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Handball

Jubel ohne Ende: LSV Ziegelheim feiert in Gera den Klassenerhalt

André Biedermann vom LSV Ziegelheim (in einem früheren Spiel) holt zum Wurf aus.

André Biedermann vom LSV Ziegelheim (in einem früheren Spiel) holt zum Wurf aus.

Gera. Am späten Sonntagnachmittag kannte der Jubel in der Geraer Panndorfhalle im Ziegelheimer Lager keine Grenzen mehr. Vollkommen verdient hatte man soeben die Gastgeber vom Post SV Gera geschlagen und gleichzeitig von der Niederlage der Behringer gegen Werratal erfahren. Denn nach den Ergebnissen vom Wochenende kann der LSV nicht mehr vom zehnten Tabellenrang verdrängt werden und spielt damit auch in der neuen Spielzeit in der höchsten Spielklasse des Freistaates.

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Gutes Angriffsspiel

Nach etwas holprigen Beginn konnte der LSV das Spiel an sich reißen und hatte dabei mit David Püschel zwischen den Pfosten wohl den Matchwinner auf seiner Seite. Da ihm auch sein Ersatz Michael Wolf in nichts nachstand, waren es vor allem die beiden Ziegelheimer Torhüter, welche nie einen Zweifel an den beiden Punkten aufkommen ließen. LSV Trainer Patrick Jahn zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Nach einem schleppenden Beginn kamen wir immer besser ins Spiel und konnten unser Angriffsspiel entfalten. Bis zur 20. Minute lief alles reibungslos, dann hatte sich Gera aber auf unsere Angriffe eingestellt. Deswegen haben wir zur zweiten Halbzeit unser Oldie-Duo mit Steffen Moritz und Ralf Reusch gebracht, weil wir wussten, dass diese Achse immer funktioniert. Unsere beiden Torhüter waren mit unserer Abwehr ausschlaggebend für den Auswärtssieg, mit welchem sich meine Jungs die Sommerpause redlich verdient haben.“

Fans leisten ganze Arbeit

Im Vergleich zur Vorwoche fehlte im Ziegelheimer Lager der verletzte André Heinig. Dafür rückte Steffen Moritz wieder mit auf das Spielprotokoll. Außerdem schielte man an diesem Tag immer mit einem halben Auge nach Behringen, wo die HSG Werratal für den direkten Klassenerhalt des LSV unbedingt gewinnen musste. Beiden Teams war die Nervosität zu Beginn deutlich anzumerken und so war es Andreas Biedermann, welchem nach fünf Minuten vom Kreis das 1:1 gelang. Weiterhin waren die Abwehrreihen dominierend und nach zehn Minuten waren erst vier Treffer gefallen (2:2). Schon da zeigte sich David Püschel wieder bärenstark und rettete ein ums andere Mal für seine Vorderleute. Angetrieben von rund 50 LSV-Fans übernahm der LSV nun langsam, aber sicher das Kommando im Spiel und Marcel Jahn stellte erstmals eine Zwei-Tore-Führung (6:4) auf. Max Harles stellte gar auf 9:6. Doch langsam schlichen sich auch wieder Fehler bei den Gästen ein. Da war es gut, dass David Püschel innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Strafwürfe parierte und Marcel Jahn auf der Gegenseite eiskalt vom Punkt zum 12:9 vollstreckte.

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Nach der Pause kam es noch einmal zum letzten Aufbäumen der Gastgeber. Anschließend übernahm aber für einige Minuten die Achse Steffen Moritz auf Kreisläufer Ralf Reusch das Spiel. Immer wieder fand Steffen Moritz am Kreis Ralf Reusch, welcher entweder vollendete oder nur auf Kosten eines Strafwurfes zu stoppen war. Von einem 12:11 setzte sich der LSV bis auf 17:11 ab und sorgte damit für eine kleine Vorentscheidung. Zudem parierte David Püschel bereits seinen dritten Siebenmeter. Langsam aber sicher schielte man deswegen immer mehr nach Behringen, wo Werratal erstmals die Führung übernommen hatte. Die LSV Abwehr stand nun immer besser und vorn war vor allem Ronny Wunderlich nicht mehr zu bremsen, zog immer wieder an den Ketten. Und auch Steffen Moritz zeigte mit zwei Toren in einer Phase, als Gera noch einmal aufkam, seine ganze Klasse (22:17).

Auswärtssieg und Klassenerhalt

Im LSV-Tor machte nun Michael Wolf dort weiter, wo David Püschel vor ihm aufgehört hatte. Einige freie Würfe und zwei weitere parierte Strafwürfe später sorgte er für einen sicheren Vorsprung seiner Mannschaft. Fünf Minuten vor dem Ende auf einmal Jubel im Ziegelheimer Block, obwohl Gera im Angriff war. Das Endergebnis aus Behringen machte die Runde und versetze den LSV-Anhang in wahre Jubelstürme. Die Werrataler hatten das Spiel gewonnen und als Ronny Wunderlich auf der Platte in Gera mit seinem siebten Treffer zum 26:19 traf, gingen die letzten Minuten im Jubel aller Ziegelheimer unter. Was für ein Sonntag für die LSV-Handballer, welche noch minutenlang auf dem Feld und auf den Rängen einen vollkommen verdienten Auswärtssieg und Dank der Schützenhilfe der Werrataler gleichzeitig den Klassenerhalt feiern konnten.

LSV: Püschel, Wolf; Harles (1), Raubold, Köblitz (1), Kühnert (2), Moritz (2), Reusch (1), M. Krause, Winter, Wunderlich (7), J. Krause (2), Jahn (9/8), Biedermann (2)

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Von Nico Stötzner

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