Regionalliga Nordost

Klarer Sieg! Lok Leipzig lässt Tennis Borussia keine Chance

„Oldie“ Sascha Pfeffer brachte den 1. FC Lok Leipzig mit seinem Treffer kurz vor dem Pausentee in Führung.

„Oldie“ Sascha Pfeffer brachte den 1. FC Lok Leipzig mit seinem Treffer kurz vor dem Pausentee in Führung.

Leipzig. Das Tabellen-Schlusslicht ist zu Gast in Probstheida. Gegen Tennis Borussia Berlin wollte der 1.FC Lok Leipzig heute den sehr vernünftigen Saisonstart vergolden und die gute Frühform bestätigen.

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Überraschung auf dem Aufstellungsbogen - Trainer Almedin Civa nahm einen Wechsel auf der Torhüterposition vor, Niclas Müller erhielt eine frühzeitige Bewährungschance und durfte sein Saisondebüt zwischen den Stangen geben. Die bisherige Nummer 1 Isa Dogan schmorte auf der Bank. Civa gab den Grund vor Anpfiff zu Protokoll: „Isa steht bald eine schwere Operation am Kiefer bevor, deshalb nehmen wir ihn jetzt mal raus. Wir haben mit Niclas eine sehr gute Alternative und er soll jetzt etwas Rhythmus bekommen.“

Torjäger Ziane läuft mit Handicap auf

Weiterhin nicht im Kader standen Riccardo Grym und Eric Voufack, letzterer reichte heute morgen den gelben Schein ein, ihn plagte in der Nacht ein Darm-Infekt. Seinen Platz auf der Außenbahn nahm Routinier Maik Salewski ein. Im Mittelfeld rückte Vorarbeiter Zak-Paulo Piplica wieder ins Team, kann endlich wieder vollumfänglich Steine klopfen. Der lange fragliche Torgarant Djamal Ziane verfügt über exzellentes Heilfleisch, stand in der Startelf, seine Schmerzen am Fuß konnten rechtzeitig unter Kontrolle gebracht werden.

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Zur Aufwärmung erschienen die Spieler in einem modisch etwas unkonventionellen Spezial-Shirt des Ausrüsters, der mit der Kampagne „Stronger Together“ für soziales Engagement warb. Ungeachtet der befremdlichen nassen Tropfen aus dem Himmel - paranormale Aktivitäten - fanden immerhin 2830 Schlachtenbummler den Weg nach Probstheida.

Die „Loksche“ kam wie ein angestachelter Preisboxer aus der Kabine, von Abtastphase keine Spur. Sofort entwickelten die Hausherren unmenschlichen Druck über die Außen, Flanke um Flanke segelte in das Hoheitsgebiet von Gäste-Keeper Karl Albers. Nach großen Möglichkeiten, unter anderem durch einen Freistoß von Sascha Pfeffer, einem Kopfball von Farid Abderrahmane und einen beherzten Fernschuss von Osman Atilgan, grenzte es beinahe an ein Wunder, dass Lok nach 20 Minuten noch kein Kapital aus der Überlegenheit schlagen konnte.

Loks Pfeffer trifft zum wichtigen 1:0

Gegen Ende der ersten Hälfte nahmen die Blau-Gelben ein wenig das Tempo raus, womöglich selbst verdutzt über den Spielstand. Es blieb aber beim Einbahnstraßen-Fußball, nur die Anzeigentafel hatte es noch nicht kapiert. Kurz vor dem Pausenpfiff dann beinahe das Undenkbare, Heydemann war urplötzlich durch und legte quer auf den völlig blanken Damelang - Niclas Müller bereinigte den Tatort mit einer Glanztat! Keine zwei Minuten später erneut Alarm im Strafraum der Loksche, Emincan Tekin mit der Riesenchance, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Der Pausenpfiff wäre schließlich gelegen gekommen, die Hausherren wurden grob fahrlässig und ließen TeBe wieder unnötig am Spiel teilhaben. Auf den allerletzten Drücker dann doch noch die Erlösung. Kapitän Sascha Pfeffer ließ in der 45. Minute am Strafraumrand seinen Gegenspieler per Hüftschwung aussteigen und legte den Ball flach und platziert ins rechte Eck!

Im zweiten Durchgang wurden die Fans nicht so lange auf die Folter gespannt. Nach 51 Minuten nickte Osman Atilgan eine Ablage Zianes zum 2:0 ein. Lok hatte die Partie vollends im Griff und legte in der 67. Minute eiskalt nach. Leon Heynke stand nach einer Flanke Ogbidis goldrichtig am langen Pfosten und köpfte das 3:0. Kurz vor dem Ende hatte der eingewechselte Antonio Verinac dann sogar noch das 4:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Albers. Kurze Zeit später mehr Ertrag. Nach einem Freistoß von Maik Salewski nickte Luca Sirch zum 4:0 Endstand ein

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Es blieb beim überzeugenden und verdienten Heimsieg. Für TeBe wird es in dieser Form ganz schwer werden, Lok hingegen nahm aus dem heutigen Spiel eine Menge Selbstvertrauen für die kommenden Wochen mit.

Stimmen zum Spiel

Almedin Civa: "Wir haben uns heute lange schwer getan, waren aber jederzeit überlegen. Das 1:0 fällt dann zu einem perfekten Zeitpunkt, als der Gegner ein zwei Kontermöglicheiten hatte. Am Ende haben wir fast wie eine Spitzenmannschaft gespielt, über die Außen sehr viel Druck gemacht. Djamal Ziane hatte es in der Mitte natürlich etwas schwer gegen drei Gegenspieler, aber er hat viel geackert und Bälle abgelegt. Dass wir jetzt vorrübergehend Spitzenreiter sind, bedeutet den Fans viel, als erfahrener Trainer weiß ich aber, dass wir immer weiter machen müssen, um uns herum punkten die anderen auch konstant."

Sascha Pfeffer: "Mein Tor zum 1:0 war natürlich eine Erlösung, wir müssen zu dem Zeitpunkt eigentlich schon mit zwei oder drei Toren führen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Ganze dann souverän heruntergespielt und sind sehr zufrieden. Ich muss nun erst einmal schauen, was mit meinem Fuß ist, die Beule nach dem Schlag im Mittelfeld habe ich schon durch den Schuh erkennen können. Zum Glück war der Spielstand schon so komfortabel, dass ich mich da ohne Risiko auswecheln lassen kann."

TeBe Trainer Abdou Njie: "Wir haben mit viel Herz versucht, dagegenzuhalten. Wenn wir einen Ziane in unseren Reihen hätten, dann hätten wir kurz vor der Pause in Führung gehen können. Am Ende hat sich die Qualität vom Gegner durchgesetzt."

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