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Fußball

Jubiläum bei Motor Altenburg: Ein Blick auf 70 Jahre Fußball

12. April 1997: Perry Bräutigam (re.) im Luftduell mit Stuttgarts Giovane Elber. Bräutigam probierte sich bereits als Sechsjähriger bei Motor Altenburg aus.

12. April 1997: Perry Bräutigam (re.) im Luftduell mit Stuttgarts Giovane Elber. Bräutigam probierte sich bereits als Sechsjähriger bei Motor Altenburg aus.

Altenburg. Der Fußballverein Motor Altenburg feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Am kommenden Wochenende, den 25./26. Juni, kann der Verein auf 70 Jahre Fußball zurückblicken. Ein Grund, auf die Fußballgeschichte kurz einzugehen – und das nach einer Saison, in der der Verein in die Kreisoberliga aufgestiegen ist.

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Betriebssportgemeinschaft „Motor“ Altenburg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Altenburg bereits 1946 die Turn- und Sportbewegung wieder ins Leben gerufen. Auf Beschluss der IG Metall erhielt aufgrund der metallverarbeitenden Trägerbetriebe die Betriebssportgemeinschaft den Namen „Motor“ Altenburg. Dies geschah am 2. Mai 1952, somit der Geburtsstunde des bekannten und viele Jahre größten Sportvereins im Landkreis und Bezirk Leipzig. Zum Verein gehörten damals circa 2000 Mitglieder in 15 Sportsektionen. Dabei war die Fußballsektion eine der größten und bedeutendsten im Verein.

Heute ist Motor Altenburg ein reiner Fußballverein. Die Herrenmannschaft schaffte den Aufstieg in die Kreisoberliga. Zum Verein gehört eine starke Nachwuchs-Abteilung mit neun Mannschaften, A- und C- Junioren, jeweils drei Mannschaften der D- und E- Junioren. Dazu gehört auch noch ein G- Junioren-Team. Die Frauen spielen in einer SG mit SV Löbichau.

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Noch ein schöner Erfolg ist der Aufstieg der D- Junioren in die Thüringer Verbandsliga. Präsident des Vereins ist Frank Berlin, als Vizepräsidenten wirken Rene Seidel und Eberhard Staab.

Wechselvolle Fußballgeschichte

1949 gehörte die I. Männermannschaft der Fußballer noch der Oberliga an, stieg aber in der Saison 1951/52 in die DDR-Liga, Staffel I ab. Es folgten die Jahre in dieser zweithöchsten Spielklasse der DDR. Danach folgten Jahre in der 2. DDR-Liga, bis dann der Abstieg in die Bezirksliga folgte. Dort wurde mit wechselndem Erfolg gespielt. Bezirksmeistertitel geholt, Aufstiege verpasst oder auch geschafft.

1972 stieg Motor in die Bezirksklasse ab, spielte dort bis 1974. Die Durststrecke wurde 1975 mit dem 1. Platz in der Bezirksklasse und dem Wiederaufstieg überwunden. 1975/76 agierte Motor mit Übungsleiter Siegfried Krug wieder in der Bezirksliga, holte Rang zwei hinter Lok Leipzig II. Da die Leipziger nicht aufstiegsberechtigt waren, hatte Motor den Durchmarsch von der Bezirksklasse in die DDR-Liga vollzogen. In der DDR-Liga-Saison 1976/77 reichte das Potenzial von Motor nicht für den Klassenerhalt. Hinter Stahl Nordwest Leipzig kam Motor auf Rang zwei. Im harten Zweikampf mit Chemie Markkleeberg holte sich Motor 1978/79 den Bezirksmeistertitel und so mit dem Übungsleiterduo Krug/Brieger und Mannschaftsleiter Grohmann auch den DDR-Liga-Aufstieg. In der Staffel E der DDR-Liga kam Motor nur auf Rang 10, was den Abstieg bedeutete.

1980/81 konnte Motor zum 5. Mal den Bezirksmeistertitel unter Übungsleiter Bruno Schneider sichern, stieg damit in die DDR-Liga Staffel C auf. Jedoch wurde Motor nur Vorletzter in dieser Staffel und musste wieder absteigen. In der letzten DDR-Saison 1989/90 kam Motor auf Platz 4 , sicherte sich so einen Platz in der Landesliga Sachsen.

Nach dem Wechsel des Kreises Altenburger Land nach Thüringen spielte Motor in der Thüringenliga in der Saison 1991/92 mit Trainer Bernd Naundorf. Bis 2000 spielte Motor in der Thüringer Landesliga, hatte Plätze zwischen 4-14 inne. 2000 erfolgte dann leider der Abstieg in die Landesklasse.

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Es kam noch schlimmer mit dem Abstieg in die Bezirksliga Ostthüringen. 2006 konnte Motor Bezirksmeister von Ostthüringen werden, damit den Aufstieg in die Landesklasse vollziehen und im gleichen Jahr auch Ostthüringer Pokalsieger werden. Mit Trainer Frank Weidner wurde in der Saison 2007/08 der zweite Platz in der Landesklasse Ost erreicht.

2009 gelang dann aber doch der Aufstieg zur Landesliga. Motor bildete 2013 mit Lok Altenburg eine Spielgemeinschaft, die bis 2017 Bestand hatte. Bis 2017 spielte Motor in der Thüringer Landesliga. Als Motor sich aus der Landesklasse verabschiedete, wurde das Team im Kreisfußball eingeordnet. In der Saison 2018/19 spielte Motor Altenburg in der 1. Kreisklasse und schaffte sofort den Staffelsieg und damit den Aufstieg zur Kreisliga. 2022 stieg Motor in die Kreisoberliga Ostthüringen auf.

Bekannte Spieler

Als bekannte Fußballer, die sich in Altenburg entwickelten, können genannt werden: Rainer Baumann, DDR-Nationalspieler und Oberligaspieler Lok Leipzig. Arthur Bialas, Nationalspieler, Empor Rostock, Hans-Georg Kiupel, Nationalspieler, ASK Vorwärts Berlin, Perry Bräutigam, DDR Nationalspieler, FC CZ Jena, Günter Schmahl, DDR-Juniorenauswahl, Jürgen Albrecht, Oberliga Lok Leipzig, Bernd Wiesmann, Oberliga Stahl Riesa, Gerd Weidhaas, Stahl Eisenhüttenstadt und Hans Welwarsky, Chemie Böhlen.

Motor Altenburg kann also im Jubiläumsjahr auf eine lange, mit Höhen und Tiefen versehene, insgesamt jedoch erfolgreiche Fußballgeschichte zurückblicken.

Großes Programm

Das wird auch Thema der Festtage vom 24. und 25. Juni sein. Am Freitag wird das Fest um 17.30 mit einem Frauenfußballspiel eröffnet. Der Sonnabend ist dem Fußball vorbehalten. Ab 9.30 Uhr findet der Allianz-Cup der D-Junioren statt sowie ein Spiel der F-Junioren gegen Wintersdorf. Es gibt um 11.30 Uhr ein Spiel der Bambinis. Zuvor ist ein „Schnupper- Vormittag“ der Kinder angesagt. Das Sportabzeichen kann absolviert werden. 11 Uhr ist das Spiel der C-Junioren gegen Heukewalde vorgesehen.

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Höhepunkt am Nachmittag 14 Uhr ist das Herrenspiel des neuen Kreisoberligisten gegen die Motor-Landesliga-Traditionsmannschaft. 16 Uhr folgt ein Spiel der „11 Freunde“. Und selbstverständlich kann gegessen und getrunken werden, wie es sich für ein Fest gehört.

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Von Reinhard Weber

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