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DFB-Pokalfinale

Freiburg bleibt beim „Nein!“: Kein Fanschal mit RB – zumindest offiziell

Fanschals von RB Leipzig wird es künftig wohl nicht in Kombination mit dem SC Freiburg geben – zumindest offiziell.

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Leipzig. Das sagenumwobene Pokalfinale rückt sekündlich näher, provoziert Fragen nahezu weltumspannender Bedeutung.

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Erstens: Wird der Rasen im Berliner Olympiastadion am Sonnabend ab 20 Uhr sattgrün und eben sein, oder muss die Spielfläche dem knapp 48 Stunden vorher angepfiffenen Relegationsknaller Hertha BSC - HSV (Donnerstag, 20.30 Uhr) Tribut zollen? Nun, die Greenkeeper werden rund um die Uhr alles geben, jedem Halm mit Liebe begegnen.

Zweitens: Bringen die Organisatoren, die in all den Jahren zuvor viel Zeit hatten, das Monument Pokal-like zu schmücken, eine Punktlandung zuwege oder wehen noch ein paar versprengte Hertha - und/oder HSV-Fahnen im Abendwind? Alles wird gut. Wenn der DFB etwas kann, dann Störendes unter den Teppich kehren.

Drittens: Wo steigt am Sonntag eine Fan-Party, die in die Geschichte eingeht? Die Finalisten sagen dazu nix, haben aber selbstverständlich Plan A und B in petto. In Leipzig soll es Wiesen geben, die jedes Fest zu einem Fest machen.

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Daran anschließend und viertens: Wer gewinnt eigentlich? Zur Auswahl stehen zwei Fußball-Vereine, die den DFB-Pokal noch nie gewonnen haben und diesen Zustand gerne ändern möchten. Hier der kleine, feine, höchst beliebte, in dieser Saison überaus erfolgreiche und 1904 gegründete SC Freiburg. Dort der finanziell besser gestellte Verein aus Leipzig, der 2009 als RasenBallsport Leipzig e.V. das Licht der Welt erblickt, just seine fünfte Teilnahme an der Champions League fixiert hat und bis ans Ende seiner Tage vergebens um ungeteilte Fan-Liebe kämpfen wird. Tausendsassa Reiner Calmund, 72, würde es "beiden Clubs gönnen", tippt mit Blick auf beider Kader auf ein "3:2 für RB". Was der ehemalige XXL-Manager über die Bundesliga-Saison, Julian Nagelsmann, Domenico Tedesco, Robert Lewandowki, Christopher Nkuku und Co. denkt, lesen Sie, liebe Leserinnen und Leser, am Mittwoch.

Fünftens: Wie hat man sich die Berliner Tage aus RB-Sicht vorzustellen? Am Freitag checkt die RB-Delegation im Berliner Waldorf Astoria in der Nähe zum Kurfürstendamm ein. Das freudbetonte Abschlusstraining beginnt um 18.15 Uhr im Olympiastadion. Am Sonnabend setzt sich der Teambus gegen 17.45 Uhr in Bewegung. Nach dem Spiel sieht man sich geduscht und mit frisch gelegten Locken im "The Pearl" wieder. Beschreibung der In-Location: Stilvoller Club für Cocktails und Late-Night-Partys mit LED-beleuchteter Tanzfläche und VIP-Lounge. Falls es etwas zu feiern gibt, wird es für die RB-Entourage (Fußballer, Trainer, Frauen, Freundinnen, RB-Bedienstete, VIPs) spät. Falls es nichts zu feiern gibt, wird es auch spät bzw. früh.

Sechstens: Was gibt es Neues an der Schal-Gate-Front? Trägt Rudi Völlers (an den SC Freiburg) gerichtetes Stoßgebet Früchte, stricken die Breisgauer vielleicht doch Begegnungsschals? Nein, das Thema ist durch.

Laut Freiburgs Finanzvorstand Oliver Leki seien derartige Schals nur dann willkommen, wenn eine „Verbindung zwischen den Vereinen“ vorhanden und „eine hohe Akzeptanz“ seitens der SC-Fans gegeben sei. RB-Boss Oliver Mintzlaff hatte das Nein aus Freiburg unter „Respektlosigkeit“ einsortiert. Für Leki habe die Schal-Causa „überhaupt nichts mit fehlendem Respekt zu tun. Ich habe es zur Kenntnis genommen. Schön fand ich es nicht, denn am Ende reden wir über einen Schal.“

Siebtens: Was sagt RB zu Herrn Lekis Einlassungen? Florian Scholz, Kaufmännischer Leiter Sport: "Zunächst herzlichen Glückwunsch an den SC Freiburg zum Erreichen der Europa League. Wir sind voller Vorfreude auf das DFB-Pokal-Finale, darauf und auf nichts anderes richten alle hier bei RB ihren vollen Fokus."

Achtens: Gibt es vielleicht doch einen? Tausende! Fliegenden Händlern ist das Nein aus Freiburg völlig wumpe.

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Von Guido Schäfer

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