so Prüfer.

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Personell gehen die Eilenburger am Sonntag auf dem Zahnfleisch. Philipp Sauer (Gelb-Rot) und Tim Bunge (Rot) sind nach ihren dämlichen und hinreichend ausgewerteten Platzverweisen gesperrt, Michael Schlicht sah zudem die fünfte Gelbe. Der Ausfall des Trios stand direkt nach der Bautzen-Pleite fest. Raimision dos Santos hatte da noch Hoffnungen, wieder fit zu sein. Nach seinem frühen verletzungsbedingten Aus ahnte der brasilianische Strahlemann noch nicht, dass er am nächsten Tag im OP-Saal liegen würde. Die Achillessehne war gerissen und musste geflickt werden. Die Operation ist geglückt und dos Santos kann schon wieder lachen. „Er war schon in der Kabine und hat Pläne geschmiedet, wann er das erste Mal laufen geht“, erzählt Prüfer, der wohl die gesamte Hinrunde der neuen Saison auf sein Abwehr-Ass verzichten muss. „Das ist ein Riesenverlust für uns“, weiß der Coach, der auf ein dramatisches Aufstiegsfinale am 10. Juni im heimischen Ilburg-Stadion gegen den VfB Halle gern verzichten und den einen nötigen Punkt zu gern am Sonntag eintüten würde.

LVZ

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