Verkehrskonzept

Fußball-EM 2024: Philipp Lahm besucht Leipzig – Turnier ohne Parkplätze am Stadion

Philipp Lahm besucht als EM-Turnierdirektor die Sportschule "Egidius Braun" in Leipzig-Abtnaundorf.

Philipp Lahm besucht als EM-Turnierdirektor die Sportschule "Egidius Braun" in Leipzig-Abtnaundorf.

Leipzig. Die Pfade zur Fußball-Europameisterschaft 2024 führen manchmal an verwegene Orte. „Beim Zusammenspiel helfen Ausflüge ins Affenhaus, man braucht auch mal etwas gemeinsamen Wahnsinn“, sagte Markus Stenger, Geschäftsführer der DFB Euro GmbH bei einem Medientermin am Donnerstag in der Sportschule Abtnaundorf. Noch bis zum Freitag ist eine Delegation des DFB um Turnierdirektor Philipp Lahm auf Arbeitsbesuch in der Messestadt. „Working Visit der Euro 2024 GmbH“ nennt sich das Ganze im Duktus des Veranstalters. Schließlich ist Leipzig einer von zehn Austragungsorten, pardon, eine der „Host Cities“, der EM.

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Neben dem Wahnsinn stehen drängende Fragen der Organisation auf der Agenda, die sich in diesem Fall wahrscheinlich „To-do-Liste“ nennt. Da wäre vornehmlich das Verkehrskonzept – und siehe da, die fünftägige Visite förderte die erste konkrete Antwort zutage. Rund um das Stadion wird es während der EM-Partien keine öffentlichen Parkplätze geben, bis hin zum Cottaweg, wie Katja Büchel vom Amt für Sport mitteilte. Das Thema Verkehr bezeichnete sie als „Herausforderung“.

Neues dekoratives Element für zu Hause: Philipp Lahm mit dem Nussknacker vom Sächsischen Fußballverband.

Neues dekoratives Element für zu Hause: Philipp Lahm mit dem Nussknacker vom Sächsischen Fußballverband.

Die will man natürlich annehmen und am liebsten mit einer simplen Lösung versehen. „Im besten Fall reisen die Fans mit dem Zug an und laufen zum Stadion“, erklärte Stenger. Da das freilich nicht jedem möglich sein wird, feilen alle Beteiligten am Park-&-Ride-System. Auch das Müllkonzept und die Einrichtung einer Fanzone beschäftigen die Organisatoren.

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„Vom Papier in die operative Phase bringen“

„Die Stadt Leipzig denkt nachhaltig in vielen Bereichen“, befand Philipp Lahm und lobte „wie euphorisch die Stadt ist“. Stenger flankierte den Turnierdirektor mit den Worten: „Die Euro wird als Teil der Stadtgesellschaft gesehen.“ Gemeint waren damit allerdings nicht EM-Flaggen schwenkende Massen auf dem Marktplatz, sondern die Partner, die mit im Boot sitzen. Die Stadt, RB Leipzig als Stadionbesitzer, der Sächsische Fußball-Verband oder die Messe, wo das Internationale Medienzentrum (International Broadcast Centre) während des Turniers seinen Sitz haben wird.

„Alles wurde sehr positiv bewertet. Wir sind auf einem guten Weg, können Erfahrungswerte von 2006 einbringen“, bemerkte Katja Büchel mit Blick auf die Weltmeisterschaft vor 16 Jahren. „Wir müssen es jetzt nur vom Papier in die operative Phase bringen“, ergänzte Stenger. Die Überführung von der Theorie zur Praxis erweist sich bekanntlich in vielen Lebensbereichen als Königsdisziplin. Hierfür bietet sich die Einführung des Begriffs „King’s discipline“ an.

„Wir brauchen mehr Zusammenhalt“

In diesen Bereich fällt auch die Aufgabe von Anja Mittag. Sie ist als EM-Botschafterin Leipzigs für die freiwilligen Helferinnen und Helfer zuständig. 1600 „Volunteers“, wie sie offiziell heißen, braucht die Stadt. „Ich bin gespannt auf die nächsten eineinhalb Jahre und freue mich auf viele Freiwillige, die Bock darauf haben Leipzig und das ganze Turnier zu unterstützen“, sagte die Frauenfußball-Weltmeisterin und -Olympiasiegerin.

Bliebe die Frage, wie die EM 2024 zum nächsten deutschen Sommermärchen werden kann? „Wir brauchen mehr Zusammenhalt und ein Wir-Gefühl. Wir müssen eine Mannschaft finden, mit der sich die Menschen identifizieren können“, lautet die Antwort von Philipp Lahm. Es gibt leichtere Aufgaben. Passend dazu übergab Jörg Gernhardt einen erzgebirgischen Nussknacker vom Sächsischen Fußball-Verband an den Weltmeister von 2014. Der Weg zum „Official Uefa Euro 2024 Nutcracker“ ist nicht mehr weit. Die Gastgeber tun eben alles, um das Organisationsteam glücklich zu machen. Selbst Wahnsinn im Affenhaus scheint in diesem Fall eine förderliche Maßnahme zu sein.

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