Fußball – Nordsachsenliga

FSV Oschatz schlägt Zwochau 8:0 – Außerdem musste der Notarzt anrücken

Der vierfache Torschütze Johannes Runge (links) für den FSV Oschatz setzt sich gegen Kevin Reiche durch. Runge gelang zwischen der 74. und 90. Minute ein lupenreiner Hattrick.

Der vierfache Torschütze Johannes Runge (links) für den FSV Oschatz setzt sich gegen Kevin Reiche durch. Runge gelang zwischen der 74. und 90. Minute ein lupenreiner Hattrick.

Oschatz/Zschortau. Das torreichste, aber auch härteste Samstagspiel in der Nordsachsenliga fand auf dem Oschatzer Kunstrasenplatz statt. Beim 8:0 der Gastgeber über den Tabellenvorletzten SV Zwochau erwischte es zunächst den Oschatzer Franz Philipp Kittelmann. Er musste in der 30. Minute nach einem Zweikampf im Mittelfeld behandelt werden und humpelte mit einem dicken linken Knie vom Platz.

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Der Oschatzer Franz Philipp Kittelmann wird nach einem Zweikampf im Mittelfeld von Mannschaftsleiter Rainer Schwurack behandelt. Links nutzt der Oschatzer Torschütze Kacper Artur Kordyka die Gelegenheit zu einer Erfrischung. Rechts schaut Ben Queißer nach Kittelmann. Im Hintergrund der Zwochauer Philipp Ertl (Mitte).

Der Oschatzer Franz Philipp Kittelmann wird nach einem Zweikampf im Mittelfeld von Mannschaftsleiter Rainer Schwurack behandelt. Links nutzt der Oschatzer Torschütze Kacper Artur Kordyka die Gelegenheit zu einer Erfrischung. Rechts schaut Ben Queißer nach Kittelmann. Im Hintergrund der Zwochauer Philipp Ertl (Mitte).

Nur zehn Minuten später wurde der Zwochauer Stephan Raatz im FSV-Strafraum gelegt. Seine Schmerzensschreie waren noch auf dem 50 Meter entfernten Parkplatz zu hören und der Notarzt musste anrücken. Für Raatz kam dann Nick Lengner ins Spiel. Schiedsrichter André Glatte vom LSV Mörtitz hatte es vor 45 Zuschauern versäumt, schon früh mit Gelben Karten die Härte aus dem Spiel zu nehmen.

Denn die Gäste und ihr Trainer Martin Gründling waren nach 21 Minuten Spieldauer schon total bedient. Bereits nach 60 Sekunden erzielte Kacper Artur Kordyka das 1:0. Tom Köhler (14.), Oliver Erdmann (17.) und Torjäger Johannes Runge (21.) legten schnell drei weitere Treffer zum 4:0-Pausenstand nach. Anschließend wurde es ruppig. „Eine Diagnose für Kittelmann haben wir noch nicht“, berichtete FSV-Mannschaftsleiter Rainer Schwurack.

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Torjäger Runge schafft Hattrick

Vor dem Anstoß schickten die Oschatzer noch schnell ein Handy-Teamfoto an Philipp Janke mit seinem Trikot mit der Nummer 23. Bei der 0:5-Heimniederlage gegen Beilrode vor zwei Wochen stand Janke noch in der Startelf. Doch vor dem Heimspiel gegen Zwochau musste er mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. „Wir wissen nicht, was ihn erwischt hat“, erklärte Schwurack.

Zwochaus Coach Gründling schaut verwundert auf seine Uhr. Sein Team kassierte in Oschatz in den ersten 21 Minuten vier Tore.

Zwochaus Coach Gründling schaut verwundert auf seine Uhr. Sein Team kassierte in Oschatz in den ersten 21 Minuten vier Tore.

Zurück zum Spiel. In der zweiten Halbzeit war es wieder Kordyka, der in der 67. Minute den ersten Oschatzer Treffer zum 5:0 erzielte. Nach dem Hattrick von Johannes Runge (74., 87., 90.) pfiff Schiedsrichter Glatte dann ab. „Wir sind glücklich, dass wir diesmal kein Gegentor bekommen haben“, sagte Schwurack.

