Handball

Fünf Verletzte, aber starker Nachwuchs: SC DHfK Leipzig verliert letzten Test

Für den SC DHfK Leipzig war auch im zweiten Spiel gegen Plock nichts zu holen.

Für den SC DHfK Leipzig war auch im zweiten Spiel gegen Plock nichts zu holen.

Leipzig. Die Verantwortlichen beim SC DHfK Leipzig hatten mit Blick auf die katastrophale Wettervorhersage schnell geschaltet. Ein riesiges Unwetter sollte ganz Leipzig am Freitag unter Wasser setzen. Das Heldenfest des Handball-Bundesligisten wurde sofort vom Außengelände des Sportcampus in die Ernst-Grube-Halle verlegt, lediglich die Bier- und Essens-Stände blieben auf dem Vorplatz – und weitestgehend trocken. Lediglich am frühen Nachmittag hatte die Messestadt ein kleines Gewitter erlebt. Knapp 500 Fans – oder besser: Gut 500 Helden des SC DHfK Leipzig ließen es sich gut gehen und feierten beim anschließenden Testspiel gegen Champions-League-Teilnehmer Wisla Plock ihre Mannschaft. Doch für einen Sieg gegen das polnische Topteam sollte es trotz der Rückendeckung nicht reichen. Mit 21:24 verloren sie das letzte Testspiel der Vorbereitung.

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Der wohl größte Faktor: Die Liste der Verletzten bei den Grün-Weißen hatte über Nacht besorgniserregende Ausmaße angenommen. Zu Spielführer Luca Witzke und den Abwehr-Assen Marko Mamic und Maciej Gebala gesellten sich am Freitag auch noch Sime Ivic (Pferdekuss der üblen Sorte) und Patrick Wiesmach (Knieprobleme). Nachdem der dünne Kader bereits am Vortag eine deutliche Niederlage (23:32) gegen die Polen kassiert hatte, wirkte das „Rückspiel“ schon vor dem Anpfiff auf verlorenem Posten. Doch mit einer starken ersten Sieben hielten die Gastgeber in der Universitätssporthalle gut mit und blieben dem polnischen Spitzenteam auf den Versen. In der 15. Minute traf Marino Maric zum 6:6, brachte die Halle zum Beben. Der 9:8-Führungstreffer nach gut 20 Minuten setzte noch einen drauf.

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Die Frage in den Köpfen von so manchem Fan, Trainer, Spieler und Journalisten: Wie lange würde diese erste Sieben wohl standhalten? Denn ein Blick auf die Bank offenbarte nur wenige etatmäßige Profis und vor allem den zwar talentierten, aber dafür blutjungen Nachwuchs der Sachsen. Cheftrainer André Haber hatte fast den gesamten Anschluss-Kader einberufen, durfte von den Teenagern gegen die international erfahrenen Gäste aber sicherlich keine Heldentaten erwarten. Dafür von seinen Profis: Eine Minute vor dem Pausenpfiff versenkte Simon Ernst einen sehenswerten Kempa im Tor, doch die 12:11-Führung wussten die Polen noch auszugleichen.

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15 Minuten in der Kabine reichten, um zumindest ein paar Kräfte nach dem körperlich intensiven ersten Durchgang wieder herzustellen. Und für eine weitere Viertelstunde gab die erste Sieben noch einmal alles, blieb auf einen Treffer an Plock dran. Dann lichteten sich die Reihen und die Jungen Wilden betraten die Platte. Mit zeitweise drei Nachwuchs-Spielern gleichzeitig im Aufgebot blieben die Grün-Weißen weiterhin dran, konnten die Partie aber nicht mehr ausgleichen. Dennoch dürfen die Nachrücker Jakob Leun und Staffan Peter mit ihren Leistungen wahrlich zufrieden sein. Nach diesem 21:24 müssen sich die Leipziger vor dem Bundesliga-Auftakt am 1. September nicht fürchten – zumindest nicht, wenn der eine oder andere Verletzte aus dem Lazarett zurückkehrt.

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