Fußball

Kein Oberliga-Format: FC Grimma setzt das Saisonfinale mächtig in den Sand

Mit einer 1:4-Niederlage beim SV 09 Arnstadt beendet der FC Grimma (in rot) die Oberliga-Saison. Hier ein Zweikampf im Mittelfeld.

Mit einer 1:4-Niederlage beim SV 09 Arnstadt beendet der FC Grimma (in rot) die Oberliga-Saison. Hier ein Zweikampf im Mittelfeld.

Arnstadt. Nachdem Fußball-Oberligist FC Grimma vor einer Woche mit einem 3:1 (0:1)-Heimsieg über den FC Oberlausitz Neugersdorf den Klassenerhalt vorzeitig realisieren konnte, haben die Muldestädter ihre letztes Saisonspiel gewaltig in den Sand gesetzt. Nach eine Serie von sieben Begegnungen ohne Niederlage unterlagen die Ziffert-Schützlinge beim Absteiger SV 09 Arnstadt vor 80 Zuschauern im Sportforum „Am Obertunk“ mit 1:4 (0:0).

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Ausfälle zwingen zum Umbau

Natürlich war der Klassenverbleib bereits in trockenen Tüchern, sodass es für die Muldestädter um nichts mehr ging. Doch der Auftritt in Thüringen hatte kein Oberliga-Format. Demzufolge war FC-Trainer Steffen Ziffert nach dem Schlusspfiff richtig bedient. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen etwas mühsam aufgebaut, was wir uns im letzten Saisonspiel fahrlässig mit dem Hinterteil wieder eingerissen haben“, befand der Grimmaer Coach.

Auf der anderen Seite war Arnstadts Trainer Martin Hauswald sehr angetan von der Vorstellung seines Teams. „Für uns war es natürlich ein schöner Abschluss im letzten Heimspiel“, so der ehemalige Profi-Kicker. „Wir wollten uns ordentlich verabschieden. Das ist uns gelungen.“ Aufgrund der Ausfälle von Felix Beiersdorf, Jan Hübner und Lucas Bartsch musste FC-Trainer Steffen Ziffert sein Team etwas umbauen.

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Bereits mit dem ersten Angriff im Spiel hätten die Gastgeber zwingend in Führung gehen müssen, doch scheiterte der frei durchgebrochene Marco Pusch am gut reagierenden Nico Becker im Grimmaer Tor (1.). Nach einem Eckball rettete Tim Mattheus nach einem Schuss von Silvano Varnhagen für seinen geschlagenen Torhüter (9.). Später strich ein Schuss von Lukas Scheuring am FC-Gehäuse vorbei (22.).

In dieser Phase tat sich als kleiner Lichtblick immer wieder der Grimmaer Matty Goldammer hervor, der mit guten Ideen für Gefahr sorgte. Zunächst traf Jakob Funken nach einem Goldammer-Pass aus bester Position nur das Außennetz (8.), anschließend rettete SV-Kapitän Martin Skaba nach einer gefährlichen Goldammer-Eingabe in höchster Not (19.). Die beste Möglichkeit ließ Funken ungenutzt, als er allein auf das Arnstädter Gehäuse zulief, jedoch in Schlussmann Christian Apel seinen Meister fand (30.).

Vier Tore in 45 Minuten

Nach dem Wechsel war den Platzherren der Wille zum Sieg anzusehen. Als Keeper Nico Becker einen Eckball von Hädrich unterlief, hätte Varnhagen den Absteiger in Führung bringen müssen, doch drosch er die Kugel freistehend über das Gehäuse (51.). Kurz darauf war es dann aber soweit. Eine flache Eingabe von Vincent Barthel trudelte durch den ganzen Strafraum. Am langen Pfosten hämmerte Maximilian Seiml die Kugel zum 1:0 unters Tordach (56.).

Kurz darauf erneut lange Gesichter im FC-Lager. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf nutzte Hädrich das inkonsequente Eingreifen der Grimmaer und überwand Becker mit einem Schuss ins kurze Eck zum 2:0 (62.). Nach der anschließenden Trinkpause folgte eine zehnminütige Grimmaer Drangphase mit guten Möglichkeiten. Mit dem Arnstädter 3:0 waren dann sämtliche Messen gelesen. Varnhagen zog in Höhe der Mittellinie staubtrocken ab und der Grimmaer Keeper Becker hatte nicht die Spur einer Chance (82.).

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Nur 60 Sekunden erlief sich Scheuring einen viel zu kurz geratenen Rückpass und überwand Becker per Flachschuss zum Arnstädter 4:0 (83.). Immerhin gelang Kevin Wiegner kurz vor dem Abpfiff noch eine Ergebniskosmetik, als er nach Vorarbeit von Goldammer auf 1:4 verkürzen konnte (89.).

Arnstadt: Apel – Skaba (ab 86. Engelmann), Kiraly (ab 70. Bertram), Stelzer, Barthel – Varnhagen – Seiml (ab 79. Ruschke), Hummel (ab 86. Ševcuks), Scheuring, Hädrich (ab 86. Hofmann) – Pusch.

Grimma: Becker – Markus (ab 76. Kunath), Konzok, T. Ziffert, Mattheus (ab 65. Käseberg) – Schwarz (ab 46. Sommer), Brand – Goldammer, Funken (ab 76. Ruppelt), Wiegner – Ronneburg (ab 65. Wenzel).

Von Tom Rietzschel

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