Handball

Zehn Spiele, ein Sieg: Geht jetzt auch beim SC DHfK Leipzig die Trainerdiskussion los?

Andre Haber, Trainer des SC DHfK Leipzig.

Andre Haber, Trainer des SC DHfK Leipzig.

Leipzig. "Wir dürfen hier heute nicht mit zehn Toren verlieren", stellte DHfK-Coach nach dem 22:32 (13:14) seiner Jungs gegen den THW Kiel am Mittwochabend fest - mehrfach. Der Trainer versuchte nach der am Ende deutlichen Niederlage vor allem das Positive zu sehen: Etwa, dass man zumindest in der ersten Hälfte auf Augenhöhe mit dem Rekordmeister agiert habe und auch nach 40 Minuten mit nur zwei Toren zurücklag.

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Doch Fakt ist, dass die Leipziger nun mal mit zehn Toren Unterschied verloren und nach der 22:25-Auftaktpleite In Hannover mit null Punkten auf Rang 15 der Bundesliga-Tabelle liegen. Wenn man die Endphase der vergangenen Saison betrachtet, wird die Bilanz noch bitterer, denn schon da schafften die Grün-Weißen aus den letzten acht Spielen nur einen Sieg. Am Ende rangierte man mit zwei Minuspunkten auf Platz acht und damit deutlich schlechter als in der Vorsaison - nachdem es in den Jahren zuvor fast kontinuierlich nach oben gegangen war. Das Ziel für diese Spielzeit laut Manager Karsten Günther - mindestens Platz fünf und damit Europa-Cup - liegt auch schon wieder in etwas weiterer Ferne.

Eine Tendenz wollte André Haber jedenfalls (noch) nicht sehen, da sich seine Mannschaft im Vergleich zum Hannover-Match gegen Kiel schon gesteigert habe. Dennoch muss sich der Coach mit der ersten größeren Krise seit seiner zweiten Amtsübernahme im Oktober 2018 auseinandersetzen. Mit 36 Jahren ist der gebürtige Meeraner immer noch ein junger Trainer, obwohl er bereits seit 2008 in verschiedenen Funktionen für den SC DHfK aktiv ist. Nun muss Haber zeigen, dass er den berühmten Turnaround bei den Handballern schaffen kann, der nur etwa 100 Meter weiter westlich bei den Fußballern von RB Domenico Tedesco nicht mehr zugetraut wurde. Am Tag des Kiel-Spiels wurde der Übungsleiter entlassen, nach nicht einmal zehn Monaten bei den „Roten Bullen“.

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André Haber dürfte etwas sicherer im Sattel sitzen, schon allein wegen seiner jahrelangen Freundschaft mit Karsten Günther. Für den DHfK-Trainer werden nun die kommenden Partien am 15. September bei den Rhein-Neckar Löwen und vor allem die beiden Heimspiele gegen den HSV Hamburg (18. September) und HC Erlangen (22. September) entscheidend. Aus den drei Duellen sollten die Leipziger mindestens vier Punkte holen. Das Habersche Rezept dafür: Die Trainingsqualität weiter erhöhen. Und in den Spielen konstanter werden, um nicht irgendwann wieder regelmäßig an der Deckung zu scheitern wie am Anfang in Hannover und amEnde gegen Kiel. „ Ich weiß, wie wir es angehen müssen“, sagt Haber.

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