Das lag auch an FSV-Keeper Florian Däbritz. Denn nach dem Foul an Raatz gab es gleich zweimal einen Elfmeter. Schwurack: „Beim ersten Versuch hatten die Zwochauer Betreuer den Platz noch gar nicht verlassen. Däbritz hat gehalten, aber der Strafstoß wurde wiederholt. Aber auch den zweiten Versuch hat unser Torwart pariert.“

SG Zschortau versöhnt Fans

Mit 26:25 Treffern hat Oschatz als Tabellenneunter (16 Pkt.) nun wieder ein positives Torverhältnis. Zwochau dagegen hat nach diesem Debakel mit 50 Gegentoren die schlechteste Bilanz der gesamten Nordsachsenliga. Gästekeeper Patrick Eichhof erwischte in diesem Auswärtsspiel auch einen rabenschwarzen Tag und war mit einigen Stellungsfehlern nicht schuldlos an den vielen Treffern.

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Der Oschatzer Oliver Erdmann (links) erzielt das 3:0 für seinen FSV. Zwochaus Torwart Eichhof (rechts) war zu weit aus seinem Tor herausgelaufen. Teamkollege Christian Pohle (Mitte) ist ebenso fehl am Platz.

Der Oschatzer Oliver Erdmann (links) erzielt das 3:0 für seinen FSV. Zwochaus Torwart Eichhof (rechts) war zu weit aus seinem Tor herausgelaufen. Teamkollege Christian Pohle (Mitte) ist ebenso fehl am Platz.

In Zschortau sahen die 65 Fans eine spannende Partie gegen den starken Aufsteiger SV Mügeln/Ablaß. Nach dem 2:1-Erfolg erklärte Alexander Prior von der SG: „Das war ein versöhnlicher im letzten Heimspiel vor Weihnachten. Wir hätten eigentlich auch das 3:1 oder 4:1 machen müssen. Am Ende hatten wir noch Glück, als Mügeln kurz vor Schluss nur an die Latte geschossen hat.“

Auch in Zschortau fiel der erste Treffer schon früh. Torjäger Tobias Gohla knallte den Ball nach vier Minuten aus zehn Metern unhaltbar in den rechten oberen Winkel des von Kurt Patitz gehüteten Mügelner Tores. Nach dem 1:1-Ausgleich durch Robin Schindler (24.) wurden die Gäste, die immerhin Tabellenvierter sind, dann stärker. Prior: „Es wurde ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.“

Auch Schwarzenberg schießt Hattrick

Bis zum Mügelner Abwehrfehler in der 67. Minute. Beim Versuch, vor dem eigenen Tor zu klären, landete der Ball ausgerechnet bei Tobias Gohla. Der Zschortauer Stürmer fackelte nicht lange und traf mit seinem neunten Punktspieltreffer zum 2:1 in lange Eck des Gästetores.

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Sechs Tore und einen lupenreinen Hattrick von Tom Schwarzenberg sahen die 45 Zuschauer in der Süptitzer Sportarena beim Spiel gegen das Schlusslicht vom TSV Rackwitz. Das Team von Trainer Markus Kessel ging durch einen Doppelschlag von Theo Melichar und Robert Mühlbach in der 20. Minute mit 2:0 in Führung. Nach der Pause erzielte Tommy Burchardt den Anschlusstreffer für Rackwitz, bevor Schwarzenberg seine drei Tore zum 5:1-Erfolg des Tabellendritten nachlegte (63., 76., 80.).

Der FSV Beilrode 09 setzte sich im Derby gegen die Gäste vom TSV 1862 Schildau mit 2:1 (1:1) durch. Johannes Milich hatte die Hausherren vor beachtlichen 127 Zuschauern in der 33. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, doch Felix Otto konnte kurze Zeit später ausgleichen (42.). Für die Entscheidung sorgte in der 75. Minute Rocky Wedehase mit seinem Treffer zum 2:1.

Die beiden punktgleichen Teams vom SV Naundorf und dem SV Roland Belgern spielten am Samstag unentschieden und bleiben mit 17 Punkten im Tabellenmittelfeld. Die 49 Fans sahen in der 41. Minute die 1:0-Führung durch den Naundorfer Maximilian Sven Kaiser. Philip Seidel stellte in der 67. Minute dann den 1:1-Endstand her.

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