Regionalliga Nordost

Gegen Erfurt als Außenseiter: Chemie Leipzig freut sich auf Spitzenspiel

Der Norddamm wird auch gegen Erfurt gut gefüllt sein.

Der Norddamm wird auch gegen Erfurt gut gefüllt sein.

Leipzig. Wieder einmal empfangen die Chemiker einen Tabellenführer. Einen Spitzenreiter, mit dem wohl angesichts der Mega-Konkurrenz im Ligafeld so gar niemand gerechnet hatte. Denn die Erfurter sind Aufsteiger aus der Oberliga, hatten dort keinesfalls völlig unangefochten den Ligasieg geholt und sind seit Sommer erst mal wieder neu in der Regionalliga Nordost. Doch in zunehmend souveräner Art und Weise siegen sich die Blumenstädter durch die Liga, schossen zuletzt die beste Regionalliga-Auswärtsmannschaft Babelsberg mit 6:2 aus dem eigenen Stadion. Die Rot-Weißen sind nicht nur zweitbeste Heimmannschaft (acht Spiele, fünf Siege, nur eine Niederlage), sondern mit nur einer Niederlage und zwei Remis auch drittbestes Auswärtsteam. Chemie hingegen steht in der Tabelle der besten Heimmannschaften auf Rang vier, verlor bisher in sieben Kicks nur ein einziges Mal im heimischen Alfred-Kunze-Sportpark. Also ein echtes Spitzenspiel im AKS!

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BSG fühlt sich wohl in der Außenseiterrolle

All diese Statistiken sind Schall und Rauch, wenn am Sonntag angepfiffen wird. Auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten, die Tagesform oder/und das Glück spielen entscheidende Rollen. Das Quäntchen mehr Biss, Willen, Opferbereitschaft sind die Entscheider bei einer solchen Partie. In Erfurt haben sie nicht nur Erfahrung mit Blumen und Pflanzen. Seit dem 7. Jahrhundert beschäftigten sich Mönche mit dem Anbau von Gemüse und Kräutern, fand die Internationale Gartenausstellung IGA (1961 bis 1991) statt und zuletzt die Bundesgartenschau. Auch mit höherklassigem Fußball sind sie in der Blumenstadt vertraut, Fans und Stadt lechzen nach mehr. Nach den Finanzquerelen und dem fragwürdigen Umgang mit fremdem Geld, einhergehend mit Zwangsabstieg und Fünftklassigkeit, wollen sie nun wieder hoch. 3. Liga, am besten so schnell wie möglich, als Zwischenstation. Chemie hingegen bäckt kleine Brötchen, schielt allenfalls in die Spitzenregion von Liga vier, weiß um die Unzulänglichkeiten in Stadion und Umfeld.

Motiviert sind beide Teams bis in die Haarspitzen, keine Frage. Chemie kann man bis an diese Stelle als Sensationsmannschaft der ersten Halbserie bezeichnen, wenn da nicht der Gegner Erfurt wäre. Denn mit seinem ersten Tabellenplatz läuft der Aufsteiger den Leutzschern in diesem Klassement sogar noch den Rang ab. Das wird die Jagatic-Truppe aber nicht stören, ganz im Gegenteil. Als leichter Außenseiter fühlen sich die Chemiker noch immer wohl. Wer alles an Bord sein wird, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel. Der eine oder andere Kicker in Grün-Weiß kränkelte, Torjäger Denis Jäpel war angeschlagen, der andere (Florian Kirstein) fehlt wegen seiner Reise.

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Der würdige Rahmen indes ist gesetzt. Bisher wurden bereits über 4000 Tickets für die Partie am Sonntag verkauft, das Gästekontingent von 700 Karten wurde von RWE vollständig abgenommen. Die Tageskasse für Gästefans bleibt geschlossen. Restkarten und Rückläufer für die Heimbereiche werden an der Tageskasse ab 12 Uhr angeboten. Einlass zum Spiel ist ebenfalls 12 Uhr, Anpfiff dann 14 Uhr. Da es sich um ein Sicherheitsspiel handelt, ist mit polizeilichen Maßnahmen zur Fantrennung und verkehrlichen Einschränkungen in Leutzsch zu rechnen. Rechtzeitiges Erscheinen und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel werden empfohlen.

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