Handball – Mitteldeutsche Oberliga

Gala-Abend mit Spitzenclubs: NHV Concordia Delitzsch empfängt HC Burgenland

Steve Baumgärtel in seinem letzten Spiel für den NHV Concordia Delitzsch bei der HSG Freiberg. Am Sonnabend gibt’s ein Wiedersehen.

Steve Baumgärtel in seinem letzten Spiel für den NHV Concordia Delitzsch bei der HSG Freiberg. Am Sonnabend gibt’s ein Wiedersehen.

Delitzsch. Es ist angerichtet für einen Gala-Abend. Man nehme mit Gastgeber NHV Concordia Delitzsch und dem HC Burgenland zwei Spitzenclubs der Mitteldeutschen Oberliga, die mit jeweils 6:0 Punkten überragend in die Saison gestartet sind. Und als pikante Zutaten gibt es für den NHV und seine Fans ein Wiedersehen mit zwei altbekannten Spielern. Denn beim Handballclub aus Naumburg, Prittitz, Stößen und Wethau steht seit Saisonbeginn Ex-Concorde Marian Voigt zwischen den Pfosten. Zudem verpflichtete der sportliche Leiter Steffen Baumgart vor einer Woche Steve Baumgärtel. Somit steht in der Mehrzweckhalle an diesem Sonnabend ein absolutes Topspiel an, das um 19 Uhr angepfiffen wird.

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Er werde „sicherlich mal in Delitzsch vorbeischauen“, versprach Baumgärtel, als er im Sommer das Ende seiner beeindruckenden Karriere verkündete, die ihn bis in die erste Bundesliga geführt hatte. Jetzt kommt er nicht als Zuschauer, sondern als gegnerischer Spieler zurück. Die Nachverpflichtung des „blonden Jünglings“ war aus Burgenlands Sicht nötig gewesen, weil Tom Hammer – wie Baumgärtel ein Linkshänder – sich eine Sprunggelenkverletzung zugezogen hatte und mehrere Monate ausfallen wird. Baumgärtel berichtet, dass auch einige Burgenland-Spieler auf ihn eingeredet hätten und „da habe ich schon Lust bekommen“. Er habe sich dann alles angeschaut „und direkt zugesagt, weil es sich richtig angefühlt hat“. Zum 41:26-Erfolg des HCB einen Tag später am vorigen Sonnabend gegen Aufsteiger Rot-Weiß Staßfurt steuerte der 38-jährige Routinier einen Treffer bei. Es war ein Abend, an dem laut Trainer Svajunas Kairis „einfach alles geklappt“ habe.

Vorfreude aufs Spiel

Die Vorfreude auf die Partie in Nordsachsen ist nicht nur bei Baumgärtel groß, sondern auch bei Voigt. „So schnell wieder in dieser Halle zu spielen, aber Freunden gegenüberzustehen, ist schon spannend“, sagt der Schlussmann. Natürlich will er zeigen, „dass sich der Schritt gelohnt hat“. Vor allem „freue ich mich auf die Atmosphäre während des Spiels. Sicher gebe ich alles dafür, die Stimmung nicht allzu gut werden zu lassen“, schmunzelt der Keeper. Er hatte sich für den Wechsel entschieden, um zumindest mittelfristig in der dritten Liga zu spielen. Aus dieser Staffel ist Burgenland abgestiegen, gilt aber als hoher Favorit auf den Meistertitel und die sofortige Rückkehr in die Drittklassigkeit. Voigt berichtet, dass er sich gut eingelebt habe. „Ich bin stolz auf seine Entwicklung“, kommentiert NHV-Chefcoach Jan Jungandreas.

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Überaus zufrieden zeigt er sich aber auch mit Voigts Nachfolger Max Neuhäuser, der vom HC Burgenland zurück an den Lober kam. „Er hat unsere Erwartungen voll erfüllt und ist ein sicherer Rückhalt.“ Gegen seinen alten Verein werde er „bis in die Haarspitzen motiviert“ sein. „Wir brauchen eine stabile Defensive und müssen im Angriff einen Zacken zulegen“, fordert der Trainer, dessen Team am vorigen Wochenende in Pirna mit dem 21:20 einen Überraschungssieg landete. Es werde ohne Zweifel ein sehr schweres Spiel, ein harter Kampf. „Aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken.“

„Mega Start des NHV“

Voigt jedenfalls zeigt großen Respekt vor dem NHV. „Optimal war deren Start auf jeden Fall, gerade in Pirna zu gewinnen ist eine Hausnummer.“ Kämpferisch sei nichts verloren gegangen. Die von Trainer Jungandreas geprägte Mentalität lasse die Delitzscher verdient dort stehen, wo sie seien. „Unterschätzen wird Delitzsch also niemand. Aber auch wir haben unsere Aufgaben erfüllt und gezeigt, dass wir Qualität auf jeder Position haben“, meint Voigt. Er rechnet damit, dass es die Concorden am Ende auf jeden Fall unter die Top 5 schaffen können. „Sie werden hundertprozentig weiter Favoriten ärgern.“ Baumgärtel räumt ein, dass er den „mega Start des NHV“ so nicht erwartet habe. Durch dieses Selbstbewusstsein und Selbstverständnis werde es „ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe mit einem tollen Publikum“. Voigt wiederum hofft, dass sein neuer Klub im Saisonverlauf den direkten Aufstieg packt. Dazu dürften viele Gala-Auftritte nötig sein.

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