Fußball-Regionalliga

Harant-Freistoß ins Glück: Chemie Leipzig bezwingt Jena 1:0

Lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe: Florian Brügmann vor Pasqual Verkamp.

Lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe: Florian Brügmann vor Pasqual Verkamp.

Leipzig. Chemie Leipzigs Siegesserie reißt nicht ab. Gegen Carl Zeiss Jena verwandelte sich der Alfred-Kunze-Sportpark erneut zum Albtraum für Topteams. 1:0 setzten sich die Chemiker am Freitagabend gegen die bisher ungeschlagenen Thüringer durch und siegten im fünften Spiel in Folge. Zum Helden des Abends wurde Innenverteidiger Philipp Harant, der in der 67. Minute traumhaft per direktem Freistoß ins lange Eck traf.

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In Vergleich zum Spiel in Chemnitz wechselte Trainer Miro Jagatic einmal. Philipp Wendt rückte für den angeschlagenen Paul Horschig in die Dreierkette. Denis Jäpel schaffte es nach seinem Crash in die Chemnitzer Stadionmauer gegen seinen Ex-Club direkt wieder in die Startelf.

Als die letzten Rauchschwaden der Bengalos aus dem Chemie-Block über den Rasen zogen, hatten es alle der 4999 Zuschauer auf ihre Plätze geschafft. Mit zehn Minuten Verspätung pfiff Schiedsrichter Tim Kohnert die Partie an, ein Zug aus Jena hatte es nur mit Verspätung nach Leipzig geschafft. Den vom Flutlicht erleuchteten AKS heizten beide Fankurven mit ihren Gesängen auf.

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Auf dem Feld wurde Carl Zeiss immer wieder über ihren Topscorer Pasqual Verkamp gefährlich, den die Grün-Weiße Abwehr auf der rechten Seite nur schwer unter Kontrolle bekam. Nach sieben Minuten tauchte Verkamp nach einem hohen Ball hinter die Kette frei vor Benjamin Bellot auf, Wendt brachte sein Bein gerade noch dazwischen. Verkamp war es auch, der Jenas beste Chance einleitete: Seinen Ball an den Elfmeterpunkt schloss Justin Petermann direkt ab. Bellot regierte herausragend per Fußabwehr (26.).

Nächster Halt: Derby

Chemie konzentrierte sich aufs Umschaltspiel, vor dem Jenas Coach Andreas Patz schon im Vorfeld warnte. Zweimal verpasste Manassé Eshele eine Hereingabe von der rechten Seite knapp. Auf der Gegenseite streifte Petermanns Schuss aus 18 Metern über den Querbalken.

Verkamp eröffnete auch den zweiten Durchgang. Ein missglückter Bellot-Abschlag kam wie ein Bumerang zurück. Nach Stellungsfehler von Harant lupfte der 24-Jährige über den BSG-Keeper, wieder musste Wendt retten (46.). Nach 67 Minuten hatte Harant vor den Fans auf der Nordtribüne seinen großen Auftritt. Aus 20 Metern schweißte der Innverteidiger einen Freistoß von Halblinks ins Dreiangel. Danach fand Jena keine Antwort mehr – erneut konnten die Chemie-Fans jubeln.

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Jenas Trainer Andreas Patz trauert den Chancen nach: „Wir haben es einfach verpasst, ein Tor zu machen. Nach der Halbzeit hatten wir bis zum Gegentor das Spiel im Griff, drei hundertprozentige nicht gemacht. Die Niederlage müssen wir uns selbst zuschreiben, da hätte man lieber das 0:0 mitgenommen. Das tut richtig weh.“

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Chemies Trainer Miro Jagatic weiß, dass der Sieg knapp war: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut ins Spiel gefunden. Dann war es ein Schlagabtausch in der zweiten Halbzeit. Wenn Jena bei von seinen Hundertprozentigen ein Tor macht, stehst du da und guckst dich an. Durch den super Freistoß von „Harry“ haben wir dann in die Partie gefunden. Wir sind überglücklich, ich bitte aber alle: Nicht viel reden, einfach weiter arbeiten. Wir wollen nicht nach Sternen greifen, sondern weiter demütig bleiben. Ein Zwischenfazit ziehen wir nach zehn Spieltagen.“

Für Chemie geht es kommenden Sonntag (16 Uhr) zum Derby ins Bruno-Plache-Stadion. Die 500 Gästetickets gehen nicht in den freien Vorverkauf, sondern werden an die Chemie-Fanclubs verteilt.

Chemie: Bellot – Harant, Keßler, Wendt – Brügmann, Mast, Bury, Surek – Mäder (72. Kirstein), Eshele (81. Wajer), Jäpel (88. Kanther)

Von Leon Heide

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